Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld

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Justizvollzugsanstalts-Information
Name Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld
Bezugsjahr 1862
Haftplätze 261

Die Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld ist eine Strafanstalt des Freistaates Bayern in Niederschönenfeld. Sie hat eine Belegungsfähigkeit von derzeit 261 Haftplätzen im Regelvollzug. Inhaftiert sind junge Männer bis sechsundzwanzig Jahre mit einer zu verbüßenden Mindeststrafe von 18 Monaten und einer Höchststrafe von 4 Jahren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anstalt wurde 1862 in den Räumlichkeiten des Klosters Niederschönenfeld als erstes Jugendgefängnis in Deutschland für männliche Strafgefangene im Alter von 12 bis 18 errichtet.

Nach der Niederschlagung der Münchner Räterepublik wurden zahlreiche wegen Hochverrats zu Festungshaft verurteilte politische Gefangene in Niederschönenfeld inhaftiert; 1920 erreichte die Zahl der Festungsgefangenen mit 95 den höchsten Stand.

Die Zuständigkeit für Jugendliche fiel im Jahr 1990 mit der Inbetriebnahme der Justizvollzugsanstalt Neuburg-Herrenwörth indes weg.

Bekannte Insassen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ernst Toller schrieb den seinerzeit berühmten Gedichtzyklus „Das Schwalbenbuch“ während der Haft in Niederschönenfeld.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zu finden beispielsweise in ET: Ausgewählte Werke. Herausgegeben von der Deutschen Akademie der Künste. Berlin/ Ost 1961, S. 221–270.

Koordinaten: 48° 43′ 8″ N, 10° 55′ 51″ O