Julie Berthelsen

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Julie Berthelsen (2007)

Julie Ivalo Broberg Berthelsen, auch nur unter dem Kurznamen Julie bekannt (* 7. Juni 1979 in Aarhus, Dänemark) ist eine grönländische Sängerin, Schauspielerin und Fernsehmoderatorin.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julie Berthelsen wurde als Tochter der Grönländerin Helene Broberg und eines Dänen in Dänemark geboren. Als sie neun Jahre alt war, heiratete ihre Mutter den Musiker und Politiker Per Berthelsen, woraufhin sie seinen Nachnamen annahm. Obwohl sie in Dänemark geboren wurde, wuchs Julie in Grönlands Hauptstadt Nuuk auf.[1] Julie war fünf Jahre lang mit dem Handballspieler und Neffen des Premierministers Jonathan Motzfeldt, Hans Peter Motzfeldt-Kyed liiert. Sie ist seit 2009 mit dem Handballer Minik Dahl Høegh zusammen, mit dem sie den im Januar 2012 geborenen Sohn Casper Nanoq und die im Oktober 2015 geborene Tochter Sia hat.[2][3] Nach der Verlobung 2017[4] sind beide seit dem 5. Juli 2019 verheiratet.[5]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Julie Berthelsen hatte bereits im Alter von 15 Jahren begonnen, für ihren Stiefvater Background Vocals für die Band Sumé zu singen.[1] Sie war zudem im Chor aktiv und sang bei der Band Nuna (Land).[2] Mit 19 zog sie zurück nach Aarhus, um Medizin zu studieren. Bekannt wurde sie allerdings erst 2002 durch die dänische Version der Fernsehshow Popstars. Sie belegte zwar nur den zweiten Platz dieser Staffel, wurde aber bekannter und hatte mehr Erfolg als alle anderen Teilnehmer[1]. Der Einfluss der Zeit bei Sumé ist in ihren eigenen Werken weiterhin hörbar. 2010 veröffentlichte sie ein Album mit Neuaufnahmen von Liedern von Sumé.[6] 2003 wurde sie mit dem grönländischen Kulturpreis ausgezeichnet.[7] 2004 gewann Julie Berthelsen die dänischen Music Awards in den Kategorien beste Sängerin, beste Newcomerin und bestes Popalbum.[8]

Julie Berthelsen trat in Dänemark in zahlreichen Fernsehshows auf. Ihre Musik wurde mehrfach für die Fernsehserie 2900 Happiness verwendet.

Daneben hatte sie wichtige Liveauftritte, z. B. 2004 auf Schloss Christiansborg anlässlich der Hochzeit des dänischen Kronprinzen Frederik mit Mary Donaldson und 2008 auf dem sogenannten White concert, das zum 40sten Jahrestag des Erscheinens des Weißen Albums der Beatles gegeben wurde.[1] Außerdem war sie Moderatorin des Dansk Melodi Grand Prix 2010, sie verlautet die jährlichen Weihnachtsgrüße aus Grönland, war als Schauspielerin in Grönlands erstem Film aktiv und veröffentlichte ein Buch über gesunde Ernährung. Außerdem stellte sie in Aussicht auch politisch aktiv zu werden, wie es auch schon ihr Vater tat.[2]

Ende Januar 2019 wurde die bekanntgegeben, dass Julie zusammen mit Nina Kreutzmann Jørgensen mit ihrem englisch-grönländischen Lied League of Light am Dansk Melodi Grand Prix 2019 teilnehmen wird.[9] Beide erreichten den zweiten Platz hinter Leonora, die Dänemark schließlich beim Eurovision Song Contest 2019 vertreten durfte.[10]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Home
  • 2004: Julie
  • 2006: Asasara
  • 2009: Lige Nu
  • 2010: Closer

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Every Little Part of Me
  • 2003: Shout (Out Love Will Be the Light)
  • 2003: Completely Fallen
  • 2004: It's a Wonderful Feeling
  • 2004: Lover's Lullaby
  • 2008: Godt Igen (mit Søs Fenger)
  • 2011: Curtain Call (mit Bryan Rice)
  • 2013: Butterfly
  • Moments Bliss

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Julie Berthelsen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Julie Berthelsen & Martin Brygmann bei top40-charts.com
  2. a b c Biografie bei V.I.P.edia (seoghoer.dk)
  3. SE BILLEDERNE: Julie Berthelsen viser sin nyfødte datter frem bei billedbladet.dk
  4. Julie Berthelsen planlægger utraditionelt bryllup bei seoghoer.dk
  5. Nu er Julie Berthelsen blevet gift bei billedbladet.dk
  6. Julie Berthelsen bei Discogs
  7. Kulturpris auf der Seite des Naalakkersuisut
  8. Danish Music Awards - Forum 28. feb 2004 bei aok.dk
  9. Julie & Nina 'League of Light' bei dr.dk
  10. Dansk Melodi Grand Prix 2019 bei ogae.de