Dietramszell

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Dietramszell
Dietramszell
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Dietramszell hervorgehoben

Koordinaten: 47° 51′ N, 11° 36′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Bad Tölz-Wolfratshausen
Höhe: 685 m ü. NHN
Fläche: 96,82 km2
Einwohner: 5505 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 83623
Vorwahlen: 08027, 08171, 08176
Kfz-Kennzeichen: TÖL, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 73 118
Gemeindegliederung: 60 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Richteranger 10
83623 Dietramszell
Website: www.dietramszell.de
Erster Bürgermeister: Josef Hauser[2] (Freie Wählergemeinschaft Dietramszell)
Lage der Gemeinde Dietramszell im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Starnberger SeeAmmerseeÖsterreichLandkreis EbersbergLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis Landsberg am LechLandkreis MiesbachLandkreis MünchenLandkreis RosenheimLandkreis StarnbergLandkreis Weilheim-SchongauWolfratshauser ForstPupplinger AuPupplinger AuBad HeilbrunnBad TölzBenediktbeuernBichlDietramszellEglingEurasburg (Oberbayern)GaißachGeretsriedGreilingIckingJachenauKochel am SeeKönigsdorf (Oberbayern)LenggriesMünsingReichersbeuernSachsenkamSchlehdorfWackersbergWolfratshausenKarte
Über dieses Bild
Lochen bei Dietramszell
Maibaumsetzen in Dietramszell 2007

Dietramszell ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Bayerisches Oberland zwischen München und Bad Tölz, begrenzt von der Isar im Westen inmitten der voralpenländischen Moränenlandschaft. Die Gemeinde erstreckt sich auf 60 Gemeindeteile, die auf einer Fläche von 96,78 km² verteilt sind.

Gemeindeteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 60 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Augustiner-Chorherrenstift wurde 1098 von Tegernseer Mönchen unter Abt Udalschalk gegründet. Erster Propst des Augustiner-Chorherren-Stifts war Dietram. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gelang es den Pröpsten Petrus Offner aus Beuerberg und Dietram II. aus Weilheim durch eine großzügige Bautätigkeit das Kloster zu einem Barockjuwel umzugestalten. Der Ort selbst war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene geistliche Hofmark, die 1803 mit dem Kloster aufgehoben wurde. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Dietramszell.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform schlossen sich die früher selbstständigen Gemeinden Baiernrain, Dietramszell, Föggenbeuern, Linden und Manhartshofen am 1. Januar 1972 freiwillig zu der heutigen Gemeinde zusammen. Als Name der neuen Großgemeinde wählte man nach dem Willen der Mehrheit der Wahlberechtigten Dietramszell. Am 1. Juli 1972 folgte Ascholding.[4] Am 1. Mai 1978 kam noch die Orte Au, Bairawies, Berg, Habichau, Hechenberg, Helfertsried, Niederreuth, Spöttberg, Unterleiten und Walleiten,[5] der nördliche Teil der ehemaligen Gemeinde Kirchbichl zum Gemeindegebiet hinzu.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 4276 auf 5459 um 1183 Einwohner bzw. um 27,7 %.

  • 1961: 3564 Einwohner (heutige Gemeindegrenzen)
  • 1970: 3751 Einwohner (heutige Gemeindegrenzen)
  • 1987: 4192 Einwohner
  • 1991: 4591 Einwohner
  • 1995: 4835 Einwohner
  • 2000: 4935 Einwohner
  • 2005: 5282 Einwohner
  • 2010: 5239 Einwohner
  • 2015: 5442 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat Dietramszell
3
7
4
6
Insgesamt 20 Sitze
Rathaus

Nach der Gemeinderatswahl am 15. März 2020 hat der Gemeinderat 20 Mitglieder. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Erste Bürgermeister.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Josef Hauser (Freie Wählergemeinschaft Dietramszell) ist seit 1. Mai 2020 berufsmäßiger Erster Bürgermeister.[7] Er wurde bei der Bürgermeisterwahl 2020 am 15. März 2020 mit 56,6 % der gültigen Stimmen gewählt.[2] Seine Vorgängerin war vom Mai 2008 bis April 2020 Leni Gröbmaier (BLD Bürgerliste Dietramszell). Bis April 2008 war Hans Demmel (CSU) Bürgermeister.

Gemeindesteuern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2012 insgesamt 3,780 Millionen Euro, davon waren netto 709.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen. Größter Einnahmeposten war jedoch der Anteil an der Einkommensteuer mit 2,554 Millionen Euro.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Dietramszell.svg
Blasonierung: „In Blau ein erhöhter silberner Wellenbalken, überdeckt von einem geöffneten silbernen Zelt mit goldenem Knopf auf der Kuppe, in der M-förmigen roten Öffnung ein sechsstrahliger goldener Stern.“[8]

Wappengeschichte: Das Gemeindewappen lehnt sich weitgehend an das alte Wappen des Augustinerchorherrenstifts Dietramszell an, das seit der Gründung im 12. Jahrhundert bis zur Säkularisation 1803 der kirchliche, wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt der Gemeinde war. Das heraldisch stilisierte Zelt, ein volkstümliches, jedoch für den Ortsnamen falsch redendes Bild, findet sich erstmals im Propsteisekret von 1494. Der Stern kommt seit dem 17. Jahrhundert ebenfalls in der Klosterheraldik vor. Das M nimmt Bezug auf den ursprünglichen Namen des Klosters, Cella beati Martini, und auf das Patrozinium der Klosterkirche (ehemalige Pfarrkirche). Der Wellenbalken, ein heraldisches Flusssymbol, verweist auf die Lage der durch Zusammenlegung der früheren Gemeinden Dietramszell, Ascholding, Baiernrain, Föggenbeuern, Linden und Manhartshofen entstandenen Gemeinde, deren Gebiet bis zur Isar reicht.[9] Dieses Wappen wird seit 1977 geführt.[10]

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partnergemeinde von Dietramszell ist Baignes-Sainte-Radegonde im französischen Département Charente.

Ehemalige „Ehrenbürger“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wegen der Verbundenheit der Familie von Schilcher zum damaligen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg erhielt dieser am 14. September 1926 die Ehrenbürgerwürde der Gemeinde. Zwei Monate nachdem Hindenburg Ende Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt hatte, verlieh der Gemeinderat von Dietramszell einstimmig auch diesem die Ehrenbürgerwürde.[11] Dieses Vorgehen war nicht ungewöhnlich, jedoch zogen die meisten deutschen Gemeinden nach dem Zweiten Weltkrieg die Anerkennung der Ehrenbürgerwürde für Hitler demonstrativ zurück oder ließen sie verfallen. Nicht so einige wenige – vorwiegend süddeutsche – Gemeinden, darunter Dietramszell. In seiner Sitzung vom 10. Dezember 2013 widersetzte sich der Gemeinderat mit acht gegen acht Stimmen dem Entzug der Ehrenbürgerschaft von Hindenburg, Hitler und anderen Nationalsozialisten. Die Entscheidung führte zu überregionaler und internationaler Kritik.[12] Am 17. Dezember 2013 wurden in einer eigens dafür einberufenen Gemeinderatssitzung die fraglichen Ehrenbürgerschaften einstimmig aberkannt.[13] Der Aktionskünstler Wolfram Kastner holte danach auch die Hindenburg-Büste vom Sockel, die bis dahin öffentlich sichtbar geblieben war.[14]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionsgemeinschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Dietramszell mit der ehemaligen Stiftskirche und heutigen Pfarrkirche

Katholischer Pfarrverband Dietramszell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Pfarrverband Dietramszell, der zum Römisch-Katholischen Erzbistum München und Freising gehört, zählen sich die Bereiche Ascholding, Dietramszell, Hechenberg und Kirchbichl, Linden und Lochen und Thankirchen. Der Pfarrverband hat seinen Sitz in Dietramszell.[15] Die Geschichte der katholischen Kirche im Ort ist eng mit dem Kloster verbunden.

Kloster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster Dietramszell beherbergt heute sowohl ein Kloster der Salesianerinnen als auch einen Kindergarten und die Montessorischule Dietramszell (staatlich genehmigte Grund- und Mittelschule).[16] Bedeutend ist die Klosterkirche Maria Himmelfahrt im Stil des Spätbarocks. Die Ausstattung stammt von Johann Baptist Zimmermann und Franz Xaver Schmädl.

Evangelisch-Lutherische Kirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon im 16. Jahrhundert fasste reformatorisches Gedankengut im Oberland Fuß und hinterließ im bis dahin fest gefügten Umfeld des Klosters seine Spuren. Auch der Dreißigjährige Krieg forderte seinen Tribut.[17] Nachdem nach 1797 mit Königin Karoline die ersten evangelischen Siedler nach Oberbayern kamen, verzeichnet die Chronik für 1867 zwei evangelische Christen in Dietramszell und drei in Baiernrain. Schon damals zählten sie sich zur Gemeinde in Holzkirchen. Die ersten evangelischen Gottesdienste fanden nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst im Sitzungssaal des Gemeinderates statt, dann in einem Saal des Klosters, der Kapelle auf dem Friedhof am Kreuzbichl und schließlich in der Schule.

Am ersten Advent 1961 wurde die Michaelskapelle am Schwaiganger eingeweiht in der bis heute die Gottesdienste der Gemeinde stattfinden. Im Gebiet des Nordhofs, eines ehemaligen Klosterbetriebes, hatte die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Holzkirchen ein Grundstück erwerben können. Architekt Franz Lichtblau plante und leitete die Bauarbeiten. Die Kapelle bildet dabei den Mittelpunkt des Gebäudes, angegliedert sind Nebenräume mit einem zusätzlichen Gemeinderaum, der auch als Erweiterung des Gottesdienstraumes dient, sowie eine Wohnung.

Evang.-Luth. Michaelskapelle Dietramszell

Der schlichte Innenraum, ein Würfel mit ungefähr sieben Meter Kantenlänge, strahlt eine fast klösterliche Klarheit aus. So fällt das Licht aus sechs unter der Decke befindlichen Fenstern ein. Besonders fällt die Fensterrosette über dem Altar ins Auge, deren Gussgläser ein blutrotes Kreuz zeichnen. Altar, Kanzel und Taufstein sind aus heimischem Nagelfluh hergestellt und stehen für die Gnade Christi, die durch die Sakramente (nach evangelischem Verständnis Taufe und Abendmahl) die Christen erreicht. Die Rosette und die Supraporte über dem Eingang mit dem Michaelsthema wurden von Hubert Distler gestaltet. Die Kapelle wurde bewusst nach dem Erzengel Michael benannt, der für den Kampf des göttlichen Lichtes mit den widergöttlichen Mächten der Finsternis steht. Die Michaelsglocke in dem kleinen Dachreiter soll die Gemeinde zu Gebets- und Gottesdienstzeiten an ihren Auftrag der Verkündigung des Evangeliums Gottes erinnern. Im Jahr 2009 wurde der gesamte Komplex mit großzügiger Unterstützung der Erika-und-Peter-Schilffarth-Stiftung aus Holzkirchen renoviert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht.[18]

Der Bereich der politischen Gemeinde Dietramszell gehört zum größten Teil zum zweiten Sprengel der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Holzkirchen mit Sitz in Sauerlach.[19] Die Gebiete um Bairawies und Ascholding werden von der evang.-luth. Kirchengemeinde Wolfratshausen betreut, der südliche Gemeindeteil gehört zur evang.-luth. Kirchengemeinde Bad Tölz. Im Bereich der evangelischen Kirchengemeinde Holzkirchen leben – nach dem Stand der Volkszählung von 1987 – auf Dietramszeller Flur rund 350 evangelische Christen.[20]

Persönlichkeiten der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Dietramszell – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Dietramszell – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden (Stand: 01.05.2020). (xlsx) Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 31. Mai 2020.
  3. Gemeinde Dietramszell in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 2. Juli 2017.
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 595.
  5. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 40, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat – Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen; Fußnote 3).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 569.
  7. Gemeinderat. Gemeinde Dietramszell, abgerufen am 7. Juni 2020.
  8. Eintrag zum Wappen von Dietramszell in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  9. Zitat Eintrag zum Wappen von Dietramszell in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  10. Eintrag zum Wappen von Dietramszell in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte m.w.N.
  11. Ehrenbürgerwürde für Hitler am 17. März 1933.
  12. Petra Schneider: Umstrittene Ehrenbürger Hitler und Hindenburg: Ohne Worte. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 18. Dezember 2016]).
  13. Petra Schneider: Im zweiten Anlauf auf Distanz zu Hitler Süddeutsche Zeitung, 18. Dezember 2013.
  14. Ernst Antoni: Öffentliche Eingriffe. Die Aktionen des Münchner Künstlers Wolfram Kastner in antifa 9/2014.
  15. Pfarrverband Dietramszell. Pfarrverband Dietramszell, abgerufen am 22. Februar 2013.
  16. https://www.montessori-dietramszell.de/
  17. Stephanie Haberer: Klöster in Bayern: Dietramszell. Haus der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 22. Februar 2013.
  18. Evang.-Luth. Kirchengemeinde Holzkirchen (Hrsg.): 100 Jahr Apostel-Thomas Kirche. Holzkirchen 1998, S. 41 f. (Festschrift).
  19. Die evangelische Gemeinde Holzkirchen. Die Gemeinde. Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Holzkirchen, abgerufen am 29. April 2018.
  20. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): statistik kommunal 2010. München 2011.