Jailbait

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Dieser Artikel bezeichnet die umgangssprachliche Verwendung; für andere Bedeutungen siehe Jail Bait.

Jailbait ([ˈdʒeɪlˌbeɪt], engl.: Jail = Gefängnis, Bait = Köder), auch Knastköder, beschreibt im amerikanischen Slang eine jugendliche Person, die älter aussieht, als sie tatsächlich ist. Hierbei besteht die Gefahr, sich durch sexuelle Handlungen mit jemandem unterhalb eines Schutzalters (engl.: age of consent) strafbar zu machen.[1][2][3] Der Titel des Films Jailbait Babysitter aus dem Jahr 1977, der von einem 17-jährigen Mädchen handelt, und die Pornofilmreihe Jailbait nehmen auf diese Wortbedeutung Bezug.[4] 1982 brachte Aerosmith ein Single mit dem Titel Jailbait heraus, die den Geschlechtsverkehr mit einer Minderjährigen in positiver Weise thematisiert. 2000 sendete MTV einen Comedy-Fernsehfilm mit dem gleichen Titel. Dieser handelt von einem durch einen 18-jährigen geschwängerten 15-jährigen Mädchen und der Anklage des 18-jährigen durch die Staatsanwälte, die eine Höchststrafe von 40 Jahren fordert, weil sie sich durch hartes Vorgehen für die Wahl zur Bürgermeisterin hervortun möchte.[5] Die Online-Community Reddit bot für Fotos solcher jugendlichen Personen ein spezielles Unterforum Jailbait an, was zeitweise der Begriff mit den zweimeisten Suchanfragen auf Reddit war.[6][7] Die Ursache für den Selbstmord von Amanda Todd sollen im Internet verbreitete Jailbait-Fotos sein.[8] In Berlin gab es eine Veranstaltung Jaibait-Rock im Roll-Club.[9]

Weitere Verwendung[Bearbeiten]

Ein anderer Gebrauch des Wortes im wörtlichen Sinne bezieht sich auf Opfer sexuellen Mißbrauchs im Gefängnis. Der 2004 auch in deutschen Kinos gezeigte Film Jailbait befasst sich mit sexuellem Missbrauch eines unter 21-jährigen Gefangenen durch einen älteren Zellengenossen.[10][11] 2013 wurde der Film Jail Bait - Überleben im Frauenknast [12] (Originaltitel: Jailbait) mit Sara Malakul Lane in der Hauptrolle gedreht, der Direct-to-Video veröffentlicht wurde und von der Belästigung einer Jugendlichen durch Mitgefangene und Wärter in einem Jugendgefängnis handelt.[13] Bereits 1954 veröffentlichte Ed Wood seinen Kinofilm auf Druck seiner Produzenten unter dem reißerischen Titel Jail Bait, weil dadurch mehr Kinozuschauer angelockt werden sollten. Ursprünglich geplanter Titel war The Hidden Face.[14]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dictionary.com: Wörterbucheintrag
  2. Random House Random House Webster's unabridged dictionary. Random House Reference, New York 2001, ISBN 0-375-42605-1.
  3. Kate Sutherland: From jailbird to jailbait: age of consent laws and the construction of teenage sexualities. In: William and Mary Journal of Women and the Law. 9, 2003, S. 313–349. Abgerufen am 29. Juli 2015.
  4. Jailbait Babysitter in der Internet Movie Database (englisch)
  5. Kate Sutherland: From Jailbird to Jailbait: Age of Consent Law and the Construction of Teenage Sexualities in: The William & Mary Journal of Women and the Law, Volum 9, 2003, Ausgabe 3, Artikel 2, S. 338 f. ISSN 1942-6763
  6. Trolle: Von der Enttarnung eines Reddit-Trolls, Die Zeit, 19. Oktober 2012
  7. Anonymitätsdebatte: Das Leiden des enttarnten Spanners, Der Spiegel, 19. Oktober 2012
  8. Anonymous spürte den Jailbait-Perversen auf, der Amanda Todds Leben zerstörte, Vice, 16. Oktober 2012
  9. Jailbait-Rock n Roll-Club, Berliner Zeitung, 22. Dezember 2001
  10. Jailbait (2004) in der Internet Movie Database (englisch)
  11. Movie Review: Jailbait (2004), The New York Times, 4. August 2006
  12. Jail Bait - Überleben im Frauenknast auf moviepilot.de
  13. Jailbait (2014) in der Internet Movie Database (englisch)
  14. The Life of Edward D. Wood Jr.