Johann Peter Brinckmann

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Johann Peter Brinckmann (* 13. Juni 1746 in Orsoy am Rhein; † 26. Juni 1785 in Sankt Petersburg) war ein deutscher Mediziner.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brinckmann studierte in Duisburg, Göttingen und Leiden und wurde dort 1765 promoviert. Später war er praktizierender Arzt in Kleve und Düsseldorf. Anschließend wurde er Medizinalrat und Leibarzt des Jülich-Bergischen Fürstenhauses und insbesondere des Großfürsten Paul von Russland. Besondere Bedeutung erlangte er für seine Bemühungen die hygienischen Gegebenheiten zu verbessern.[1] Verheiratet war er mit Gertrude Günther aus Solingen. Die Tochter Marie Luise (1776–1845) heiratete 1796 Georg Arnold Jacobi (1768–1845), Geheimer Regierungsrat in Pempelfort, Sohn des Friedrich Heinrich Jacobi (1743–1819).[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anweisung für Aerzte und Wundärzte, um bei gerichtlichen Untersuchungen vollständige Visa reperta zu liefern. - 2., verm. Aufl. - Düsseldorf : Dänzer, 1791. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  • Beweis der Möglichkeit, daß einige Leute lebendig können begraben werden. - Düsseldorf ; Cleve ; Leipzig : Baerstecher, 1772 Digitalisierte Ausgabe
  • Beyträge zu einer neuen Theorie der Gährungen. - Düsseldorf u. a. : Baerstecher, 1774. Digitalisierte Ausgabe
  • Brief über die Würkung des Blattereiters bey der Inoculation. - Düsseldorf : Neue Buchh, 1774. Digitalisierte Ausgabe
  • Johann Pet. Brinckmanns Bemerkung über die neuerdings vorgeschlagene, und an einer Kreissenden verrichtete Operation der Durchschneidung der Symphyse der [...]. - Düsseldorf : Bauer, 1778. Digitalisierte Ausgabe
  • Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der chirurgischen Anstalten und Verhütung des Einreissens der Epidemien bei den Armeen. - Düsseldorf : Verl. der Akad. Kunst und Buchh, 1780. Digitalisierte Ausgabe
  • Patriotische Vorschläge zur Verbesserung der Medicinal-Anstalten hauptsächlich der Wundarznei und Hebammenkunst auf dem platten Lande. - Düsseldorf : Stahl, 1778. Digitalisierte Ausgabe
  • Philosophische Betrachtungen eines Christen über Toleranz in Religion, zur Grundlage der Vereinigung sämmtlicher Religionen. - Frankfurt ; Leipzig i.e. Düsseldorf, 1780. Digitalisierte Ausgabe
  • Vergleichung der Erziehung der Alten mit der heutigen, und Untersuchung welche von beiden mit der Natur am meisten übereinstimme. - Deßau ; Leipzig : Buchh. der Gelerten [!], 1784. Digitalisierte Ausgabe

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biographisches Lexikon der hervorragenden Ärzte aller Zeiten u. Völker, 2. Aufl. 1935. Zitiert nach dem WBIS
  2. Friedrich Maximilian Bernhard Johannes Jacobi: Genealogisches Verzeichnis der Familie Jacobi im Rheinischen Familienzweige von den ältesten namhaft gemachten Voreltern an, Druck Martin Oldenbourg, Berlin, 1896 Digitales S. 5