Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) wurde 2004 als wissenschaftliche Einrichtung der deutschen Bundesländer gegründet. Besondere Bedeutung erlangte das Institut, nachdem die Kultusministerkonferenz im März 2012 beschlossen hatte, dass ab 2017 bundesweit alle Abiturprüfungen aus einem gemeinsamen Pool stammen sollen. Das IQB wurde beauftragt, diesen Pool zu entwickeln. Bei dem Institut handelt es sich um eine selbstständige Einheit, die sich, zunächst zeitlich befristet, an der Humboldt-Universität zu Berlin befindet. Das Institut ist ein An-Institut der Humboldt-Universität.[1] Direktoren sind (Stand: März 2011) Petra Stanat und Hans Anand Pant.

Zentrale Aufgabe des IQB ist die Weiterentwicklung, Operationalisierung, Normierung und Überprüfung von Bildungsstandards.

Das geplante Vorgehen:

  • Es werden Bildungsstandards entwickelt, die angeben, was ein Schüler können oder wissen soll.
  • Es werden Testaufgaben entwickelt, die die Bildungsstandards abbilden.
  • Diese Testaufgaben werden ihrerseits an Schülern getestet und normiert.

Es ist geplant, das so entwickelte Instrumentarium als bundeseinheitlichen Vergleichsmaßstab für individuelle Schülerleistungen einzusetzen.

Pool für Abiturprüfungen[Bearbeiten]

Die Kultusministerkonferenz (KMK) der Länder beschloss 2012 einen bundesweiten Pool für Abitur-Prüfungsaufgaben aufzubauen. Dieser Aufgabenpool soll bundesweit gleiche Anforderungen in den Abiturprüfungen ermöglichen. In einem ersten Schritt sollen laut KMK im Herbst 2012 gemeinsame Bildungsstandards in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch verabschiedet werden und ab 2013 auch für die naturwissenschaftlichen Fächer Biologie, Physik und Chemie. Das IQB soll auf dieser Grundlage Beispielaufgaben für die Abiturprüfungen erarbeiten. Dabei soll das Institut auch einen Vergleichmaßstab erstellen, mit dem klar wird, welche Erwartungen an die Schüler gestellt werden und wie die Ergebnisse bewertet werden sollten. Die Länder sollen in den kommenden Jahren dem IQB Prüfungsaufgaben zur Verfügung stellen. Daraus entsteht schließlich ein gemeinsamer Aufgabenpool, der für einen Einsatz im Abitur 2016/2017 bereitstehen soll.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. siehe Liste der An-Institute der HU unter https://www.hu-berlin.de/forschung/kooperation/standardseite/koop3_html
  2. http://www.tagesschau.de/inland/abitur106.html