Joseph Enseling

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Joseph Bernhard Hubert Enseling (* 28. November 1886 in Coesfeld; † 16. Juli 1957 in Düsseldorf) war ein deutscher Bildhauer und Hochschullehrer.

Knochen-Karl in Hofstede, ein Denkmal für gefallene Bergarbeiter

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Enseling studierte nach einer Bildhauerlehre von 1905 bis 1910 bei dem Bildhauer Rudolf Bosselt, dem Maler und Designer Peter Behrens und dem Architekten Wilhelm Kreis an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf und von 1910 bis 1912 an der Académie Colarossi in Paris bei Aristide Maillol. Ab 1922 übte er eine Lehrtätigkeit an der späteren Folkwangschule in Essen aus und wirkte von 1938 bis 1952 als Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Joseph Beuys[1] und Hermann Blumenthal.

Enselings Werk, das häufig in Auftragsarbeit entstand, besteht aus Industrie- und Bergarbeiterdenkmälern sowie Bauplastiken, die oft in Zusammenarbeit mit lokal und regional bekannten Architekten wie Edmund Körner oder Georg Metzendorf entstanden. In Essen stammen von Enseling unter anderem die Putten (1910) auf der Moltkebrücke und in direkter Nachbarschaft zwei allegorische Giganten (1911) am Haupteingang der Baugewerkschule (des heutigen Robert-Schmidt-Berufskollegs) im Moltkeviertel sowie der Schatzgräberbrunnen (1911/1912) auf dem Marktplatz der Margarethenhöhe. Ferner schuf er Porträts von Persönlichkeiten der 1920er und 1930er Jahre und verschiedene Ehrenmale.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Enseling, Josef. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 2: E–J. E. A. Seemann, Leipzig 1955, S. 42–43.
  • Enseling, Joseph. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 5: V–Z. Nachträge: A–G. E. A. Seemann, Leipzig 1961, S. 461.
  • Enseling, Joseph. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 34, Saur, München u. a. 2002, ISBN 3-598-22774-4, S. 163.
  • Walter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche who’s who. arani, Berlin 1955, S. 245.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Joseph Enseling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Reinhard Ermen: Joseph Beuys. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2007, ISBN 3-499-50623-8.