Jedes Jahr im Juni

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Film
OriginaltitelJedes Jahr im Juni
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 88 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
Stab
Regie Marcus O. Rosenmüller
Drehbuch Silke Zertz
Produktion Dagmar Rosenbauer,
Barbara Häbe,
Wolfgang Voigt
Musik Gary Marlowe
Kamera Roman Nowocien
Schnitt Vessela Martschewski
Besetzung

Jedes Jahr im Juni ist ein deutscher Fernsehfilm des Regisseurs Markus O. Rosenmüller, der am 9. August 2013 auf Arte erstausgestrahlt wurde.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ab dem Jahr 1971 treffen sich die Verlagsangestellte Elke aus West-Deutschland und der Tischler Gregor aus Ost-Deutschland jährlich im Juni in der DDR oder in Prag. Ihre Liebesgeschichte wird von den gesellschaftlichen Umwälzungen in den beiden deutschen Staaten begleitet. Elke eröffnet ihm, dass sie für ihn bereit wäre, ihren Mann zu verlassen. Um so bestürzter ist sie, als er sich beim ersten Treffen nach dem Fall der Mauer von ihr verabschiedet, da seine Frau und er nach Kanada auswandern werden, um die jahrzehntelangen Freiheitsträume ihrer DDR-Zeit zu verwirklichen.

Vier Jahre später treffen sich die beiden wieder. Elke ist inzwischen Witwe und Gregor wurde in Kanada von seiner Frau für einen anderen Mann verlassen, was mit ein Grund für ihn war, nach Hause zurückzukehren. Elke deutet ihm gegenüber an, eine andere Bekanntschaft zu haben, und macht einen Treffpunkt für das nächste Jahr aus. So deutet sich an, dass das Liebespaar auch nach dem Fall der Mauer und dem Verlust der Ehepartner nicht zusammenfindet und es bei den jährlichen Treffen bleibt.

Durch die Stasi-Unterlagenbehörde erfährt Gregor, dass die Beziehung durch seinen Freund Frank bespitzelt wurde. Ob dieser das Verhältnis damit beschützte, wie von ihm behauptet, bleibt offen. Gregor ist sich aber bewusst, dass ihm die Stasi nie Probleme bereitet hatte, was er bei einer Bespitzelung eigentlich erwartet hätte.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Handlungsaufbau gleicht dem der erfolgreichen US-Filmkomödie Nächstes Jahr, selbe Zeit aus dem Jahr 1978. Der Film wurde vom 14. August 2012 bis zum 14. September 2012 gedreht.[2]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Im Gegensatz zum Rahmen ist die Liebesgeschichte allerdings scharf gezeichnet. Sie schafft es, den Zuschauer zu berühren und mit auf die lange Zeitreise zu nehmen. Katharina Wackernagel ist jederzeit glaubhaft: ob mit Mitte 20 oder später, Jahre nach der Wende, als reife Frau. Und Peter Schneider (Die Summe meiner einzelnen Teile) ist als zupackender Tischler aus dem Osten eine Sensation. Die beiden geben Gregor und Elke jene Wucht und Lebensnähe, die der Rest des Films vermissen lässt.“

„Katharina Wackernagel bedient hier nur auf den ersten Blick ihre häufige ‚Seelchen‘-Rolle. So nuanciert und mit so zurückgenommenen Augenspiel (sie muss ‚nur‘ ihr charismatisches Strahlen einsetzen) sah man die Schauspielerin lange nicht. Und Arthaus-Gesicht Peter Schneider wird nach dieser Arte/MDR-Koproduktion und dem RB-‚Tatort – Er wird töten‘ verstärkt fürs Fernsehen zu entdecken sein.“

Rainer Tittelbach: Tittelbach.tv[4]

„Der wohl schönste Film zum Tag der Deutschen Einheit … Wir lieben uns, weil wir uns immer wieder trennen und nur selten sehen – die starke ARD-Produktion ‚Jedes Jahr im Juni‘ hält ihre Idee bis zu einem konsequenten Ende durch.“

Joachim Hirzel: Focus[5]

„Schon von der Anlage her hat der Film folglich gar keine Chance auf eine glaubwürdige dynamische Entwicklung, sondern zeigt sich als sprödes Gefüge von Drehbuchideen, die auf allzu bemühte Weise in eine Liebesgeschichte mit schmonzettenhaften Zügen gekleidet wurden.“

Harald Keller: Frankfurter Rundschau[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Jedes Jahr im Juni. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, August 2013 (PDF; Prüf­nummer: 140 621 V).
  2. Jedes Jahr im Juni bei crew united
  3. Eine heimliche Affäre. In: TV-Kritik. Frankfurter Neue Presse, 29. September 2013, archiviert vom Original am 22. April 2016; abgerufen am 24. Januar 2019.
  4. Rainer Tittelbach: Jedes Jahr im Juni. In: tittelbach.tv. Tittelbach.tv, 21. August 2013, abgerufen am 26. August 2013.
  5. Joachim Hirzel: Der wohl schönste Film zum Tag der Deutschen Einheit. In: focus.de. Focus, 3. Oktober 2013, abgerufen am 9. Oktober 2013.
  6. Harald Keller: Ostmänner sind bessere Liebhaber. In: TV-Kritik. Frankfurter Rundschau, 9. August 2013, archiviert vom Original am 14. August 2013; abgerufen am 24. Januar 2019.