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Käsespätzle

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Käsespätzle mit Röstzwiebeln in Tirol

Käsespätzle, regional auch als Chäschnöpfli (Schweiz), Käsknöpfle (Vorarlberg, Liechtenstein), Kasspatzln (Tirol) oder Kässpätzle/Kässpatzâ/Kässpatz(e)n (Schwaben) bezeichnet, sind ein ursprünglich in den Gebieten Württemberg, Hohenzollern, Schwaben, Baden, Allgäu, der Schweiz, Liechtenstein, Tirol und Vorarlberg verbreitetes Gericht.

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich im Jahre 1725. Es wird angenommen, dass es die Teigwaren schon vorher gab.[1]

Schwäbische Ritter sollen Kaiser Barbarossa (Friedrich I) mit Schwert und Spätzlebrett in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts ins Heilige Land gefolgt sein.[1]

1821 sollen die württembergischen Regimenter im Russlandfeldzug Spätzle als Teil der Nahrung konsumiert haben.[1]

In der Neuzeit werden Käsespätzle als fleischloses Gericht traditionell als typisches Karfreitagsgericht gegessen.[2]

Spatzenhobel

Bei eigener Herstellung der Spatzen wird eine Knöpflereibe, ein Spätzleschaber mit Brett oder ein Spatzenhobel für den Nudelteig aus Eiern, Mehl, Salz und Wasser benötigt, um die gewünschte Form der Spatzen – länglich oder rundlich – zu erzielen. Der Teig wird in heißes Wasser gerieben, geschabt oder gehobelt und nach dem Aufsteigen der Teigteilchen weiter verarbeitet.[3]

Für Käsespätzle werden heiße Spätzle und geriebener Hartkäse abwechselnd übereinander geschichtet und mit Röstzwiebeln garniert.[4] Damit die Spätzle nicht auskühlen und der Käse schmelzen kann, werden die Käsespätzle jeweils nach dem Schichten in den heißen Backofen geschoben.

Beilagen zu Käsespätzle sind meist Blattsalate[4] oder Kartoffelsalat. Im Vorarlberger Oberland und in Liechtenstein ist zu Kässpätzle auch Apfelmus üblich.[5] Reste der Kässpätzle können mit Butter in einer Pfanne angebraten werden.

Regionale Besonderheiten

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In Schwaben werden die Käsespätzle traditionellerweise mit Bergkäse und/oder Emmentaler zubereitet. In Vorarlberg gibt es unterschiedliche Zubereitungsarten; so findet man im Montafon Käsespätzle mit Montafoner Sauerkäse und im Bregenzerwald werden die Käsespätzle mit Bergkäse und Räßkäse zubereitet.[6]

Als Zugabe beschreibt Franz Maier-Bruck für Vorarlberg Butter und gelblich angelaufene Zwiebelringe.[7]

Es existieren auch Varianten mit Limburger Käse, Weißlacker-Käse oder Vorarlberger Bergkäse oder anderen Käsesorten wie Appenzeller, Greyerzer, Gouda.[4]

Eine Variante der Käsespätzle sind die Kasnocken (auch Kasnockn), die in Salzburg (Pinzgau)[8] und der Obersteiermark ihren Ursprung haben. Diese werden im Gegensatz zu den Käsespätzle in der Pfanne zubereitet. Im Ennstal werden die sogenannten Ennstaler Kasnockn mit dem Ennstaler Steirerkäse hergestellt; dazu werden die Nockn vom Brett geschabt und in der Pfanne mit dem bröseligen Käse vermischt und erhitzt.

Herkunftsangabe

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Seit 2012 dürfen schwäbische Spätzle das g.g.A.-Siegel für geschützte geografische Angabe tragen, falls sie teilweise dort produziert wurden.[2]

Commons: Käsespätzle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikibooks: Kochbuch/ Kässpätzle – Lern- und Lehrmaterialien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Spätzle – Schmeck den Süden. MBW Marketinggesellschaft mbH, abgerufen am 4. April 2026.
  2. 1 2 Stephan Michalik: Zum Karfreitag: 6 Fakten über Allgäuer Kässpatzen, die Sie (vielleicht) noch nicht kennen. Allgäuer Zeitung, 3. April 2026, abgerufen am 4. April 2026.
  3. Schnelltest: Welche ist die beste Spätzlereibe? Verein für Konsumenteninformation (VKI), 17. Januar 2024, abgerufen am 4. April 2026.
  4. 1 2 3 Matthias Kemter: Welcher Käse für Käsespätzle? – Diese Sorten passen. Stuttgarter Zeitung, 21. Dezember 2025, abgerufen am 4. April 2026.
  5. Kässpätzle Rezept. In: Urlaub in Vorarlberg. Vorarlberg Tourismus GmbH, abgerufen am 4. April 2026 (deutsch).
  6. Haubenküche zum Beisl-Preis. 5-Euro-Rezepte von Österreichs besten Köchen. Seite 130: Vorarlberger Käsespätzle; Krenn, Wien 2005, ISBN 3-902351-67-5.
  7. Franz Maier-Bruck: Das große Sacher-Kochbuch. Schuler Verlags GesmbH, Herrsching, Lizenzausgabe 1975, ISBN 3-88199-388-6, S. 397.
  8. Ulli Hammerl: Rezept Pinzgauer Kasnockn. In: SalzburgerLand Magazin. Abgerufen am 9. Dezember 2016.