Judikje Simons

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Judik Simons
Turnerinnen der niederländischen Goldriege von 1928.jpg

Die Turnerinnen der niederländischen Goldriege von 1928

Persönliche Informationen
Name: Judikje Simons
Nationalität: NiederlandeNiederlande Niederlande
Disziplin Geräteturnen
Geburtstag: 20. August 1904
Geburtsort: Den Haag
Sterbetag: 20. März 1943
Sterbeort: Sobibor
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Medaillen
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Gold0 Amsterdam 1928 Mannschaftsmehrkampf

Judikje Simons (* 20. August 1904 in Den Haag; † 20. März 1943 im Vernichtungslager Sobibor) war eine niederländische Kunstturnerin.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simons gewann als Reserveturnerin bei den Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam gemeinsam mit Elka de Levie, Helena Nordheim, Anna Polak, Estella Agsteribbe, Jacoba Stelma, Jacomina van den Berg, Alida van den Bos, Anna van der Vegt, Petronella van Randwijk, Petronella Burgerhof und Hendrika van Rumt die Goldmedaille im Mannschaftswettbewerb.

Weiterer Lebensweg und Ermordung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stolpersteine an der Utrechter Nieuwegracht

Fünf der zwölf Turnerinnen der niederländischen Goldriege waren jüdischer Abstammung. So auch Judikje Simons, später Themans-Simons.

Am 1. Mai 1935 heiratete sie Bernhard Salomon Themans. Beide lebten in der Centraal Israëlitisch Weeshuis in Utrecht, wo sie als Pflegeeltern für Waisenkinder angestellt waren. Nach dem Überfall des Deutschen Reiches auf die Niederlande wurde das Ehepaar mit seinen Kindern und den Pflegekindern sowie dem gesamten Personal des Waisenhauses deportiert.

Im März 1943 wurde Simons gemeinsam mit ihrem Ehemann, ihrer fünfjährigen Tochter Sonja und ihrem dreijährigen Sohn Leon im Vernichtungslager Sobibor ermordet.

Außer Simons wurden auch Helena Nordheim, Anna Polak, Estella Agsteribbe sowie ihr Trainer Gerrit Kleerekoper von den Nationalsozialisten ermordet. Lediglich Elka de Levie überlebte.

Im Jahr 2010 wurden fünf Stolpersteine des deutschen Künstlers Gunter Demnig zur Erinnerung an die Opfer auf dem Bürgersteig vor dem ehemaligen Waisenhaus verlegt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]