Hornissenschwebfliege

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Hornissenschwebfliege
Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)

Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria)

Systematik
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Teilordnung: Deckelschlüpfer (Cyclorrhapha)
Familie: Schwebfliegen (Syrphidae)
Gattung: Volucella
Art: Hornissenschwebfliege
Wissenschaftlicher Name
Volucella zonaria
(Poda, 1761)
Volucella zonaria - Präparat
Schwebfliege2.jpg

Die Hornissenschwebfliege (Volucella zonaria), auch Große Waldschwebfliege, Riesen-Hummelschwebfliege oder Gürtelschwebfliege genannt, ist eine Fliege aus der Familie der Schwebfliegen (Syrphidae). Ihr Aussehen ähnelt der heimischen Hornisse (Vespa crabro). Man deutet diese Phänologie als (Mimikry), sie soll vor Fressfeinden schützen.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fliegen erreichen eine Körperlänge von 16 bis 22 Millimetern und sind damit für mitteleuropäische Schwebfliegen relativ groß. Das Gesicht, die Stirn und auch die Fühler sind gelb gefärbt, die rostroten Facettenaugen sind dicht und kurz behaart. Die Facettenaugen der Männchen sind sehr nahe beieinander, so dass die Stirn sehr schmal ist. Das Mesonotum ist rotbraun glänzend, das Schildchen ist gelbbraun gefärbt. Der rotgelbe Hinterleib trägt zwei breite schwarze Binden. Dies unterscheidet die Art von der ähnlichen Gebänderten Waldschwebfliege (Volucella inanis), die ähnlich gefärbt ist, aber drei schwarze Binden am Hinterleib besitzt. Das erste Abdominalsegment ist schwarz. Die Flügel sind rotbraun gefärbt. Sie bewegen sich mit hoher Flügelschlagfrequenz, bis zu 300 Hertz (Schwirrflug). Damit können die Insekten längere Zeit an Ort und Stelle „schweben“.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hornissenschwebfliegen kommen in Europa und Asien bis in den Westen Sibiriens sowie in Nordafrika vor. Sie leben auf Wiesen in der Nähe von Wäldern und fliegen in Mitteleuropa meist von Juni bis September. Die Imagines saugen Nektar an verschiedenen blühenden Pflanzen, wie beispielsweise an Baldrian, Oregano, Ross-Minze, Skabiosen, Hartriegel, oder Liguster. Ihre Larven entwickeln sich in den Nestern von Wespen und Hornissen und fressen dort Detritus.

Larven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Larven der Hornissenschwebfliege leben nach dem Schlupf als Kommensale in Abfallhaufen von Wespen-, Hornissen- oder Hummelnestern. Sie ernähren sich von toten und sterbenden Insekten. Somit nimmt die Larve eine Art "Hygienefunktion" durch Kadaverbeseitigung an einem Wespennest wahr. Die Larven selbst werden etwa 20 mm lang. Vermutlich zur Tarnung wird die gelbweiße Färbung durch Anhaften von Erdteilchen an der Larve überdeckt.

Die Larve selbst verpuppt sich im Erdreich, wo sie als Puppe überwintert. Im nächsten Frühjahr, etwa ab Anfang Mai, schlüpft eine neue Generation Hornissenschwebfliegen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • O. Bastian: Schwebfliegen. (= Neue Brehm-Bücherei. Band 576). Ziemsen, Wittenberg 1986, ISBN 3-7403-0015-9.
  • G. Bothe: Schwebfliegen. Deutscher Jugendbund für Naturbeobachtung, Hamburg 1996.
  • G. Röder (1990): Biologie der Schwebfliegen Deutschlands: (Diptera: Syrphidae), Bauer Verlag, 575 Seiten.
  • U. Schmid: Auf gläsernen Schwingen – Schwebfliegen. (= Stuttgarter Beiträge zur Naturkunde. Serie C, Nr. 40). Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart, 1996, DNB 950223093.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Hornissenschwebfliege – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien