Institut für Weltraumforschung

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Institut für Weltraumforschung
Logo
Gründung 1970
Trägerschaft Österreichische Akademie der Wissenschaften
Ort Graz
Direktor Wolfgang Baumjohann
Mitarbeiter ca. 100[1]
Website www.iwf.oeaw.ac.at
Institut für Weltraumforschung in Graz

Das Institut für Weltraumforschung (IWF) in Graz beschäftigt sich seit über 40 Jahren mit der Physik von (Exo-)Planeten und Weltraumplasma. Mit rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus zwanzig Nationen ist es nicht nur eines der größten Institute der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW)[2][3], sondern auch das einzige Institut in Österreich, das weltraumtaugliche Messgeräte im großen Rahmen entwickelt und baut. Die gewonnenen Daten werden am Institut wissenschaftlich analysiert und physikalisch interpretiert. Direktor des Instituts ist Wolfgang Baumjohann, sein Stellvertreter ist Werner Magnes. Seit Herbst 2000 ist das IWF im Victor-Franz Hess-Forschungszentrum der ÖAW im Süden von Graz beheimatet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. April 1970 wurde in der Gesamtsitzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften die Gründung des Instituts für Weltraumforschung beschlossen. Zu Beginn gab es mehrere Abteilungen (Plasmaphysik, Optische Nachrichtentechnik, Experimentelle Weltraumforschung, Satellitengeodäsie, Ionosphärenforschung mit Funkmess-Satelliten) in Graz, Innsbruck und Wien. 1974/1975 wurden diese am Standort Graz zusammengefasst. Geschäftsführender Direktor wurde Otto Burkard, Willibald Riedler wurde zunächst stellvertretender Direktor, 1984 wurde er zum geschäftsführenden Direktor bestellt. 2001 wurde Wolfgang Baumjohann als Nachfolger von Willibald Riedler Abteilungsleiter, Hans Sünkel wurde zum geschäftsführenden Direktor bestellt. 2004 folgte ihm Wolfgang Baumjohann als geschäftsführenden Direktor nach. 2015 wurden nach der Emeritierung von Hans Sünkel und Prof. Rucker die Abteilungen aufgelöst und das Institut in vier Forschungsbereiche gegliedert.[4]

Forschungsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2017 ist das IWF an 17 internationalen Weltraummissionen beteiligt, die von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)[5][6], der NASA oder nationalen Weltraumagenturen in Japan, Russland, China und Korea geleitet werden. Die Missionen reichen von Satellitenflotten im erdnahen Weltraum[7][8][9][10][11] über die Sonnenbeobachtung[12][13] bis zur Erforschung von Planeten wie Merkur[14], Mars[15][16], Jupiter[17][18], Saturn[19] und extrasolaren Planeten[20][21]. An Bord der ESA-Mission Rosetta[22] war das IWF mit fünf wissenschaftlichen Instrumenten beteiligt. Vom Bau der Messgeräte bis zur Auswertung der Daten beträgt die Projektlaufzeit 10-30 Jahre.

Die Schwerpunkte in der Geräteentwicklung sind der Bau von Magnetometern und Bordcomputern sowie die Laserdistanzmessung zu Satelliten und Weltraumschrott, die am Observatorium Lustbühel - einer Außenstelle des Instituts - durchgeführt wird. Die wissenschaftliche Datenauswertung dient vor allem der Untersuchung dynamischer Prozesse in der Weltraumplasmaphysik und der Erforschung der oberen Atmosphäre von Planeten und Exoplaneten.

Mission Statement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das IWF setzt sich aus einem internationalen Team aus Wissenschaft und Technik zusammen und versteht sich als das österreichische Zentrum im weltweiten Netzwerk führender Weltraumforschungseinrichtungen. Durch die Erkundung des Sonnensystems und seiner Stellung im Universum trägt es zur Erweiterung des Wissenshorizonts der Gesellschaft bei.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laufende Weltraummissionen mit IWF-Beteiligung:

Zukünftige Weltraummissionen mit IWF-Beteiligung:

Abgeschlossene Weltraummissionen mit IWF-Beteiligung:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitarbeiterseite auf der offiziellen IWF-Webseite
  2. Offizielle Webseite der ÖAW
  3. ÖAW-Jahresbericht 2016
  4. IWF: Institut für Weltraumforschung: Geschichte. Abgerufen am 25. Jänner 2018.
  5. Offizielle Österreich-Seite der ESA
  6. Partner der Raumfahrt in Österreich, offizielle ESA-Seite
  7. Cluster
  8. THEMIS
  9. Van Allen Probes
  10. MMS
  11. CSES
  12. STEREO
  13. Solar Orbiter
  14. BepiColombo
  15. InSight
  16. Chinese Mars Mission
  17. Juno
  18. JUICE
  19. Cassini
  20. CHEOPS
  21. PLATO
  22. Rosetta