Johann Anselm Steiger

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Johann Anselm Steiger (* 30. März 1967 in Tübingen) ist seit 2001 Professor für Kirchen- und Dogmengeschichte am Fachbereich Evangelische Theologie der Universität Hamburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steiger war zunächst Assistent für Praktische Theologie in Heidelberg (1991–1996) und habilitierte sich 1994 in Kirchen- und Dogmengeschichte in Leipzig. 1995–2000 war er Leiter der Johann-Gerhard-Forschungsstelle an der Universität Heidelberg. Außerdem nahm er von 1995 bis 2001 Vertretungsprofessuren in Saarbrücken, Hamburg und Oldenburg wahr.

2002 engagierte er sich für die Erhaltung historischer protestantischer Kirchenbibliotheken [1].

Steiger ist der Sohn des Theologen Lothar Steiger und der Theologin und Musikwissenschaftlerin Renate Steiger.

Arbeitsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steiger beschäftigt sich insbesondere mit der lutherische Theologie und Frömmigkeit in der Barockzeit und der Aufklärung. Weitere Felder seiner Forschung sind Reformation, Editorik, Grenzgebiete zwischen Literatur und Theologie, das Verhältnis von Juden und Christen in seiner Geschichte sowie Auslegungsgeschichte.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Ludwig Ewald (1748–1822). Rettung eines theologischen Zeitgenossen. Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte 62. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996
  • Johann Gerhard (1582–1637). Studien zu Theologie und Frömmigkeit des Kirchenvaters der lutherischen Orthodoxie. Doctrina et Pietas Abt. I, Bd. 1. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1997
  • Unverhofftes Wiedersehen mit Johann Peter Hebel. Studien zur poetischen und narrativen Theologie Hebels. Palatina Verlag, Heidelberg 1998
  • (Hrsg.:) Johann Lorenz von Mosheim, Die Macht der Lehre Jesu über die Macht des Todes, annotiert und mit einem Nachwort sowie einem Beitrag über Mosheims Predigten. Doctrina et Pietas Abt. II, Bd. 1. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1998
  • (Hrsg. u. komm.:) Johann Gerhard, Meditationes Sacrae (1603/4). Mit einem Faksimile des Autographs. Doctrina et Pietas Abt. I, Bd. 2. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1998
  • (Hrsg. u. komm.:) Johann Gerhard, Meditationes Sacrae (1606/7). Lateinisch-deutsch. 2 Bde. Doctrina et Pietas Abt. I, Bd. 3,1–2. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 2000 (795 S.)
  • Matthias Claudius (1740–1815). Totentanz, Humor, Narretei und Sokratik. Mit dem Totentanz von J. K. A. Musäus und J. R. Schellenberg (1785) und zahlreichen weiteren Illustrationen. Palatina-Verl., Heidelberg 2002 ISBN 3-932608-30-5
  • Die Sehnsucht nach der Nacht. Frühromantik und christlicher Glaube bei Novalis (1772–1801). Manutius-Verl., Heidelberg 2003 ISBN 3-934877-23-0
  • (Bearb. u. Hrsg., unter Mitw. v. Peter Fiers:) Bibliographia Gerhardina. 1601–2002. Verzeichnis der Druckschriften Johann Gerhards (1582–1637) sowie ihrer Neuausgaben, Übersetzungen und Bearbeitungen. Doctrina et pietas 1/9. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 2003 ISBN 3-7728-1930-3
  • 500 Jahre Theologie in Hamburg. Hamburg als Zentrum christlicher Theologie und Kultur zwischen Tradition und Zukunft. Mit einem Verzeichnis sämtlicher Promotionen der Theologischen Fakultät Hamburg. Arbeiten zur Kirchengeschichte 95. de Gruyter, Berlin/New York 2005 ISBN 3-11-018529-6
  • (Hrsg. u. komm.:) Friedrich Breckling, Autobiographie. Ein frühneuzeitliches Ego-Dokument im Spannungsfeld von Spiritualismus, radikalem Pietismus und Theosophie. Frühe Neuzeit 109. Niemeyer, Tübingen 2005 ISBN 3-484-36609-5
  • (Hrsg. u. komm.:) Leonhard Hutter, Compendium locorum theologicorum ex Scripturis Sacris et Libro Concordiae, lateinisch – deutsch – englisch. 2 Teilbde. Doctrina et Pietas Abt. II, Bd. 3. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 2006 (1144 S.) ISBN 3-7728-1872-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siehe den Nachweis des Volltextes im Pfarrerblatt