Illusion in Moll

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Filmdaten
Originaltitel Illusion in Moll
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1952
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Rudolf Jugert
Drehbuch Fritz Rotter
Produktion Erich Pommer
Musik Friedrich Meyer
Kamera Václav Vich
Schnitt Claus von Boro
Besetzung

Illusion in Moll ist ein deutsches Spielfilmdrama aus dem Jahre 1952 von Rudolf Jugert mit Hildegard Knef, Sybille Schmitz, Hardy Krüger und Nadja Tiller in den Hauptrollen.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lange Zeit war die Hotelinhaberin Maria Alsbacher an einen deutlich älteren und zuletzt kränkelnden Ehemann gebunden. Sein Tod ist so etwas wie eine Befreiung für sie, und Maria ist offen für ein neues Glück. Dies glaubt sie in Monsieur Gidou, dem Kapellmeister und Sänger in ihrem Etablissement, gefunden zu haben. Doch diese Beziehung entfremdet Maria mit ihren beiden Kindern Paul und Dorothy. Besonders ihr Sohn kann sich nicht damit abfinden, dass seine Mutter diesen Mann in absehbarer Zeit heiraten möchte. Gidou gilt als Windhund, der es nur auf Marias Geld abgesehen hat. Pauls Jugendfreundin Lydia Bauer, die seit geraumer Zeit schwer erkrankt ist, beweist ihm gegenüber ihre Liebe und unverbrüchliche Treue, in dem sie ihren guten Ruf aufs Spiel setzt und sich mit vollem Körpereinsatz mit dem windigen Bandleader einlässt, um Lydia die Augen zu öffnen.

Lydia soll sie und ihren Zukünftigen in voller Absicht bei einem gemeinsamen, intimen Rendezvous in flagrant ertappen. Tatsächlich gelingt dieser Plan, und Gidou ist schlagartig Geschichte. Paul weiß nun, was er an der treuen, aufopferungswilligen Jugendfreundin hat. Lydia hingegen hat spät, aber nicht zu spät, erkannt, mit wem sie beinah die Ringe getauscht hätte und findet auf diese Weise zu ihren Kindern zurück. Um eine Illusion ärmer und wieder allein, resigniert Maria schließlich, während Sohn Paul seine Lebensaufgabe darin sieht, Lydia die letzten Wochen in ihrem Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.

Produktionsnotizen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der in den Münchner Bavaria-Filmstudios sowie in Velden am Wörthersee und in München-Au (Außenaufnahmen) gedrehte Film Illusion in Moll erlebte seine Uraufführung am 18. Dezember 1952 im Münchner Karlstor-Kino. Berliner Premiere war am 31. Januar 1953.

Die Produktionsleitung hatte Hermann Höhen, die Aufnahmeleitung Dixie Sensburg und Willy Egger. Die Filmbauten entwarf Ludwig Reiber. Drehbuchautor Fritz Rotter lieferte auch die Liedtexte. Charlotte Flemming stellte die Kostüme zusammen, Fred Adlmüller entwarf die Kostüme für Hildegard Knef.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„(Gelobt wird die) atmosphärische Gepflegtheit und Sicherheit, mit der hier Regisseur Rudolf Jugert, Kameramann Václav Vích und die sehr exakt arbeitenden Schauspieler zu einem Team wurden (…) Faszinierend aber ist die erregend arbeitende und die Gesichter abtastende intensive und malende Kamera.“

Berliner Stimme vom 7. Februar 1953

Paimann’s Filmlisten resümierte: „Daß diese Handlung erst nach Schilderung der seelischen Verfassung ihrer Gestalten gewidmeten, langen Aufrakt dramatische Ballung erfährt, macht die subtile Kleinarbeit von Regie, Filmbildner und Darstellerischem wett, wo die Schmitz noch und die Knef schon ihren Rang im deutschen Film beweist.“[1]

„Unglaubwürdiges, melancholisches Gesellschaftsdrama auf Illustriertenniveau.“

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Illusion in Moll in Paimann’s Filmlisten
  2. Illusion in Moll im Lexikon des internationalen Films