Johann Adolf Schlegel

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Johann Adolph Schlegel, Stich von Johann Elias Haid
Johann Adolf Schlegel; Gemälde von G. W. Thielo.

Johann Adolph Schlegel, modernisiert Johann Adolf Schlegel, (* 17. September 1721 in Meißen; † 16. September 1793 in Hannover) war ein deutscher Dichter und evangelischer Geistlicher, Bruder des Johann Elias Schlegel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seinem Studium in Leipzig, wo er sich mit Christian Fürchtegott Gellert befreundete, wurde er 1751 Diakonus und Lehrer zu Pforta, 1754 dann Pastor und Professor der Theologie zu Zerbst und 1759 Pastor erst an der Marktkirche (Hannover), später an der Neustädter Hof- und Stadtkirche, 1775 auch Konsistorialrat und Superintendent in Hannover. 1781 wurde er zudem Generalsuperintendent der Hoya-Diepholz und 1787 der Calenberg. Er starb 1793 in Hannover.[1]

Schlegel arbeitete an der Zeitschrift Bremer Beiträge mit und veröffentlichte eine Erläuterung von Charles BatteuxEinschränkung der schönen Künste auf Einen Grundsatz (dritte Auflage, Leipzig 1770, zwei Bde.). Von seinen Gedichten erhielten sich 70 Kirchenlieder.

August Wilhelm Iffland, den sein Vater ursprünglich für die geistliche Laufbahn vorgesehen hatte, beschrieb in seinen Memoiren den „besondern Eindruck“, den der Prediger Schlegel auf ihn als Jugendlichen gemacht hatte: „Früher als er die Menge hingerissen hat, riß er mich zur herzlichsten Rührung hin. Der Ton der Überzeugung, der väterlichsten Liebe athmete aus seinen herzlichen Reden. Oft wurde er selbst so ergriffen, daß er inne halten mußte. […] Jedermann liebte ihn […] Schlegel machte mir das Lehramt ehrwürdig.“[2] Schlegel hatte zehn Kinder. Seine Söhne August Wilhelm und Friedrich Schlegel gelten als Mitbegründer der Romantik.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carl Bertheau: Artikel „Schlegel, Johann Adolf“, in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 31 (1890), S. 385–387, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource (abgerufen am 9. September 2013).
  2. August Wilhelm Iffland: Über meine theatralische Laufbahn. Deutsche Litteraturdenkmale des 18. und 19. Jahrhunderts, Bd. 24. Göschen, Stuttgart 1886, S. 14.