Jacques Lusseyran

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Jacques Lusseyran (* 19. September 1924 in Paris; † 27. Juli 1971 in Ancenis) war ein blinder französischer Schriftsteller und Hochschullehrer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jacques Lusseyran wuchs in einem anthroposophisch geprägten Elternhaus auf. Aufgrund eines Unfalls erblindete er im Alter von acht Jahren. Er durchlief mit hervorragenden Noten die Schule und studierte Literatur. Während des Zweiten Weltkrieges war er Mitglied der Résistance und gründete mit siebzehn Jahren eine eigene Widerstandsgruppe, die Volontaires de la liberté. Durch einen Verräter fiel er in die Hände der Gestapo und saß ein halbes Jahr in Einzelhaft im Gefängnis Fresnes, bevor er mit 2000 anderen Franzosen in das Konzentrationslager Buchenwald deportiert wurde, wo er bis zur Befreiung durch die Amerikaner am 11. April 1945 überlebte.

Nach dem Krieg lernte er den Franzosen Georges Saint-Bonnet, Autor des Buches La joie vous appartient, kennen und schätzen. Wegen eines Gesetzes aus der Zeit des Vichy-Regimes, das Invaliden den Staatsdienst verbot, blieb ihm der Zugang zu einer ordentlichen Universitätsprofessur in Frankreich verwehrt. Er arbeitete als Schriftsteller und Dozent an verschiedenen Einrichtungen; zuletzt als Literaturprofessor in den USA.

Jacques Lusseyran starb am 27. Juli 1971 zusammen mit seiner dritten Frau, Marie, bei einem Autounfall in Ancenis, nahe dem Dorf Juvardeil, Département Maine-et-Loire, Frankreich. in dem er viele Ferien verbracht hatte.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das wiedergefundene Licht (Autobiografie), Stuttgart 1966.
  • Das Leben beginnt heute, Stuttgart 1975.
  • Bekenntnis einer Liebe, Stuttgart 1994.
  • Gegen die Verschmutzung des Ich, Stuttgart 1972.
  • Blindheit – ein neues Sehen der Welt. Der Blinde in der Gesellschaft. 2 Vorträge, Stuttgart 1970.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]