Indiumtrimethyl

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Strukturformel
Strukturformel von Indiumtrimethyl
Allgemeines
Name Indiumtrimethyl
Andere Namen

Trimethylindium

Summenformel C3H9In
CAS-Nummer 3385-78-2
PubChem 76919
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 159,92 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,568 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

88 °C[3]

Siedepunkt

136 °C[3]

Löslichkeit

reagiert mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 250​‐​260​‐​314
EUH: 014
P: ?
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Leichtentzündlich Ätzend
Leicht-
entzündlich
Ätzend
(F) (C)
R- und S-Sätze R: 14/15​‐​17​‐​35
S: 06​‐​16​‐​24/25​‐​36/37/39​‐​43​‐​45Vorlage:S-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Indiumtrimethyl ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der metallorganische Verbindungen.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indiumtrimethyl kann durch Grignard-Reaktion von Indium und Magnesium mit Brommethan[3]

oder durch Reaktion von Indium(III)-chlorid oder Indium(III)-bromid mit Lithiummethan gewonnen werden.[3]

Es kann auch durch Reaktion von metallischem Indium und Quecksilberdimethyl bei 135 °C dargestellt werden.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indiumtrimethyl ist ein weißer pyrophorer Feststoff.[1] Er besteht aus monomeren Molekülen im Gaszustand und in Lösung (Benzol, Cyclopentan), ist aber tetramer im festen Zustand. Die Verbindung ist Verhältnismäßig reaktionsträge. Eine heftige Reaktionen erfolgt mit Luft und kaltem Wasser. Mit Säuren erfolgt rasche Hydrolyse unter Methanentwicklung. Sie ist löslich in Ether, Petrolether, Cyclohexan, Benzol und Methylenchlorid, mit Alkoholen tritt Reaktion ein.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Indiumtrimethyl wird zur Herstellung von Indiumphosphid verwendet.[5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d EPICHEM: Trimethylindium
  2. a b c AMERICAN ELEMENTS: Trimethylindium C3H9In, abgerufen am Sonntag, 16. März 2014
  3. a b c d e Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I. Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 864.
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. Anthony C. Jones, Paul O'Brien: CVD of Compound Semiconductors: Precursor Synthesis, Developmeny and ... John Wiley & Sons, 2008, ISBN 3-527-61462-1, S. 55 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).