Indeed

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Indeed Inc.

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Rechtsform Corporation
Gründung November 2004
Sitz
Leitung Takashi Nishimura, Frank Hensgens
Mitarbeiterzahl zirka 350 in Deutschland, zirka 8.900 weltweit
Branche Jobsuchmaschine
Website www.indeed.com
Stand: 4. August 2020

Indeed, Inc ist eine Suchmaschine für Stellenangebote, die im November 2004 in den USA gegründet wurde und hat ihren Hauptsitz in Austin, Texas, und Stamford, Connecticut.[1] Als „single-topic search engine“ ist sie eine vertikale Suchmaschine. Derzeit ist Indeed in etwa 60 Ländern und 28 Sprachen verfügbar. Seit 2012 gehört Indeed der japanischen Recruit.

In Deutschland ist Indeed mit einer Niederlassung in Düsseldorf vertreten und mit einem Anteil von 39 % an allen Jobsuchen im Jahr 2019 die führende Jobseite, was die Nutzerzahl betrifft.[2] Im Oktober 2010 ist Indeed.com an Monster.com vorbei gezogen und wurde damit zur meist besuchten Job-Webseite in den Vereinigten Staaten.[3] Nach eigenen Angaben hat Indeed weltweit jeden Monat 250 Millionen Besucher auf seiner Website.[4]

Die Website aggregiert Stellenangebote von Tausenden von Websites, darunter Jobbörsen, Personaldienstleistungsunternehmen, Verbänden und Karriereseiten von Unternehmen. Indeed generiert Einnahmen durch den Verkauf von Produkten im Bereich Stellenanzeigen, Employer Branding und Lebenslaufsuchen an Arbeitgeber und Unternehmen, die Personal einstellen wollen.

Im Indeed Hiring Lab erforscht ein internationales Team von Experten und Datenanalysten Trends und Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Hierfür werden sowohl Indeed-Daten als auch Daten der amtlichen Statistik genutzt. Die Forschungsergebnisse sind frei zugänglich auf dem Blog des Indeed Hiring Labs.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indeed wurde 2004 von Paul Forster und Rony Kahan gegründet.[6] Die ersten Büros wurden in den jetzigen Hauptsitzen Austin, Texas, und Stamford, Connecticut, eröffnet. Im Jahr 2005 startete Indeed seine Beta-Version des sogenannten „pay-per-click job advertising network“, welches bis heute Bestand hat.[7] Seit 2011 ermöglicht die Seite die direkte Bewerbung für Jobsuchende sowie das Erstellen eines Online-Lebenslaufs.[8] Andere Bestandteile der Produktpalette sind das Indeed Unternehmensprofil sowie „ITA Apply“, mit Hilfe dessen Arbeitgeber gezielt Kriterien für Bewerber festlegen und diesen ihre Stellenangebote anzeigen lassen können.[9]

Am 1. Oktober 2012 wurde Indeed zu einem unabhängigen operativen Tochterunternehmen der in Japan ansässigen Recruit Co. Ltd.[10] Am 1. Juli 2016 hat die Recruit Holdings Co., Ltd. bekannt, gegeben, dass sie die Vermögenswerte des Konkurrenten von Indeed, Simply Hired, erworben hat, der Verlagspartner von Indeed werden würde.[11] Indeed hat am 30. Mai 2019 verkündet, dass sie eine Vereinbarung zur Übernahme von Syft, einer führenden Rekrutierungsplattform für den Gastgewerbe-, Event- und Leichtindustriesektor in Großbritannien, unterzeichnet hat.[12]

Sponsorship mit Eintracht Frankfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Saison 2017/18 ist Indeed Haupt- und Trikot-Sponsor des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt.[13] Zunächst verhandelten beide Seiten einen Vertrag bis 30. Juni 2020, dieser wurde jedoch 2019 vorzeitig bis 2023 verlängert.[14]

Die Partnerschaft zeichnet sich durch übereinstimmende Wertvorstellungen und dem daraus resultierenden Kampf für Vielfalt und Inklusion aus. Daraus resultieren nach 3 Jahren Partnerschaft drei Sondertrikots: "United Colors of Frankfurt"[15], "Platz für Vielfalt"[16] und im DFB-Pokal Halbfinale 2020 gegen Bayern München die Botschaft “#BlackLivesMatter”[17]. Darüber hinaus haben Indeed und Eintracht Frankfurt gemeinsam diverse Workshops und Events zum Thema "Rote Karte gegen Vorurteile" veranstaltet, z. B. am 19. März 2019 in der MyZeil in Frankfurt. Die Workshops sollen aktiv zu einem nachhaltigen Umdenken im Recruiting beitragen.

Durch zahlreiche Fan-Aktionen ermöglicht Indeed Einblicke in das Jobumfeld der Eintracht. So war z. B. der ehemalige Stammspieler des Clubs Jonathan de Guzman bei der Frankfurter Feuerwehr und hat hier den Joballtag erlebt. Ein anderes Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Sportmoderatorin Esther Sedlaczek, die verschiedene Jobs rund um den Fußballverein vorgestellt hat, woraufhin sich Fans und Interessierte darauf bewerben konnten, einen der interviewten Mitarbeiter einen Tag lang bei der Arbeit zu begleiten.[18]

„Nichts zu meckern“-Kampagne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2018 startete Indeed Deutschland die „Nichts zu meckern“-Markenkampagne. Produziert wurde diese in Zusammenarbeit mit der Hamburger Agentur Grabarz & Partner. Die Kampagne setzt sich mit einem nationalen Stereotyp auseinander: Der typische Deutsche findet immer etwas zu meckern, auch wenn eigentlich alles perfekt scheint, so die Idee der Werbespot-Reihe. Tatsächlich zeigen sich nach Indeed-Angaben 35 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland unzufrieden mit ihrer Arbeitssituation. Die Kampagne wurde Ende 2019 mit dem silbernen Effie ausgezeichnet.[19]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. About Indeed. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  2. Top 10 German job boards 2019: Indeed.de moves into the top spot. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  3. Indeed Slips Past Monster, Now Largest Job Site By Unique Visitors. In: TechCrunch. Abgerufen am 26. Juli 2020 (amerikanisches Englisch).
  4. About Indeed. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  5. Indeed Hiring Lab Germany. Abgerufen am 26. Juli 2020 (englisch).
  6. Founders | Indeed.com. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  7. 7.3kreads: Indeed.com Launches Job Search PPC Advertising Network. 15. Mai 2006, abgerufen am 26. Juli 2020 (englisch).
  8. Indeed Makes it Official and Launches Resume Search. 14. September 2011, abgerufen am 26. Juli 2020 (amerikanisches Englisch).
  9. IndeedHelpCenter. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  10. Indeed Announces Acquisition by Recruit Co. Ltd | Indeed Press Room. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  11. Indeed owner Recruit Holdings confirms acquisition of Simply Hired. In: TechCrunch. Abgerufen am 26. Juli 2020 (amerikanisches Englisch).
  12. Indeed announces acquisition of recruiting platform Syft | Indeed Press Room. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  13. Indeed bleibt Hauptsponsor bei Eintracht Frankfurt. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  14. Indeed bleibt Hauptsponsor bei Eintracht Frankfurt. Abgerufen am 1. Juli 2020.
  15. "United Colors of Frankfurt" - Ein starkes Zeichen. Abgerufen am 26. Juli 2020 (deutsch).
  16. Platz für Vielfalt Archive. In: Indeed Eintracht Frankfurt. Abgerufen am 26. Juli 2020 (deutsch).
  17. #blacklivesmatter. Abgerufen am 26. Juli 2020.
  18. https://indeed-eintracht.de/category/jobofthematch/. In: Indeed Eintracht Frankfurt. Abgerufen am 26. Juli 2020 (deutsch).
  19. Startseite. Abgerufen am 26. Juli 2020.