Hexetidin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Strukturformel
Strukturformel von Hexetidin
Gemisch mehrerer Stereoisomerer – Strukturformel ohne Stereochemie
Allgemeines
Freiname Hexetidin
Andere Namen

1,3-Bis(2-ethylhexyl)-5-methyl-1,3-diazinan-5-amin (IUPAC)

Summenformel C21H45N3
Kurzbeschreibung

farblose bis schwach gelbe, ölige Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 141-94-6
EG-Nummer 205-513-5
ECHA-InfoCard 100.005.012
PubChem 3607
Wikidata Q419749
Arzneistoffangaben
ATC-Code

A01AB12

Wirkstoffklasse

Antisepticum

Eigenschaften
Molare Masse 339,60 g·mol−1
Dichte

0,8889 g·cm−3[2]

pKs-Wert

8,3[2]

Löslichkeit

löslich in Petrolether, Methanol, Benzol, Aceton, n-Hexan und Chloroform, praktisch unlöslich in Wasser[2]

Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [3]
Toxikologische Daten

1430 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Hexetidin ist ein Antiseptikum, das in 0,1 bzw. 0,2%iger Lösung im Mund- und Rachenraum angewendet wird. Es ist als Gurgellösung und als Spray erhältlich.

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hexetidin ist ein Hexahydro-Pyrimidin-Derivat. Es ist eine amphiphile Verbindung.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hexetidin hat ein breites antiseptisches Wirkungsspektrum gegen Bakterien und Pilze, jedoch vorwiegend gegen grampositive Bakterien. Außerdem hat es lokalanästhetische, adstringierende und desodorierende Wirkungen.

Handelsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monopräparate

Drossadin (CH), Hexoral (D, A), Hextril (CH), Isozid-H (A), Vagi-Hex (D, CH), Oraldene (GB)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • C. J. Estler (Hrsg.): Pharmakologie und Toxikologie. 4. Aufl., Schattauer, Stuttgart u. New York, 1995. S. 601.
  • E. Kapić et al.: “Hexetidine – an oral antiseptic”. Medicinski arhiv 56 (1) (2002), S. 43–48. (auf Kroatisch) PMID 11917691
  • H. J. Roth, H. Fenner: Arzneistoffe. Thieme, Stuttgart u. New York, 1988. S. 169–170, 176.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Datenblatt HEXETIDINE CRS (PDF) beim EDQM, abgerufen am 30. August 2008.
  2. a b c The Merck Index. An Encyclopaedia of Chemicals, Drugs and Biologicals. 14. Auflage, 2006, S. 812–813, ISBN 978-0-911910-00-1.
  3. a b Datenblatt Hexetidine, mixture of stereoisomers bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 3. April 2011 (PDF).
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diesen Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!