Johann Baptist Bernlochner

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Dräxlmaierschlösschen in Landshut Berg, 1832
Bernlochner-Komplex in Landshut, mit Restaurant (links) und Theater (Mitte), 1841
Wohn- und Geschäftshaus in Landshut, Mitte 19. Jh
Katholische Pfarrkirche St. Vitus in Dingolfing, 1849

Johann Baptist Bernlochner (* 1799; † 8. November 1869 in Landshut) war ein Baumeister und Theaterunternehmer. Er baute Häuser in und um Landshut, vor allem den Bernlochner-Komplex mit einem Theater.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1826 erhielt Bernlochner das Landshuter Bürgerrecht.[1] Ab 1830 errichtete er Häuser in Landshut, von denen einige heute Baudenkmäler sind. 1835 stand er neben Simon Pausinger der Lokalbaukommission der Stadt Landshut vor.[2] 1839 erbaute er das Ottonianum.

Ab 1839 erwarb Bernlochner mehrere Grundstücke an der Isar[3] und eröffnet hier 1841 den Gasthof zum Goldenen Hahn, der bis heute als Restaurant Bernlochner betrieben wird.[4] Seit Frühjahr 2016 sind das Restaurant wie auch die Bernlochnersäle im Besitz der Stadt Landshut.[5][6]

Im Oktober 1941 wurde das daran angeschlossene Theater eröffnet und der Bernlochner-Komplex rasch kultureller Mittelpunkt Landshuts.[1][7] Die Bälle im Redoutensaal, ab 1857 erstmals von Bernlochner mit modernen 100 Gasleuchten ausgestattet, waren gesellschaftliche Höhepunkte in Landshut. Bernlochner hatte dort eine eigene Loge.[8] Der Redoutensaal ist bis heute in Betrieb.[9]

Auf Bernlochners Initiative errichtete die Stadt Landshut 1858 ihre erste Gasfabrik für die Gasversorgung und legte damit den Grundstein für die heutigen Stadtwerke Landshut.[10][11]

1849 baute er die Katholische Pfarrkirche St. Vitus in Teisbach bei Dingolfing, 1857 die Backstein-Gebäude des Bahnhofs Landshut. 1858 gründete er die Freiwillige Feuerwehr Landshut, bei der er 1. Kommandant war.[1] Nachdem er 1869 bei einem Konkurs sein gesamtes Vermögen verloren hatte, starb er nach einem Schlaganfall.[12]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. 8000 Persönlichkeiten aus 15 Jahrhunderten. Pustet, Regensburg 1983, S. 65

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c bavarikon.de: Bernlochner, Johann Baptist: 1799 — 1869 Landshut; Theaterunternehmer (Memento des Originals vom 19. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bavarikon.de
  2. Königlich-Bayrisches Intelligenzblatt, 1835
  3. zugabe-landshut1.jimdo.com (Memento des Originals vom 13. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/zugabe-landshut1.jimdo.com
  4. bernlochner-restaurant.de Geschichte
  5. landshut.de: Restaurant Bernlochner öffnet seine Pforten
  6. wochenblatt.de: Sanierung Stadttheater: Jetzt soll Bewegung in die Sache komme
  7. Gerhard Tausche, Werner Ebermeier: Geschichte Landshuts. C. H. Beck, München 2003, ISBN 3-406-51048-5.
  8. rundschau24.de
  9. messe.la: Redoutensaal und Nebenzimmer
  10. stadtwerke-landshut.de: Das Gaswerk versorgt Landshut mit dem umweltfreundlichen Erdgas (Memento des Originals vom 17. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.stadtwerke-landshut.de
  11. landshut.de: 1856
  12. web.idowa.de: Unbekannt im Ehrengrab (Memento des Originals vom 15. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/web.idowa.de