Skabiosen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Skabiosen
Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida)

Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Kardenartige (Dipsacales)
Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Unterfamilie: Kardengewächse (Dipsacoideae)
Gattung: Skabiosen
Wissenschaftlicher Name
Scabiosa
L.

Die Skabiosen (Scabiosa) bilden eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae) innerhalb der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Die etwa 100 Arten sind in Eurasien und Ostafrika verbreitet.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Illustration der Samt-Skabiose (Scabiosa atropurpurea) aus The Botanical Magazine, Volume 7, 1794, Tafel 247
Fruchtstand und Früchte der Gelben Skabiose (Scabiosa ochroleuca)

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Skabiosen sind einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Selten verholzen sie am Grund. Die Stängel sind nicht kantig und besitzen keine Stacheln.

Die gegenständigen Laubblätter sind ungeteilt bis gefiedert. Häufig stehen sie in nicht blühenden Rosetten.

Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
es fehlen mindestens noch die Beschreibungen der Staub- und Fruchtblätter
Hilf der Wikipedia, indem du sie recherchierst und einfügst.

Generative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blüten stehen in breiten, lang gestielten köpfchenförmigen Blütenständen, die von ein bis drei Reihen Hüllblättern umgeben sind. Der Außenkelch ist bis zu 3 Millimeter hoch, häutig und undeutlich gezähnt. Am Köpfchenboden sitzen Spreublätter.

Die Blüten sind zwittrig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch endet in meist vier bis fünf Borsten oder Zähnen. Die Krone ist ungleichmäßig fünfzipfelig. Die Randblüten sind strahlig.

Die Früchte sind nussartige, zylindrische, einsamige Schließfrüchte mit acht Furchen.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Namen wurden vor Linné mehrere Gattungen mit blauen, kopfigen Blütenständen bezeichnet. Die Herkunft und Bedeutung dieses Namens ist unklar. Sie wird vielfach von lateinisch scabies = Krätze, Hautausschlag, Ekzem, von scabere = ‚kratzen‘,[1] abgeleitet. Auch die Trivialnamen Grindkraut, Krätzkraut kommen von dieser Verwendung, die sich jedoch lediglich auf Knautia arvensis bezog.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Samt-Skabiose (Scabiosa atropurpurea)
Blütenstand von Scabiosa africana
Blütenstand der Gelben Skabiose (Scabiosa ochroleuca)

Die Gattung Scabiosa wurde 1753 von Carl von Linné in Species Plantarum, Band 1, Seite 98, erstveröffentlicht[2]. Ein Synonym für Scabiosa L. ist Asterocephalus Zinn. Manchmal wird die Gattung Sixalix Raf. mit der Art Sixalix daucoides (Desf.) Raf. neben Scabiosa geführt[3].

Die Gattung Scabiosa enthält etwa 100 Arten, von denen rund 20 auch in Europa vorkommen. Die in Mitteleuropa vorkommenden Arten sind:

  • Samt-Skabiose (Scabiosa atropurpurea L.): Die Heimat ist Südeuropa, Nordafrika und Westasien, wird in Mitteleuropa kultiviert und kommt selten verwildert vor.[3]
  • Graue oder Duft-Skabiose (Scabiosa canescens Waldst. & Kit.)
  • Tauben-Skabiose (Scabiosa columbaria L.)
  • Krainer Skabiose (Scabiosa hladnikiana Host), wird auch als Unterart zu Scabiosa cinerea Lapeyr. ex Lam. gestellt. Sie kommt in den Ostalpen in Slowenien vor
  • Glanz-Skabiose (Scabiosa lucida Vill.), kommt in den Gebirgen von Mittel- und Südeuropa von den Vogesen und den Pyrenäen bis zu den Karpaten, dem Apennin und der Balkan-Halbinsel vor
  • Gelbe Skabiose (Scabiosa ochroleuca L.), kommt besonders in Ost-Europa und im östlichen Mitteleuropa vor
  • Südliche Skabiose (Scabiosa triandra L.), kommt in Südeuropa und im südlichen Mitteleuropa vor

Weitere Arten (Auswahl):

  • Scabiosa caucasica
  • Scabiosa crenata Cyr.: Sie kommt im Mittelmeerraum vor, gehört aber vielleicht in die Gattung Lomelosia Raf.
  • Scabiosa japonica Miq.: Die Heimat ist Japan.[3]
  • Scabiosa micrantha Desf. (wird auch zu Lomelosia Raf. gestellt): Die Heimat ist Südost- und Osteuropa sowie West- bis Mittelasien.[3]
  • Scabiosa pulsatilloides Boiss.: Die zwei Unterarten kommen nur in Spanien vor:
    • Scabiosa pulsatilloides subsp. macropoda (Costa ex Willk.) Nyman
    • Scabiosa pulsatilloides Boiss. subsp. pulsatilloides
  • Leimkrautblättrige Skabiose (Scabiosa silenifolia) Waldst. & Kit.: Sie kommt zirkumadriatisch in Abruzzen und West-Dinariden südlich des Snežnik bis zum Prokletije vor.
  • Scabiosa vestina Facch. ex W.D.J Koch: Sie kommt nur in Italien in den Südalpen und im Apennin vor.
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.
hier ist die Quelle nötig, wann wer diese Änderung vorgenommen hat und ob sie noch aktzeptiert wird eine rezente Quelle

Heute nicht mehr zu Scabiosa L. sondern zur Gattung Lomelosia Raf. gerechnet werden u. a. die folgenden Arten:

  • Kreta-Skabiose (Lomelosia cretica (L.) Greuter & Burdet, früher Scabiosa cretica L.), kommt in Italien, in Sizilien und auf den Balearen vor
  • Grasblättrige Skabiose (Lomelosia graminifolia (L.) Greuter & Burdet, früher Scabiosa graminifolia L.), kommt in Südeuropa vor

Ebenfalls nicht mehr zu Scabiosa sondern zu Pseudoscabiosa Devesa gerechnet werden die Arten:

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred A. Fischer, Karl Oswald, Wolfgang Adler: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.
  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. CD-ROM, Version 1.1. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2002, ISBN 3-494-01327-6.
  • Yasin J. Nasir: Dipsacaceae. In: S. I. Ali, M. Qaiser (Hrsg.): Flora of West Pakistan. Band 94. Stewart Herbarium, Rawalpindi 1975, OCLC 311348861, Scabiosa, S. 9 (englisch, onlineScabiosa Linn., textgleich mit gedrucktem Werk).
  • Deyuan Hong, Liming Ma, Fred R. Barrie: Dipsacaceae In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven, Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China. Volume 19: Cucurbitaceae through Valerianaceae, with Annonaceae and Berberidaceae. Science Press/Missouri Botanical Garden Press, Beijing/St. Louis 2011, ISBN 978-1-935641-04-9, S. 359 (englisch). Scabiosa - textgleich online wie gedrucktes Werk (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)
  • Adam Jasiewicz: Scabiosa L. In: T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 4: Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae). Cambridge University Press, Cambridge 1976, ISBN 0-521-08717-1, S. 68–74 (englisch, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen 1. Auflage, Birkhäuser Verlag 1976, ISBN 978-3764307554, S. 331.
  2. Carl von Linné: Species Plantarum. Band 1. Stockholm 1753, S. 98 (Online – Erstveröffentlichung von Scabiosa eingescannt bei Biodiversity Heritage Library).
  3. a b c d Scabiosa im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Skabiosen (Scabiosa) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien