Jochen Hippel

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Jochen Hippel (* 14. Oktober 1971 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Musiker, der während der 16-Bit-Computerära Musik für Computerspiele und -demos arrangierte und komponierte.

Während seiner Schulzeit experimentierte Hippel mit dem C64. Später gehörte er unter dem Pseudonym Mad Max der Gruppe The Exceptions (kurz: TEX) an, die Demos für den Atari ST entwickelte.

Hippels Musik basierte häufig auf Klassikern der C64-Musik anderer Komponisten und wurde für den ST-Soundchip YM2149 von ihm neu arrangiert. Den YM2149 konnte Hippel durch eigene Programmierung sehr weit ausreizen, sodass bspw. Klänge ähnlich dem im C64 verwendeten SID erreicht wurden, die mit dem Soundchip des Atari ST nicht möglich schienen.

Auftraggeber für kommerzielle Produktionen sowie z.T. originäre Kompositionen für Computerspiele war u.a. Thalion Software. Remixe dieser Werke veröffentlichte Hippel auf dem CD-Album Give it a try.

Als Mitglied von TEX hatte er ebenso wie die gesamte Gruppe selbst in der Demoszene des Atari ST einen großen Bekanntheitsgrad. Veröffentlichungen von TEX, wie bspw. LCD (Little Color Demo) oder B.I.G.-Demo (Best In Galaxy), zeigen durch technische Tricks ungeahntes Potenzial des Atari ST, indem sie z. B. durch Displaylist-Interrupts die gesamte Farbpalette eines ST gleichzeitig auf dem Bildschirm darstellen, obwohl dies von den Entwicklern der Hardware so nicht vorgesehen war.

Die Demogruppe TEX schloss sich später der Allianz The Union an und leistete einen Beitrag zu The Union Demo.

Spiele mit Musik von Hippel[Bearbeiten]

Für die Spiele Atomix (1990) und Trex Warrior - 22nd Century Gladiator (1991) steuerte Hippel die Musik für das Thalion Intro bei.

Siehe auch: Atari Demos

Weblinks[Bearbeiten]