Jaki Graham

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Jaki Graham (2014)

Jaki Graham (* 15. September 1956 in Birmingham) ist eine britische Soulsängerin. Zwischen 1984 und 1995 hatte sie zahlreiche Hitsingles in den UK-Charts. Round and Around und Set Me Free konnten sich 1985 bzw. 1986 auch in der deutschen Hitparade platzieren.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jaki Grahams Eltern kamen aus Jamaika und zogen in den 1950er Jahren nach Handsworth, Birmingham, wo Jaki geboren wurde und aufwuchs. Mit 15 Jahren lernte sie Tony Ormsby, den Bruder des Fußballers Brendon Ormsby, kennen, der 1976 ihr Ehemann werden sollte.

Grahams erste Band hieß One Night Affair. Danach war sie auch Mitglied der SRO Band und bei Ferrari. Nach Aufnahmen mit einer Jazz-Funk-Gruppe namens Medium Wave Band wurde sie von einem Talentscout entdeckt. So kam es 1983 zu einem Plattenvertrag bei EMI und es folgte die Single Heaven Knows vom gleichnamigen Debütalbum, das von Derek Bramble produziert wurde. Die zweite Single hieß What’s the Name of Your Game? und ermöglichte den ersten Fernsehauftritt in der Sendung Crackerjack.

Bis 1986 folgten mehrere Hits in den britischen Singlecharts, darunter Could It Be I’m Falling in Love? und Mated, zwei Duette mit David Grant. Das war ein Guinness-Weltrekord für die erste schwarze britische Sängerin mit sechs aufeinander folgenden Top-20-Hits. Als Michael McDonald für seine UK-Tournee eine Duettpartnerin für seinen Hit On My Own suchte, entschied er sich für Jaki Graham. Daraus entwickelte sich eine bis heute anhaltende Freundschaft.

In den 1990er Jahren war Graham besonders in Japan erfolgreich. Von ihrem Album Real Life verkaufte sie 800.000 Exemplare in weniger als vier Wochen, ihre dazugehörige Tournee war in 20 Minuten ausverkauft. Aber auch in den USA stellte sich Erfolg ein, als Ain’t Nobody Platz 1 der Billboard Dance Charts erreichte. In Australien und Japan gab es für die Coverversion des Chaka-Khan-Hits eine Goldene Schallplatte.

1992 gründete Graham zusammen mit Paul Hardcastle das Duo Kiss the Sky. Der Titel Living for You, der Samples von Minnie Ripertons Loving You enthielt, war die einzige erwähnenswerte Veröffentlichung der zwei Künstler.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Charts[1][2] Anmerkungen
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK
1985 Heaven Knows
48
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1985
Produzent: Derek Bramble
1986 Breaking Away
25 Silber
(5 Wo.)
Erstveröffentlichung: September 1986
Produzent: Derek Bramble

weitere Alben

  • 1989: From Now On
  • 1994: Real Life
  • 1995: Hold On
  • 1996: Rhythm of Life
  • 1997: Don’t Keep Me Waiting
  • 1998: My Life

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: The Very Best (mit David Grant)
  • 2004: The Best Of (mit David Grant und Linx)
  • 2007: Just the Two of Us (12 MPEG-4-Files)
  • 2010: Absolute Essentials – The Very Best Of (2 CDs)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[1][2][3][4] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK Vereinigte StaatenVereinigte Staaten R&B Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dance
1984 Heaven Knows (Feels so Good)
Heaven Knows
300! 300! 59
(8 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Juli 1984
Autor: Derek Bramble
1985 Could It Be I’m Falling in Love
Heaven Knows
300! 300! 5
(12 Wo.)
60
(8 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: März 1985
mit David Grant
Autoren: Marvin Steals, Melvin Steals
Original: The Spinners, 1972
1985 Round and Around
Heaven Knows
23
(8 Wo.)
300! 9
(11 Wo.)
85
(3 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Juni 1985
Autor: Derek Bramble
1985 Mated
Breaking Away
300! 300! 20
(11 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: November 1985
mit David Grant
Autor: Todd Rundgren
Original: Utopia, 1985
1986 Set Me Free
Breaking Away
47
(11 Wo.)
11
(10 Wo.)
7
(13 Wo.)
300! 15
(11 Wo.)
Erstveröffentlichung: April 1986
Autor: Derek Bramble
1986 Breaking Away
Breaking Away
300! 300! 16
(8 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: August 1986
Autor: Derek Bramble
1986 Step Right Up
Breaking Away
300! 300! 15
(13 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: November 1986
Autor: Derek Bramble
1987 Still in Love
Breaking Away
300! 300! 83
(2 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Februar 1987
Autor: Derek Bramble
1988 No More Tears
300! 300! 60
(3 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Juni 1988
Autoren: Derek Bramble, Jimmy Scott
1989 From Now On
From Now On
300! 300! 73
(3 Wo.)
88
(4 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Juni 1989
Autoren: David Gamson, Porter Carroll
1989 The Better Part of Me
From Now On
300! 300! 79
(3 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: August 1989
Autoren: Derek Bramble, Jimmy Scott
1990 Every Little Bit Hurts
From Now On
300! 300! 300! 79
(5 Wo.)
300!
Erstveröffentlichung: Januar 1990
Autor: Ed Cobb
Original: Brenda Holloway, 1964
1994 Ain’t Nobody
Real Life
300! 300! 44
(2 Wo.)
300! 1
(12 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juli 1994
Autor: David J. „Hawk“ Wolinski
Original: Rufus & Chaka Khan, 1983
1995 You Can Count on Me
Real Life
300! 300! 62
(2 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: Januar 1995
Autoren: Marcella French, Rod Gammons, Toby Baker
1995 Absolute E-Sensual
Real Life
300! 300! 69
(1 Wo.)
300! 3
(13 Wo.)
Erstveröffentlichung: Juni 1995
Autoren: Rod Gammons, Andrew Klippel,
Toby Baker, Matt Nelmes

weitere Singles

  • 1984: What’s the Name of Your Game
  • 1984: Once More with the Feeling
  • 1985: Have Yourself a Merry Little Christmas (mit David Grant)
  • 1986: The Megamix
  • 1989: Watching You, Watching Me (mit David Grant)
  • 1991: Touch Me (When We’re Dancing)
  • 1992: Band of Gold
  • 1995: Style
  • 1995: Heaven
  • 1995: Hold On
  • 1995: Christmas Song
  • 1996: The Only Love
  • 1996: You’re One Desire
  • 1996: Seek & You Will Find
  • 1997: Don’t Keep Me Waiting
  • 1997: Walking on Water
  • 1997: You and I
  • 1998: The Look of Love
  • 1998: I Wish (mit Mariko Ide)
  • 1999: Lovely Place (mit Charlotte Roel)
  • 2005: Superstition

Video[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Set Free

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chartquellen: Singles UK US1 US2
  2. a b Gold-/Platin-Datenbank UK
  3. Joel Whitburn: Hot R&B Songs 1942–2010: 6th Edition, ISBN 978-0-89820-186-4
  4. Joel Whitburn: Hot Dance/Disco 1974–2003, ISBN 978-0-89820-156-7

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]