Kamel Louafi

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Kamel Louafi (* 1952) ist ein deutsch-algerischer Landschaftsarchitekt, der durch den ersten Preis des internationalen landschaftsarchitektonischen Wettbewerbes und die Realisierung der Gärten der Weltausstellung EXPO 2000 in Hannover national und international bekannt geworden ist.

Er entwarf und gestaltete unter anderem den Königsplatz in Kassel (2003), „Le Jardin de Bocage“ in Bremen (2004) und den Opernplatz in Hannover (2007). Er entwarf aber auch den Garten der vier Ströme und den Saal der Empfänge in den Gärten der Welt in Marzahn (2005 und 2009), eine Neuordnung der Valkeniersweide Parkanlage in Rotterdam (2003) sowie Gartenanlagen in Abu Dhabi, Katar und Saudi-Arabien.

Zurzeit arbeiten Louafi Landschaftsarchitekten u. a. an den Freianlagen für den Campus Nord der Humboldt-Universität zu Berlin, für die Internationale Gartenschau in Hamburg, Projekten in Algerien und an der Realisierung des ebenfalls im Wettbewerb gewonnenen Place de la Résistance in Esch-sur-Alzette/ Luxemburg.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Topografie (1973) arbeitete Kamel Louafi von 1974 bis 1978 in Algerien in einem deutsch-algerischen Forstinventur- und Landesentwicklungprojekt als Kartograf für die Forstinventur der Beni-Imloul. Er war auch Mitarbeiter im Architekturbüro M. S. Louafi in Batna in Algerien. Er nahm 1980 ein Studium der Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität Berlin auf und lernte 1980 in Berlin die deutsche Sprache.

Von 1986 bis 1996 arbeitete er als freier Mitarbeiter an verschiedenen Projekten in Luxemburg und Berlin. Er ist Mitglied der Architektenkammer Berlin und gründete 1996 das Landschaftsarchitekturbüro Kamel Louafi.

In den Jahren 2000 bis 2009 war er Kurator der Architektur-Galerie AEDES Berlin. Er war außerdem Jury-Mitglied in verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben, lehrte an der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung in Bonn, des Weiteren an den Universitäten Berlin, Barcelona, Batna, Paris, Oslo und Lüneburg.

Er veröffentlichte verschiedene Werke zum Thema Landschaftsarchitektur und Landschaftskunst.

Philosophie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Louafi Landschaftsarchitekten stellen die kulturelle Bedeutung von Freianlagen (Parks, Gärten, Plätzen etc.) in den Vordergrund ihrer Arbeitsphilosophie. Das Zusammenspiel von öffentlichen und privaten Freiräumen sollte ein vielfältiges und vielfach nutzbares Erscheinungsbild aufweisen, in dem Wachstum und die Jahreszeiten ablesbar sind.

Realisierte Projekte (Auswahl)[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Gärten der Weltausstellung auf dem Kronsberg: Realisierung als Metamorphose. Die Entwürfe und die Umsetzung des Gartenarchitekten in dem Expo-Park Süd. Aedes Verlag; Expo 2000 GmbH 2000
  • Le Jardin Oriental. Galerie Aedes West, 2005
  • Die Gärten der Weltausstellung auf dem Kronsberg, Realisierung als Metamorphose. Galerie Aedes West, 2000
  • Urbane Landschaften. Galerie Aedes West 2009, ISBN 978-3-937093-09-3
  • Landscape Interventions – City Paradises. Jovis Verlag 2011, ISBN 978-3-86859-107-1[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b zlv.lu
  2. Website von Kamel Louafi
  3. hannover.de@1@2Vorlage:Toter Link/www.hannover.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Der tägliche Dolmetscher. In: Berliner Zeitung, 23. Mai 2005
  5. nordsee-zeitung.de
  6. neuepresse.de
  7. hannover-zeitung.net@1@2Vorlage:Toter Link/www.hannover-zeitung.net (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  8. Wo Wasser floss, fließt Licht. Abgerufen am 5. Dezember 2018.
  9. haz.de