Kühdorf

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Kühdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kühdorf hervorgehoben

Koordinaten: 50° 42′ N, 12° 7′ O

Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Greiz
Erfüllende Gemeinde: Langenwetzendorf
Höhe: 365 m ü. NHN
Fläche: 2,2 km2
Einwohner: 60 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km2
Postleitzahl: 07980
Vorwahl: 036625
Kfz-Kennzeichen: GRZ, ZR
Gemeindeschlüssel: 16 0 76 038
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Platz der Freiheit 4
07957 Langenwetzendorf
Bürgermeisterin: Angelika Kühn von Hintzenstern (parteilos)
Lage der Gemeinde Kühdorf im Landkreis Greiz
Auma-WeidatalBad KöstritzBerga/ElsterBethenhausenBockaBrahmenauBraunichswaldeCaaschwitzCrimlaEndschützGauernGreizGroßensteinLangenwetzendorfHarth-PöllnitzHartmannsdorfHilbersdorfHirschfeldHohenleubenWeidaHundhauptenKauernKorbußenKraftsdorfKühdorfLangenwetzendorfLangenwolschendorfLederhoseLindaLindenkreuzLangenwetzendorfMohlsdorf-TeichwolframsdorfMünchenbernsdorfLangenwetzendorfPaitzdorfPölzigReichstädtRonneburgRückersdorfSaaraWeidaSchwaaraSchwarzbachSeelingstädtWeidaTeichwitzWeidaWeißendorfLangenwetzendorfWünschendorfZedlitzZeulenroda-TriebesThüringenKarte
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Kühdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Greiz in Thüringen. Die Gemeinde Langenwetzendorf ist erfüllende Gemeinde für Kühdorf. Zurzeit ist Kühdorf nach Einwohnern die drittkleinste Gemeinde Thüringens nach Scheiditz und Kleinbockedra.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seitdem Langenwetzendorf 2013 große Teile der Verwaltungsgemeinschaft Leubatal eingemeindet hat, ist Kühdorf vollständig von Langenwetzendorf umschlossen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1416. Das Dorf gehörte ursprünglich zum Kloster Mildenfurth und wurde auf dem Wiener Kongress 1815 dem Fürstentum Reuß ältere Linie zugeschlagen.

Kühdorf war seit 1991 Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Leubatal mit Sitz in Hohenleuben. Diese wurde am 31. Dezember 2013 aufgelöst und zum Teil nach Langenwetzendorf eingemeindet. Kühdorf entschied sich im Gegensatz zu seinen Nachbargemeinden gegen einen Beitritt, Langenwetzendorf ist seitdem jedoch erfüllend für Kühdorf zuständig.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994 31. Dezember):

  • 1933 – 107
  • 1939 – 106
  • 1994 – 082
  • 1995 – 081
  • 1996 – 081
  • 1997 – 079
  • 1998 – 80
  • 1999 – 80
  • 2000 – 79
  • 2001 – 81
  • 2002 – 76
  • 2003 – 72
  • 2004 – 78
  • 2005 – 76
  • 2006 – 75
  • 2007 – 75
  • 2008 – 77
  • 2009 – 75
  • 2010 – 74
  • 2011 – 71
  • 2012 – 70
  • 2013 – 65
  • 2014 – 65
  • 2015 – 63
  • 2016 – 61
  • 2017 – 59
  • 2018 – 59
  • 2019 – 60
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchlich bildete das winzige Gebiet ein eigenständiges Kirchenspiel. Interessant ist die 1716 errichtete Dorfkirche, deren 36 Meter hoher Dachreiterturm nicht wie üblich auf dem Fundament ruht, sondern im Dachstuhl verankert ist. Diese ungewöhnliche Konstruktion ist im mitteldeutschen Raum einmalig und findet sich erst in Niederösterreich wieder.

Eine Besonderheit war auch das Kühdorfer Rittergut. Es war ein sogenannter ideeller Rittersitz. Das heißt, der Inhaber verfügte über keinen Grundbesitz im Ort. Seine Einnahmen bestanden ausschließlich aus Lehngeldern der Fronbauern, Zinsen, Jagden, der Triftgerechtigkeit und der Nieder- und Obergerichte. Zahlreiche gut erhaltene Bauernhöfe prägen das jetzige Dorfbild.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik (Hilfe dazu).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kühdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien