Kölner Treff

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Bettina Böttinger im Kölner Treff, 2012

Kölner Treff ist der Titel einer erstmals 1976 von Hans-Joachim Hüttenrauch[1] gestalteten Talkshow des WDR.

Die Sendung geht auf ein im Jahr 1973 von Alfred Biolek vorgestelltes Format „Wer kommt, kommt“ zurück, das im Kölner Kabarett- und Kleinkunsttheater Senftöpfchen innerhalb von 2 Jahren 43 Mal präsentiert wurde. Die Erstausstrahlung mit den ersten Moderatoren der Sendung, Dieter Thoma und Alfred Biolek, fand am 25. Januar 1976 statt. Beide verstanden sich zwar als „Außenseiter“ des Unterhaltungsbereichs, brachten aber unter anderem ihre Kabaretterfahrungen in die Sendung ein und erlaubten sich gelegentliche Schlenker zur Komik, was innerhalb des produzierenden WDR eher kritisch gesehen wurde. So musste sich Dieter Thoma für eine eher harmlose Elvis Presley-Imitation sogar vor dem Rundfunkrat des WDR rechtfertigen.[2] Der Kölner Treff gilt als eine der ersten Talkshows, in denen nicht nur Prominente, sondern auch Privatpersonen zu Wort kamen.

Biolek blieb bis 1980, Thoma bis 1982 in der Talkshow. Im Jahr 1978 übernahm Elke Heidenreich die Moderation, 1983 wurde die Sendung vorerst eingestellt. Am 27. September 1992 zeigte der WDR noch einmal einen Zusammenschnitt mit Höhepunkten aus der Show. Anlass war die Pensionierung des Chefredakteurs des WDR-Hörfunks und langjährigen Moderators der Talkshow, Dieter Thoma.

Seit dem 3. März 2006 gibt es eine Neuauflage des Kölner Treffs mit Bettina Böttinger als Moderatorin. In den ersten drei Monaten wirkte auch Achim Winter mit. Die Talkshow wird seitdem in den WDR-Studios in Köln-Bocklemünd, zeitweise auch in der Vulkanhalle in Köln-Ehrenfeld aufgezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kölner Treff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hüttenrauch war der spätere WWF-Chef
  2. Harald Keller: Die Geschichte der Talkshow in Deutschland. Frankfurt/M.: S. Fischer, 2009, S. 260f. Siehe auch das Protokoll der Premierensendung bei Keller 2009, S. 256ff.