Jakob Bro

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Jakob Bro

Jakob Bro (* 11. April 1978 in Kopenhagen) ist ein dänischer Jazzgitarrist und Komponist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bro begann autodidaktisch Gitarre zu spielen; später studierte er an der königlichen Musikakademie in Aarhus, am Berklee College of Music in Boston und The New School in New York. Daneben hatte er Unterricht bei Ben Street und Chris Cheek. Seitdem arbeitete er u. a. mit Tomasz Stańko (Dark Eyes ECM, 2009), Paul Motian (Garden of Eden, ECM 2006), in Dänemark mit den Formationen Bandapart (mit dem Pianisten Søren Kjærgaard) und Beautiful Day sowie dem Saxophonisten Jakob Dinesen. 2003 erschien sein Debütalbum Daydreamer, gefolgt von Sidetracked´ (Loveland, 2006), das in Dänemark zwei Musikpreise gewann.

2008 entstand das Album Balladeering, das er mit Lee Konitz und Bill Frisell einspielte; zwei weitere Alben mit diesem Besetzungskern folgten. Der Regisseur Sune Blicher erstellte aus Bros New Yorker Session mit Konitz und Frisell den Dokumentarfilm Weightless: A Recording Session with Jakob Bro.[1] Auch gehört er zu den Combos von Jakob Buchanan. Mit Melissa Aldana, Kirk Knuffke, Joe Martin, Jacob Sacks und RJ Miller trat er 2014 auf dem SWR NEWJazz Meeting auf.

Stilistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charakteristisch für den Jazzkomponisten Bro sind "minimalistische, dabei hochmelodiöse Kompositionen", befand der Musikkritiker des Wiener Standards, Karl Gedlicka. Klare, langgezogene Gitarrentöne ergeben einen teils schwebenden Sound, der in seiner Klischeefreiheit an den Gitarristen Hubert Sumlin erinnert. Der Bandleader Bro bevorzugt in der Trio-Besetzung einen geringen Lautstärkepegel.[2]

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jakob Bro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jakob Bro in der Internet Movie Database (englisch)
  2. Jakob Bro: Schönheit auf leisen Sohlen, Der Standard vom 22. September 2015, abgerufen 29. September 2015