Ignaz Holzbauer

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Ignaz Jacob Holzbauer (getauft 18. September 1711 in Wien; † 7. April 1783 in Mannheim) war ein österreichischer Komponist.

Familie[Bearbeiten]

Ab 1737 war Holzbauer mit der aus Olmütz stammenden Opernsängerin Rosalie Andreides († 1785) verheiratet.

Beruf[Bearbeiten]

Holzbauer war bis 1747 Musikdirektor in seiner Heimatstadt Wien, anschließend weilte er längere Zeit in Italien. 1750 wurde er dann Hofkapellmeister in Stuttgart, 1753 in Mannheim. Unter seiner Leitung wurde die Mannheimer Hofkapelle zu einem der besten und berühmtesten Orchester Europas, und Mannheim wurde mit der Mannheimer Schule, einem Kreis von Musikern, zu einem wichtigen Zentrum der Frühklassik.

Werke[Bearbeiten]

Titelseite der Partitur zu Günther von Schwarzburg, von Holzbauer selbst finanzierter Erstdruck, Mannheim, November 1777

Als Komponist war Holzbauer äußerst produktiv. Nachweisen lassen sich mehr als 200 Sinfonien für Orchester, von denen 21 in Paris, einige andere in Leipzig gedruckt wurden. Darüber hinaus schuf er 18 Streichquartette, 13 Konzerte für verschiedene Instrumente, mehrere Oratorien (darunter La passione di Gesù Cristo signor nostro, Isacco figura del redentore und La Betulia liberata), 26 Messen (darunter auch eine deutsche), 37 Kantaten sowie weitere Kirchenmusikstücke. Auch schrieb er 15 italienische „Dramme per musica“ (Opern).

Besonderes Aufsehen erregte er mit seiner deutschen Oper Günther von Schwarzburg über den Gegenkönig Günther XXI. von Schwarzburg. Elf Monate nach der Uraufführung am 5. Januar 1777 in Mannheim schrieb Wolfgang Amadeus Mozart:

die Musick von Holzbauer ist sehr schön. […] am meisten wundert mich, daß ein so alter Mann wie holzbauer, noch so viell geist hat; denn das ist nicht zu glauben was in der Musick für feüer ist.

Mozart, 1777

Opern[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]