Humphrey Lloyd

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Humphrey Lloyd

Humphrey Lloyd (* 16. April 1800 in Dublin; † 17. Januar 1881 ebenda) war ein britischer Physiker.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem glänzenden Abschluss seiner wissenschaftlichen Studien wandte sich Lloyd als Physiker vornehmlich optischen Problemen zu. Dabei beschäftigte er sich besonders mit theoretischen Fragen der Reflexion des Lichtes. Grundlegend für die Physik der Optik waren dabei vor allem seine Versuche zur Interferenz des Lichtes, die er mit nur einem einzigen Spiegel durchführte. Von besonderer Bedeutung waren auch seine theoretischen Untersuchungen über die konische Refraktion.

Humphrey Lloyd war Provost des Trinity-Colleges in Dublin. 1843 wurde er zum korrespondierenden Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften gewählt.[1] 1845 wurde er Ehrenmitglied (Honorary Fellow) der Royal Society of Edinburgh.[2] Für seine wissenschaftlichen Verdienste wurde er am 31. Mai 1874 in den preußischen Orden pour le mérite für Wissenschaft und Künste als ausländisches Mitglied aufgenommen[3].

Lloyd ist Namensgeber für den Mount Lloyd und den Mount Humphrey Lloyd in der Antarktis.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • James G. O'Hara: Lloyd, Humphrey (1800–1881). In: Henry Colin Gray Matthew, Brian Harrison (Hrsg.): Oxford Dictionary of National Biography, from the earliest times to the year 2000 (ODNB). Band 34: Liston–McAlpine. Oxford University Press, Oxford 2004, ISBN 0-19-861384-9, (oxforddnb.com Lizenz erforderlich), Stand: 2008, abgerufen am 29. Dezember 2012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Humphrey Lloyd – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Holger Krahnke: Die Mitglieder der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen 1751–2001 (= Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische Klasse. Folge 3, Bd. 246 = Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften in Göttingen, Mathematisch-Physikalische Klasse. Folge 3, Bd. 50). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-82516-1, S. 154.
  2. Fellows Directory. Biographical Index: Former RSE Fellows 1783–2002. (PDF-Datei) Royal Society of Edinburgh, abgerufen am 2. Januar 2020.
  3. Der Orden Pour Le Mérite Für Wissenschaft Und Künste, Die Mitglieder des Ordens, Band I (1842–1881), Seite 330, Gebr. Mann-Verlag, Berlin 1975. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Bild Lloyds.