Hoherodskopf

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Hoherodskopf
Blick über Hartmannshain (vorne) und Herchenhain (hinten) nordwestwärts zum Hoherodskopf

Blick über Hartmannshain (vorne) und Herchenhain (hinten) nordwestwärts zum Hoherodskopf

Höhe 763,8 m ü. NHN [1]
Lage bei Breungeshain; Vogelsbergkreis, Hessen (Deutschland)
Gebirge Vogelsberg
Koordinaten 50° 30′ 40″ N, 9° 13′ 37″ OKoordinaten: 50° 30′ 40″ N, 9° 13′ 37″ O
Hoherodskopf (Hessen)
Hoherodskopf
Typ Schlotfüllung
Gestein Basalt
Alter des Gesteins ca. 19 Mio. Jahre
Besonderheiten Segelfluggelände Hoherodskopf, Fernmeldeturm Hoherodskopf
Hoherodskopf mit Fernmeldeturm Hoherodskopf

Hoherodskopf mit Fernmeldeturm Hoherodskopf

Der Hoherodskopf ist mit 763,8 m ü. NHN[1] der zweithöchste Gipfel im Mittelgebirge Vogelsberg. Er liegt in der Gemarkung Schottener Stadtteils Breungeshain im hessischen Vogelsbergkreis.

Auf dem Berg, der gute Fernsichtmöglichkeiten bietet, befinden sich unter anderem Gaststätten, ein Café, die Jugendherberge Hoherodskopf, ein Skilift mit -piste, Loipen, eine Sommerrodelbahn, ein Kletterwald, der Baumkronenpfad Hoherodskopf eine Minigolf-Anlage, das Informationszentrum Hoherodskopf, das Segelfluggelände Hoherodskopf und der Fernmeldeturm Hoherodskopf.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hoherodskopf erhebt sich im Hohen Vogelsberg und im Naturpark Hoher Vogelsberg. Sein Gipfel liegt 1,6 km ostnordöstlich des Schottener Stadtteils Breungeshain, und 6,5 km westsüdwestlich von Ilbeshausen-Hochwaldhausen und 1,7 km nordnordöstlich der Schottener Waldsiedlung.

Nachbarberge sind: Sieben Ahorn (753 m; 2,7 km nördlich), Taufstein (773 m; 1 km nordöstlich; höchste Erhebung des Vogelsbergs), Rehberg (669,8 m; 2,4 km südöstlich), Bilstein (665,5 m; 2,4 km südwestlich) und Gackerstein (663,5 m; 1,7 km westnordwestlich).

Nördlich vom Hoherodskopf und westlich des Taufsteins liegt die Quelle des Eichelbachs, der in die etwas weiter nördlich davon am Berg Sieben Ahorn entspringende Nidda mündet. Südöstlich vom Hoherodskopf und südlich des Taufsteins befindet sich der Klosborn, dessen kurzer Bach die etwas östlich davon quellende Nidder speist.

Naturräumliche Zuordnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hoherodskopf gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Osthessisches Bergland (Nr. 35) und in der Haupteinheit Hoher Vogelsberg (351) zur Untereinheit Oberwald (351.2). Die Landschaft leitet nach Westen in die Untereinheit Westlicher Hoher Vogelsberg (351.0) über.[2]

Schutzgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Hoherodskopf liegen Teile des Vogelschutzgebiets Vogelsberg (VSG-Nr. 5421-401; 636,4497 km² groß). Auf dem zum Gackerstein überleitenden Nordwesthang des Hoherodskopfs reichen Teile des Naturschutzgebiets (NSG) Die Oberweide bei Breungeshain (CDDA-Nr. 344580; 2005 ausgewiesen; 10,7 ha), das am quellnahen Oberlauf des Eichelbachs liegt. Bis auf die Gipfelregion des Berges reichen Teile des vielteiligen Fauna-Flora-Habitat-Gebiets Hoher Vogelsberg (FFH-Nr. 5421-302; 38,6136 km²).[1]

Verkehrsanbindung und Wandern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den nördlich des Hoherodskopfs und westlich des Taufsteins liegenden Hochlagen treffen die Landesstraßen 3291 (von Feldkrücken), 3338 (von Breungeshain) und von Hochwaldhausen aufeinander. Von Letzterer zweigt östlich des Berges eine kurze Stichstraße ab, die zu seiner Gipfelregion mit dortigen Parkplätzen führt. Der Hoherodskopf ist Sternpunkt von Freizeitbuslinien der Verkehrsgesellschaft Oberhessen. Deren Busse fahren den Hohen Vogelsberg von wichtigen Bahnhöfen aus an; Radtransport ist möglich.

Über den Hoherodskopf führen mehrere Wanderwege, darunter der über seinen Südhang verlaufende Europäische Fernwanderweg E3 sowie der Hessenweg 2 und Hessenweg 5, die sich alle auf dem Berg kreuzen.

Der Hoherodskopfsteig, ein Radwanderweg, stellt die Verbindung zum Vogelsberger Südbahnradweg dar.

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Gipfel des Hoherodskopfs bietet sich Fernsicht bis in das Rhein-Main-Gebiet und zum Taunus. Auf dem Berg verläuft im Winter mit 1,2 km Länge Hessens längster Skilift. Auf der Ostseite befindet sich eine Flutlichtloipe (für Diagonal- und Skating-Technik). In den anderen Jahreszeiten sind im Betrieb: eine Sommerrodelbahn, ein Kletterwald, der Baumkronenpfad Hoherodskopf sowie ein Adventure Minigolf Parcours. Westlich des Gipfels thront der Fernmeldeturm Hoherodskopf. An der Südseite des Parkplatzes liegt das Informationszentrum Hoherodskopf mit Seminarräumen, einer Dauerausstellung zum Vulkan Vogelsberg sowie mit einer Außenstelle der Tourist-Information Schotten. Das gastronomische Angebot auf der Gipfelregion besteht aus mehreren Gaststätten sowie einem Café. Auch Übernachtungsmöglichkeiten (u. a. die Jugendherberge Hoherodskopf) sind vorhanden. 1.100 m südsüdwestlich des Gipfels befindet sich das Segelfluggelände Hoherodskopf des Flugsportclubs Rüsselsheim e.V. Für Kinder wurde ein großer Spielplatz angelegt.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Hoherodskopf ist Austragungsort zahlreicher jährlich wiederkehrender Veranstaltungen, wie unter anderem dem Vulkanfest am 1. Mai und dem Hoherodskopf-Bergturnfest im August.

Flugzeugkollision[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 7. Juli 2001 rammte eine Piper PA-28 den Sendemast zwischen den beiden Plattformen. Dabei kamen die beiden Insassen ums Leben, es entstand erheblicher Sachschaden.[3][4][5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hoherodskopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Gerhard Sandner: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 125 Marburg. Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1960. → Online-Karte (PDF; 4,9 MB)
  3. Flugzeug gegen Sendemast, auf saevert.de (private Seite)
  4. Flugzeug gegen den Sendeturm auf dem Vogelsberg geprallt, auf hoherodskopf.net (private Seite)
  5. Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung: Bulletin: Unfälle und schwere Störungen beim Betrieb ziviler Luftfahrzeuge, Juli 2001, S. 21 f., auf bfu-web.de