Hubert Hanghofer

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Hubert Hanghofer (* 4. März 1951 in Freistadt; † 8. März 2022 in Kremsmünster) war ein österreichischer Plastiker, Objektkünstler und Designer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hanghofer maturierte 1976 am Bundesgymnasium & Bundesrealgymnasium für Berufstätige Linz, studierte von 1977 bis 1978 an der Meisterklasse Laurids Ortner und von 1978 bis 1981 an der Meisterklasse Helmuth Gsöllpointner an der Hochschule für künstlerische und industrielle Gestaltung. Während dieser Zeit begann er mit seinen Arbeiten an biomorph-konkreten Formen. Skizzen und Modellen aus Gips und Ton. Es setzt sich dabei bei ihm die Erkenntnis durch, dass die Form der Skulptur durch ein dynamisches Kraftfeld entsteht, welchem eine mathematisch-geometrische Struktur zugrunde liegt. Hanghofer lebt und arbeitet in Kremsmünster, Oberösterreich.

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgangspunkt des künstlerischen Schaffens ist immer eine bestimmte innere, visuelle Wahrnehmung. Aus der Summe dieser Wahrnehmungsfragmente entwickelt der Künstler diejenige Form, welcher er zur optimalen Entfaltung verhelfen kann. Über einen langen Zeitraum (ca. 1 Jahr) kristallisiert sich die Form aus dem Unbewussten und verkörpert sich allmählich in eine „bewegte Ruhe“, sowie auch in die „Dauer“ als Ausdruck der Vollendung innerhalb eines energetisch-dynamischen Prozesses. Die Arbeit des Künstlers steht in der Tradition eines „biomorphen Formungsprozesses“, einem Dialog “zwischen Biomorphie und Konkretheit”, zwischen Spontanität und Kalkül. Die Skulpturen von Hubert Hanghofer sind inspiriert von natürlichen, biomorphen Strömungsvorgängen, wie wir sie auch in der Formenbildung von Natur und Universum finden. Materialien: Bronze, Edelstahl, Spezialkunstharze, Karbonfaser (für Großobjekte), Eigenentwicklung der Lacquer Technique auf Spezialkunstharz.

Zitat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Ich habe nur deswegen in die Biomorphie und die Konkrete Kunst eingeführt, weil die Skulpturen Hubert Hanghofer‘s zunächst wie Konkrete Kunst erscheinen und dann einen an biomorphe Formenwelt zu erinnern beginnen. Die letzte Assoziation gewinnt man aus dem Strömungscharakter, der sie ausfließend, abwärts fließend, aufwärts fließend macht.“ „Hanghofer steht mit den Arbeiten hier zwischen Biomorphie und Prozessgeometrie. Zu diesem Gesichtspunkt fällt einem ein, daß sich der Künstler an Werkzüge von Brancusi angelehnt haben möchte.“

Burghart Schmidt (Textauszug aus dem Essay zum Werk von Hubert Hanghofer „Zwischen Konkretheit und Biomorphie, Eleganz und Bedeutung“

Multiforms[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die neue Formfindung von Hubert Hanghofer. „Die Plastik soll durch variable Platzierung eine völlig neue Formdichtung zum ausdruck bringen“. Will heißen: jede seiner Plastiken birgt eine Vielzahl von skulpturalen Erscheinungsformen, welche durch unterschiedliche Positionierungen – auf dem Sockel, im Raum oder auf einem öffentlichen Platz – sichtbar werden. Die Herausforderung bei dieser in der Bildhauertradition wohl einzigartigen Herangehensweise ist ein multidimensionales, oder in diesem Fall „multiformales“ Vorstellungsvermögen schon in den ersten Schritten des Entwurfes einer Plastik. Die Schönheit und das künstlerische Potential dieser Werke liegt wohl in einem Willen zur Balance von Gegenpolen wie: Ruhe und Bewegung, Gewicht und Schwebung, Kontraktion und Extraktion, Geist und Materie, Klang und Form usw. Jede Form, insbesondere jede Form der Kunst, steht immer schon in einem Dialog mit dem Raum, der sie umgibt. Die Skulptur und die Plastik steigern diesen Raumbezug noch in der weise, dass sie als „Form gewordene Inspiration“ einen zusätzlichen atmosphärischen Raum erschaffen. Manfred Makra 11/2017

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010
    • GALERIE H 17, Wien

Gruppenausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2010
    • Art austria Leopoldmuseum, Wien
    • ART SALZBURG, International Fine Art Fair, Residenz
    • ART & ANTIQUE, Hofburg Wien
  • 2011
    • „ON“ – GALERIE IN DER SCHMIEDE[2]
    • ART AUSTRIA Leopoldmuseum, Wien
    • ART SALZBURG, International Fine Art Fair, Residenz
    • KUNSTMESSE im Oberösterreichischen Landesmuseums in Linz
  • 2012
    • ART AUSTRIA Leopoldmuseum, Wien
  • 2013
    • galerie standl, Linz[3]
    • Galerie Forum Wels, Soziale Goldkristalle SoG[4]
  • 2014
    • ART AUSTRIA Leopoldmuseum, Wien[5]
    • ART & ANTIQUE Residenz Salzburg
    • "Paraphrasen & Ikonen" - Ausstellung im Rahmen der Schlossfestspiele Langenlois, Ursin Haus, Langenlois / Österreich
    • ART SALZBURG, International Fine Art Fair, Residenz
    • ART & ANTIQUE Hofburg Wien
  • 2015
    • BENEFIZ AUKTION SOTHEBY’S, Semper Depot, WIEN
    • ART AUSTRIA Leopoldmuseum, Wien
    • ART & ANTIQUE Residenz Salzburg
    • ART & ANTIQUE Hofburg Wien
    • ART AUSTRIA Leopoldmuseum, Wien
    • ART & ANTIQUE Residenz Salzburg
    • ART SALZBURG, International Fine Art Fair, Residenz
    • ART & ANTIQUE Hofburg Wien
  • 2017
    • ART AUSTRIA Palais Liechtenstein, Wien
    • ART & ANTIQUE Residenz Salzburg
    • art KARLSRUHE[7]
    • "Kunst: Resonanzkörper" Schloss Ulmerfeld
    • ART & ANTIQUE Hofburg Wien
  • 2018
    • art KARLSRUHE, Rheinstetten

Öffentliche Sammlungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Kunstsammlung des Landes Oberösterreich[8]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Perger Kultur Kalender, Galerie Manner
  2. ON - Positionen der Stille 2011
  3. www.nachrichten.at "Eine Vernissage mit vielen Künstlern" galerie standl
  4. Galerie Forum Wels, Soziale Goldkristalle SoG
  5. derStandard.at "Bekömmlicher Wiedererkennungswert", Kunsthaus Wiesinger
  6. Skulpturenmarkt. Interview mit Ewald Karl Schrade 2016
  7. art KARLSRUHE Presseinformationen@1@2Vorlage:Toter Link/www.art-karlsruhe.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. dome, 2007, Bronze. Die Kunstsammlung des Landes Oberösterreich
  9. HUBERT HANGHOFER "sculptures" Katalog 2017