Johann Graf (Unternehmer)

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Johann F. Graf (* 3. Jänner 1947 in Wien[1]) ist ein österreichischer Unternehmer sowie Multimilliardär. Er ist Gründer und Alleinaktionär[2][3] der Novomatic AG.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf wuchs bei seinen Großeltern in einfachen Verhältnissen in Wien-Döbling auf, absolvierte eine Fleischhauerlehre und war im Alter von 23 Jahren Österreichs jüngster Fleischhauermeister. Den elterlichen Betrieb, eine Fleischhauerei mit Wirtshaus und einigen Fremdenzimmern, wollte Graf jedoch nicht fortführen[4].

1974 gründete er mit dem Elektrohändler Gerhard Brodnik die Brodnik & Graf GmbH und startete mit dem Import von belgischen Flipper-Automaten, die in Wirtshäusern und Cafés aufgestellt wurden. Im Jahr 1980 stieg er auf die Herstellung von Glücksspielautomaten um und rief mit einem Startkapital von 50.000 Schilling die Novomatic Automatenhandels GmbH ins Leben[5].

Erste Erfolge stellten sich ab 1982 ein, als er in der Schweiz eine Vertriebsfirma gründete und dort bald 70 % des Marktes beherrschte. 1990 hatte Novomatic bereits Niederlassungen in mehr als 50 Ländern. Infolgedessen wuchs sein Unternehmen mit rund 23.000 Mitarbeitern zu „einem der größten integrierten Glücksspielkonzerne der Welt“ und zur „unangefochtenen Nummer eins in Europa“. Sein Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt Hightech-Glücksspiel-Equipment in mehr als 80 Staaten. Der Konzern betreibt selbst und vermietet in 50 Ländern und über 1.600 elektronischen Casinos, Spielbanken sowie Sportwettelokalen mehr als 235.000 Glücksspielautomaten[6].

Vermögen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Graf gilt neben Dietrich Mateschitz, Rene Benko und Karl Wlaschek als der erfolgreichste Selfmade-Milliardär Österreichs in der Nachkriegszeit. Vom Wirtschaftsmagazin Trend wurde Graf zum „Mann des Jahres 2008“ gekürt[4].

Grafs Reichtum stieg kontinuierlich, so galt er 2008 mit 3,5 Mrd. Euro noch als sechstreichster Österreicher[4] und kletterte bis 2012 mit 5,3 Mrd. Euro Vermögen zur Nummer eins in Österreich. 2012 war er mit einem Vermögen von 5,3 Milliarden Dollar, zusammen mit Dietrich Mateschitz der reichste Mann Österreichs und Nummer 193 der Welt.[7] 2015 war er mit einem Vermögen von 6,6 Mrd. Dollar zweitreichster Österreicher und auf Platz 208 der Forbes-Liste genannt.[8]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Johann F. Graf lebt derzeit in Baden bei Wien, ist geschieden, hat drei Söhne und gilt als besonders öffentlichkeitsscheu. Sein ältester Sohn, Thomas Graf, ist Technologievorstand der Novomatic AG[9].

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Auszeichnung der Novomatic-Gruppe mit dem österreichischen Staatswappen[1]
  • 1996: Ernennung zum Kommerzialrat[1]
  • 1999: Senator des UNESCO-Mitgliedes IOV[1]
  • 2003: Verleihung des Titels Professor vom Bundespräsidenten der Republik Österreich[10]
  • 2008: Trend – „Mann des Jahres“

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d F. Johann Graf. Algomedia Presseservice - Club Carriere, abgerufen am 13. Juli 2012.
  2. Rainer Fleckl: Das Novomatic-Universum im Überblick, Addendum, 13. Oktober 2017, abgerufen am 14. November 2017
  3. Endgültige Bedingungen des Emissionsprogramms der Novomatic AG, Seite 15 auf wienerbörse.at, 17. Jänner 2013, abgerufen am 14. November 2017
  4. a b c Karl Riffert: Johann F. Graf ist der Mann des Jahres: Vom Fleischermeister zum Milliardär. Trend, 11. Dezember 2008, abgerufen am 13. Juli 2012.
  5. Karl Riffert: Interview mit Professor Johann GRAF. In: Trend (Ausgabe 7/2007). Wiener Prater, Juli 2007, abgerufen am 13. Juli 2012.
  6. Halbjahresbericht. 30. Juni 2016, abgerufen am 29. Dezember 2016.
  7. Johann Graf. Forbes Magazine, März 2012, abgerufen am 13. Juli 2012.
  8. derStandard.at - Mateschitz reichster Österreicher, Stronach gewinnt dazu. APA-Meldung vom 3. März 2015, abgerufen am 3. März 2015.
  9. Johann Graf: Der Fleischhauer als Milliardär. derStandard.at, 2. Juli 2012, abgerufen am 13. Juli 2012.
  10. Österreichs Präsident ehrt Novomatic-Gründer Johann F. Graf. (Nicht mehr online verfügbar.) Automatenmarkt, 4. Juni 2003, archiviert vom Original am 4. Dezember 2015; abgerufen am 13. Juli 2012. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/akayrqw.automatenmarkt.de

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]