Kaldrananes

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Landgemeinde Kaldrananes
(Kaldrananeshreppur)
Basisdaten
Staat: Island Island
Region: Vestfirðir
Wahlkreis: Norðvesturkjördæmi
Sýsla: Strandasýsla
Einwohnerzahl: 109 (1. Januar 2022)
Fläche: 387 km²
Bevölkerungsdichte: 0,28 Einwohner/km²
Postleitzahl: 510, 520 (Drangsnes)
Politik
Gemeindenummer 4902
Vorsteher des Gemeinderats: Jenný Jensdóttir
Kontakt
Adresse der Gemeindeverwaltung: Holtagötu
520 Drangsnesi
Karte
Lage von Landgemeinde Kaldrananes

Koordinaten: 65° 41′ N, 21° 27′ W

Die Landgemeinde Kaldrananes (isländisch Kaldrananeshreppur) liegt in der Region Vestfirðir im Nordwesten Islands.

Am 1. Januar 2011 hatte die Gemeinde 106 Einwohner, davon lebten 67 Einwohner im Hauptort Drangsnes. Die Gemeinde liegt am Nordufer des Steingrímsfjörður.

Drangsnes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Charakteristika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick über den Steingrímsfjörður auf Drangsnes

Drangsnes [ˈtrauŋsnɛˑs] (dt. „Felsenhalbinsel“) liegt am nordöstlichen Ufer des Steingrímsfjörður, 37 km von Hólmavík entfernt. Die kleine, einsam gelegene Ortschaft ist geprägt von ein paar kleinen Häusern und einer Salzfischfabrik, der Fischfang und dessen Verarbeitung ist somit Haupterwerbsquelle des Ortes. Die kleine Kirche Drangsneskapella wurde 1944 erbaut.[1] Der nahegelegene Fluss Bjarnarfjarðará wird häufig von Anglern aufgesucht.[2]

Felsinsel Grímsey[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Küste südöstlich vorgelagert befindet sich die Felsinsel Grímsey (nicht identisch mit der größeren gleichnamigen Insel vor dem Eyjafjörður), auf der ein 1949 errichteter Leuchtturm steht. Grímsey ist 49 ha groß, unbewohnt und für zahlreiche Vogelarten bekannt.[3]

Jener Felsen ist der Legende nach eine versteinerte Trollfrau, die zwischen Island und den Westfjorden einen Graben ziehen wollte und – von der aufgehenden Sonne überrascht – zu Stein erstarrte.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drangsnes liegt an der Straße 645, die nach Norden als Straße 643 bis Djúpavík, sowie zum Flugplatz in Gjögur am Reykjarfjörður führt. Das Zentrum der Westfjorde, Ísafjörður ist westlich des Ortes über die Straße 61 erreichbar.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte der Region

Der Bevölkerungsrückgang zwischen 1997 und 2006 betrug 29 %. Seither stagniert die Einwohnerzahl.[4]

Datum Einwohner
1. Dez. 1997: 142
1. Dez. 2003: 125
1. Dez. 2004: 117
1. Dez. 2005: 112
1. Dez. 2006: 101
1. Dez. 2007: 102
1. Dez. 2008: 110
1. Dez. 2009: 114
1. Jan. 2019: 103

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Drangsnes gibt es eine Grundschule, einen Kindergarten, einen Campingplatz, ein Hotel und ein Geschäft mit Tankstelle.[5] Das Schwimmbad, von dem aus sich eine eindrucksvolle Aussicht auf den Fjord und die vorgelagerte Insel Grímsey bietet, wurde 2005 gebaut.[6] Zur Insel Grímsey werden Bootsausflüge durchgeführt.[7]

Weitere Höfe und Ortschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Fjord Bjarnarfjörður steht auf dem Hof Kaldrananes die seit 1990 denkmalgeschützte Holzkirche Kaldrananeskirkja. Sie wurde 1851 erbaut und 1888–1892 von Grund auf renoviert. Der Dachreiter wurde 1888 nachträglich errichtet. Die Kanzel ist vermutlich von 1787, und auf einer der Glocken ist die Jahreszahl 1798 zu sehen. Weitere Renovierungen erfolgten 1970 und 2000.[8] In der Länge misst die Kaldrananeskirkja 10,36 m und in der Breite 4,61 m.[9]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Drangsnes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://is.nat.is/drangsneskapella/
  2. https://bleikja.net/
  3. https://www.ni.is/greinar/grimsey-a-steingrimsfirdi
  4. Hagstofa. Statist. Amt Islands (isländisch) abgerufen am 15. August 2011
  5. https://strandir.is/thjonusta/
  6. http://www.drangsnes.is/sundlaugin
  7. http://www.drangsnes.is/sundlaugin/4-fereatjonusta/fertuar/10-batsferdir
  8. https://is.nat.is/kaldrananeskirkja/
  9. https://www.minjastofnun.is/hus-og-mannvirki/fridlyst-hus-og-mannvirki/vestfirdir/nr/551