Jamie Davies

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Der Aston Martin DBR9 von Matteo Malucelli, Jamie Davies und Fabio Babini beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 2007

Jamie Davies (* 16. Februar 1974 in Yeovil) ist ein britischer Automobilrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jamie Davies begann 1988 im Alter von 14 Jahren mit dem Motorsport. Wie so viele seiner Generation fuhr er schon als Teenager Kartrennen. Nach Erfolgen in Nachwuchsserien gewann er 1991 die britische 100-Super-Meisterschaft. 1992 stieg er in die Formel-Vauxhall-Junior-Meisterschaft, eine britische Monoposto-Nachwuchsformel, ein. Schon im ersten Jahr konnte er zwei Rennsiege feiern. 1994 wurde er Zweiter in der Meisterschaft und erhielt für seine fahrerischen Leistungen den Young Driver of the Year Award sowie den McLaren Autosport BRDC Award.

Es folgte der logische Aufstieg in die Formel 3, wo er von 1995 bis 1996 in der britischen Formel-3-Meisterschaft fuhr. Mit dem Einstieg in die Formel 3000 hoffte Davies ein Sprungbrett für sein großes Ziel, die Formel 1, gefunden zu haben. In vier Jahren in dieser Rennserie konnte er jedoch nur ein Rennen gewinnen und ein Formel-1-Engagement blieb unerreicht. Davies musste sich daher um ein neues Betätigungsfeld umsehen und fand es im Sportwagensport.

1998 gab er als Werksfahrer von Panoz sein Debüt bei den großen Sportwagenrennen. Beim 24-Stunden-Rennen von Daytona fiel er aus, bei den 12 Stunden von Sebring wurde er Vierter und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans Siebter in der Gesamtwertung. In Le Mans verfehlte er 2004 den Gesamtsieg nur knapp. Nach 24 Stunden Fahrzeit musste sich das Trio Davies/Herbert/Smith nur um eine Minute dem siegreichen Audi R8, in dem unter anderem Tom Kristensen saß, geschlagen geben. Davies fuhr dabei die schnellste Rennrunde. Zudem waren Davies und Herbert auch in der neugegründeten Le Mans Endurance Series aktiv. In der vier Rennen umfassenden Meisterschaft beendete das Duo zwei der Rennen als Gesamtsieger und gewannen so die Team- und Fahrmeisterschaft. Nach einem Engagement beim Vitaphone Racing Team fährt er seit 2008 in der FIA-GT-Meisterschaft einen Ferrari 430 GT der Ecurie Ecosse.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1998 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Panoz Motorsports Inc. Panoz Esperante GTR-1 AustralienAustralien David Brabham Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andy Wallace Rang 7
2001 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Panoz Motorsports Inc. Panoz LMP07 DeutschlandDeutschland Klaus Graf SudafrikaSüdafrika Gary Formato Ausfall Motorschaden
2003 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Veloqx Prodrive Racing Ferrari 550 GTS Maranello TschechienTschechien Tomáš Enge NiederlandeNiederlande Peter Kox Rang 9 und Klassensieg
2004 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Audi Sport UK Team Veloqx Audi R8 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Herbert Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Guy Smith Rang 2
2007 ItalienItalien Aston Martin Racing BMS Aston Martin DBR9 ItalienItalien Fabio Babini ItalienItalien Matteo Malucelli Rang 11

Sebring-Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1998 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Panoz Motorsport Panoz Esperante GTR-1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Doc Bundy FrankreichFrankreich Éric Bernard Rang 4
2003 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Veloqx Prodrive Racing Ferrari 550 Maranello TschechienTschechien Tomáš Enge NiederlandeNiederlande Peter Kox Ausfall Kupplungsschaden
2004 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Audi Sport UK Team Veloqx Audi R8 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Johnny Herbert Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Guy Smith Rang 3
2006 DeutschlandDeutschland Konrad Motorsports Saleen S7-R ItalienItalien Fabio Babini ItalienItalien Paolo Ruberti Ausfall Getriebeschaden

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]