Ichstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Ichstedt führt kein Wappen
Ichstedt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ichstedt hervorgehoben
Koordinaten: 51° 23′ N, 11° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Kyffhäuserkreis
Verwaltungs­gemeinschaft: Mittelzentrum Artern
Höhe: 145 m ü. NHN
Fläche: 9,7 km2
Einwohner: 577 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 59 Einwohner je km2
Postleitzahl: 06556
Vorwahl: 03466
Kfz-Kennzeichen: KYF, ART, SDH
Gemeindeschlüssel: 16 0 65 039
Adresse der Verbandsverwaltung: Am Westbahnhof
06556 Artern
Bürgermeister: Rainer Beie
Lage der Gemeinde Ichstedt im Kyffhäuserkreis
ThüringenAbtsbessingenArtern/UnstrutBad Frankenhausen/KyffhäuserKyffhäuserlandBellstedtKyffhäuserlandClingenBorxlebenBretlebenDonndorfEbelebenEtzlebenFreienbessingenGehofenKyffhäuserlandGorslebenGreußenGroßenehrichKyffhäuserlandKyffhäuserlandHauterodaHelbedündorfHeldrungenHemlebenHeygendorfHolzsußraIchstedtKalbsriethMönchpfiffel-NikolausriethNausitzNiederbösaOberbösaOberheldrungenOldislebenReinsdorfRinglebenRockstedtRoßlebenKyffhäuserlandKyffhäuserlandSondershausenKyffhäuserlandThüringenhausenTopfstedtTrebraVoigtstedtWasserthalebenWestgreußenWieheWolferschwendaKarte
Über dieses Bild

Ichstedt ist eine Gemeinde im thüringischen Kyffhäuserkreis. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Mittelzentrum Artern.

St. Wigberti-Kirche in Ichstedt

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf liegt am östlichen Ende des Naturparks Kyffhäuser, rund 8 km östlich des Kyffhäuserdenkmals. Unmittelbar nördlich des Dorfs verläuft die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Ichstedt liegt etwa 13 km südlich der sachsen-anhaltischen Stadt Sangerhausen, 9 km östlich von Bad Frankenhausen und 7 km westlich von Artern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf wurde 874 in einer Urkunde Ludwigs des Deutschen erstmals erwähnt. Wolfgang Kahl recherchierte die urkundliche Ersterwähnung von Ichstedt für den Zeitraum von 750 bis 802.[2] Die Wehrkirche Ichstedt ist der bauliche Rest einer um 1200 erbauten Pfarrkirche, auch der "Alte Turm" genannt und gilt als älteste Wehrkirche in Thüringen. Im Ort gab es einst eine Wasserburg, die sich auf dem Areal des späteren Gutshofes befand. Sie diente der Überwachung und Sicherung des Helmeübergangs. Im 18./19. Jahrhundert erfolgte eine umfassende Erneuerung. Ein Brand 1970 zerstörte das "Schloss Ichstedt" weitgehend, sodass heute nur noch ein Gebäudetrakt und die Umfassungsmauern der Kernanlage vorhanden sind.[3] Bis 1918 gehörte der Ort zur Unterherrschaft des Fürstentums Schwarzburg-Rudolstadt.

Mittelpunkt des Ortes ist der Straßenzug Hauptstraße–Schlossplatz. Am westlichen Ortsrand befindet sich eine Siedlung.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1994 – 772
  • 1995 – 770
  • 1996 – 777
  • 1997 – 780
  • 1998 – 771
  • 1999 – 772
  • 2000 – 763
  • 2001 – 762
  • 2002 – 764
  • 2003 – 746
  • 2004 – 725
  • 2005 – 722
  • 2006 – 704
  • 2007 – 680
  • 2008 – 674
  • 2009 – 652
  • 2010 – 630
  • 2011 – 606
  • 2012 – 598
  • 2013 – 593
  • 2014 – 586
  • 2015 – 580
  • 2016 – 577
Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ichstedt hat keinen Eisenbahnanschluss, der nächste Bahnhof liegt rund 8 km östlich in Artern (Thüringen). Über nachgeordnete Landstraßen ist Ichstedt mit den Nachbardörfern Borxleben, Udersleben (Stadt Bad Frankenhausen) und Ringleben verbunden. In Bad Frankenhausen besteht Anschluss an die Bundesstraße 85, in Sangerhausen an die Autobahn A 38 (GöttingenHalle). Seit 2015 besteht über eine Auffahrt in Artern der Anschluss an die A 71 (Erfurt - Sangerhausen).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Dorfzentrum steht die St. Wigberti-Kirche. Diese wurde in der heutigen Form zwischen 1717 und 1718 neu gebaut auf dem Platz der Vorgängerkirche errichtet.[4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 131.
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze Jenzig-Verlag, 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 146.
  4. Superintendent Kristóf Bálint: Ichstedt im Pfarrbereich Bad Frankenhausen (Kirchenkreis Bad Frankenhausen-Sondershausen). Abgerufen am 18. April 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ichstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien