Inkorporation (Recht)

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Inkorporation im Gegensatz zur Fusion

Inkorporation (Incorporatio, „Eingliederung, Beitritt“) steht im völkerrechtlichen Sinn für die (friedliche) Eingliederung eines souveränen Staates in einen anderen. Die Inkorporation ist insbesondere von der Annexion zu unterscheiden. Der Inkorporationstatbestand wird maßgeblich dadurch eingegrenzt, dass der Gebietszuwachs willentlich und freiwillig erfolgt,[1] was etwa von einem Referendum abhängig gemacht werden kann. Die Annexion bedeutet hingegen die gewaltsame Einverleibung eines Staatsgebietes, die gegen den Willen des Betroffenen und daher mit völkerrechtlich unzulässigen Mitteln herbeigeführt wird.[2] Ein Beispiel für eine Inkorporation stellt der Beitritt der Deutschen Demokratischen Republik zur Bundesrepublik Deutschland mit Wirkung zum 3. Oktober 1990 dar, die den Untergang der DDR als Staat im Sinne des Völkerrechts zur Folge hatte.[1]

Weitere Bedeutungen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Burkhard Schöbener: Staatennachfolge. In: ders. (Hg.), Völkerrecht. Lexikon zentraler Begriffe und Themen. C.F. Müller, 2014, ISBN 978-3-8114-4129-3, S. 414.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Vgl. Burkhard Schöbener, Staatennachfolge, in: ders. (Hg.), Völkerrecht, 2014, S. 414.
  2. Knut Ipsen: Völkerrecht, C.H. Beck, München 2004, ISBN 3-406-49636-9, § 23, Rn. 37 u. 40.