Zum Inhalt springen

Johanna Adorján

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Johanna Adorján

Johanna Adorján [ˈɒdorjaːn] (geboren 1971 in Stockholm) ist eine dänisch-deutsche Journalistin und Schriftstellerin.

Adorján wurde als Tochter des in Ungarn geborenen Flötisten András Adorján und der deutschen Flötistin Marianne Henkel-Adorján geboren. Ihr Vater war mit seinen Eltern während des Ungarischen Volksaufstandes 1956 nach Dänemark geflüchtet. Die dänische Staatsangehörigkeit übernahm sie von ihrem Vater, obwohl sie selbst nie in Dänemark gelebt hat.[1] Adorján wuchs seit 1974 in München auf. Dort besuchte sie die Bayerische Theaterakademie August Everding und studierte Theater- und Opernregie. Seit 1994 ist sie journalistisch tätig (u. a. für Jetzt, das Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung, Tagesspiegel, Spiegel). Sie schrieb von 2001 bis 2016 aus Berlin für die Feuilletonredaktion der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. 2016 wechselte sie zur Süddeutschen Zeitung. Seit 2019 verantwortet sie als Nachfolgerin von Rainer Erlinger die Rubrik Gewissensfragen im SZ-Magazin

Ihr 2009 erschienener Roman Eine exklusive Liebe wurde in achtzehn Sprachen übersetzt. Sie schildert darin den gemeinsamen Freitod ihrer in Dänemark lebenden Großeltern Vera und István Adorján im Oktober 1991. Im Frühjahr 2013 erschien der Erzählband Meine 500 besten Freunde.

Werke (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Johanna Adorján – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Svjetlana Kabalin: András Adorján: A Flutist Honors His Hungarian Roots. In: The New York Flute Club Newsletter, Ausgabe Februar 2011, S. 1–3 (Interview mit András Adorján).
  2. Süddeutsche Zeitung: Von SZ-Autoren: Johanna Adorjáns Feuilletonroman "Ciao". Abgerufen am 10. April 2022.
  3. Auszeichnung der Gesellschaft für deutsche Sprache. Gesellschaft für deutsche Sprache, 5. Februar 2014, abgerufen am 21. September 2015.
  4. Johanna Adorján – Medium Magazin Beta. Abgerufen am 5. März 2017.
  5. Preise für SZ-Journalisten. Abgerufen am 7. Juni 2025.