Kalvarienberg in Füssen

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Marienkapelle, eine Station des Kreuzweges

Der Kalvarienberg von Füssen ist ein Kalvarienberg und Kreuzweg in Füssen im Landkreis Ostallgäu. Er wurde 1837–1842 auf einem Hügel gegenüber der Altstadt auf der rechten Seite des Lechs errichtet und danach bis um 1900 erweitert.[1] Der Aufstieg (ungefähr 150 m Höhenunterschied) beginnt im Tal an der Frauenkirche am Berg.

Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Füssener Kalvarienberg vereinigt in besonderer Weise Religion, Natur und Kunst (der Nazarener). Der Kalvarienberg entstand im 19. Jahrhundert. Initiator war der damalige Stadtpfarrer Johann Baptist Graf (1802–1862). Grafs religiöses Leben stand in der Tradition von Johann Michael Sailer und Christoph von Schmid. Als das Schloss Hohenschwangau renoviert und neu gestaltet wurde, fanden viele Maler Arbeit im Schloss und später bei der Gestaltung der Kapellen.

  • Frauenkirche am Berg (unten am Lech): Die Kirche wurde 1682/83 von Johann Schmuzer anstelle einer älteren Kirche erbaut. Im Chor baute man 1854 eine Kapelle ein, die den Beginn des Kalvarienbergs bildet.
  • Marienkapelle (1840–1842) in halber Höhe des Berges mit einer eindrucksvollen überlebensgroßen Maria
  • Kerkerkapelle (1840–1842)
  • Heiliggrab-Kapelle, neugotischer Zentralbau (1843)
  • Heiligkreuz-Kapelle (1859)
  • vierzehn Stationskapellen, neugotisch renoviert
  • Ölberggrotte (1852)
  • Sandsteinpfeiler zur Erinnerung an Stadtpfarrer Graf (1864)
  • drei Gipfelkreuze (1837–1842)
  • Gang durch die Bergkuppe

König Ludwig II., Erbauer von Neuschwanstein, beteiligte sich öfters an den Karfreitagsprozessionen auf den Berg. Erzherzog Rainer Joseph von Österreich hat den Berg besucht und Joseph Kardinal Höffner hat bei seinen Urlaubsaufenthalten in Füssen oft am Kalvarienberg gebetet.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Füssen
Schwaben
Oberbayern
Piemont/Lombardei

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Kalvarienberg Füssen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das jüngste Element der historischen Ausstattung ist offenbar ein Gemälde Veronika reicht Jesus das Schweißtuch, signiert „Julius Fischer 1900“. – Alfons Kasper: Kunstwanderungen im Ostallgäu (...) (= Kunst- und Reiseführer. Band 8). Verlag Dr. Alfons Kasper, Bad Schussenried 1970, S. 178.

Koordinaten: 47° 33′ 42,5″ N, 10° 42′ 15,4″ O