John Ruggie

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John Gerard Ruggie (* 18. Oktober 1944 in Graz) ist ein österreichisch-amerikanischer Politikwissenschaftler. Er war stellvertretender UN-Generalsekretär und UN-Sonderbeauftragter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruggie wurde als Sohn von Josef und Margaret Ruggie im steirischen Graz geboren, ehe er gemeinsam mit seinen Eltern in die Vereinigten Staaten emigrierte.[1] Sein Bachelor-Studium (Politikwissenschaft und Geschichte) absolvierte er an der kanadischen McMaster University, an der University of California in Berkley legte er das Master-Examen (Politikwissenschaft) ab. Dort wurde er 1974 auch zum Ph.D. promoviert.

Seine akademische Karriere führte ihn an die Columbia University, wo er das Institut für Internationale Beziehungen leitete. Später lehrte er als Professor an der Columbia University, an der University of California in San Diego und an der Harvard University. Er ist einer der führenden Theoretiker der politikwissenschaftlichen Disziplin Internationale Beziehungen und war an der Formulierung des Neoliberalen Institutionalismus und der Regimetheorie beteiligt.

Von 1997 bis 2001 war Ruggie stellvertretender UN-Generalsekretär, UN-Sonderbeauftragter und Kofi Annans Chefberater in strategischen Planungsangelegenheiten. 1999 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Von 2005 bis 2011 war Ruggie UN-Sonderbeauftragter für Unternehmen und Menschenrechte. Sein Mandat beinhaltete die Erstellung von Berichten über die menschenrechtliche Verantwortlichkeit von multinationalen Unternehmen für den UN-Menschenrechtsrat in Genf. Der Im Dezember 2008 vorgestellte Ruggie-Bericht bot einen Überblick über die Debatte bzw. bestehende Initiativen und zeigte Lösungsansätze auf.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Biografische Angaben beruhen auf: Ruggie, John Gerard, Personenlexikon Internationale Beziehungen virtuell (PIBv), Institut für Sozialwissenschaften, Technische Universität Braunschweig