Karabük

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Karabük
Wappen von Karabük
Karabük (Türkei)
Red pog.svg
Karabük1.jpg
Hauptstraße im Zentrum
Basisdaten
Provinz (il): Karabük
Koordinaten: 41° 12′ N, 32° 38′ OKoordinaten: 41° 11′ 55″ N, 32° 37′ 35″ O
Einwohner: 118.776[1] (2018)
Telefonvorwahl: (+90) 370
Postleitzahl: 78 000
Kfz-Kennzeichen: 78
Struktur und Verwaltung (Stand: 2019)
Gliederung: 28 Mahalle
Bürgermeister: Rafet Vergili (MHP)
Website:
Landkreis Karabük
Einwohner: 131.989[1] (2018)
Fläche: 790 km²
Bevölkerungsdichte: 167 Einwohner je km²
Vorlage:Infobox Ort in der Türkei/Wartung/Landkreis

Karabük ist die Hauptstadt der türkischen Provinz Karabük in der Schwarzmeerregion. Die Stadt hatte Ende 2018 118.776 Einwohner und wird aus 28 Mahalles (Stadtvierteln) gebildet. Karabük ist durch das große Stahlwerk geprägt. Der Name Karabük bedeutet „schwarzes Gestrüpp“. Der gleichnamige Landkreis beherbergt in den übrigen 38 Dörfern (Köy) 13.213 Einwohner, das sind genau zehn Prozent der Landkreisbevölkerung. Dörfer über 2.000 Einwohner sind Cumayani (2.871), Kilavuzlar (4.461) und Zopran (2.074 Einw.).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karabük entstand am Zusammenfluss der Bäche Soğanlı Çayı und Araç Çayı, die dort gemeinsam den Fluss Filyos (türkisch Filyos Çayı, auch Yenice Irmağı) bilden. Karabük ist keine historische Stadt. Der Ort war ursprünglich eine Mahalle des Dorfes Öğlebeli, das um 1900 aus einem von wenigen Häusern umgebenen kleinen Bahnhof an der Strecke zwischen Zonguldak am Schwarzen Meer und Ankara im Süden bestand. Die Stadt entstand 1939 nach der Gründung des ersten Stahlwerkes in der Türkei und nahm eine rasante Entwicklung. Der Aufbau des Werkes erfolgte im Jahr 1937. Zwei Jahre später wurde die Produktion aufgenommen. Für die Fabrikarbeiter wurden einfache Unterkünfte im Tal des Araç gebaut. Diese bildeten den Ausgangspunkt für die Viertel Dereevler und Yüzevler. Für Ingenieure und Beamte entstand das Viertel Yenişehir. Karabük breitete sich rasch aus und besaß 1940 bereits 6.825 Einwohner. Bis 1955 verdoppelte sich die Zahl auf 15.624.

Im Jahr 1941 wurde Karabük ein Bucak von Safranbolu. 1953 erhielt Karabük den Status als Hauptstadt eines Landkreises der Provinz Zonguldak. Den Status einer Provinzhauptstadt erhielt Karabük im Jahr 1995.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachfolgende Tabelle zeigt den vergleichenden Bevölkerungsstand am Jahresende für die Provinz, den zentralen Landkreis und die Stadt Karabük sowie den jeweiligen Anteil an der übergeordneten Verwaltungsebene. Die Zahlen basieren auf dem 2007 eingeführten adressbasierten Einwohnerregister (ADNKS).[2]

Jahr Provinz Landkreis Stadt
real proz. real proz. real
2018 248.014 53,22 131.989 89,99 118.776
2017 244.453 55,53 135.737 88,07 119.548
2016 242.347 55,46 134.406 88,07 118.373
2015 236.978 55,98 132.658 88,62 117.557
2014 231.333 55,18 127.658 88,73 113.277
2013 230.251 54,16 124.711 88,47 110.338
2012 225.145 54,91 123.616 89,42 110.537
2011 219.728 54,31 119.328 90,93 108.504
2010 227.610 52,42 119.303 91,12 108.710
2009 218.564 54,31 118.713 91,12 108.167
2008 216.248 53,95 116.671 90,98 106.148
2007 218.463 54,51 119.084 88,31 105.159

Stadtbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kardemir. Schrotthalden des Stahlwerks

Die Straße nach Ankara führt am Stahlwerk Kardemir vorbei, das etwa einen Kilometer südlich des modernen Geschäftszentrums in der Ebene liegt. Die nördlich der Bahnstrecke Irmak–Karabük–Zonguldak verlaufende Hauptstraße wird von Alleebäumen gesäumt. Südlich vom zentralen Bahnhof fließen die beiden Flüsse zusammen. An den übrigen Seiten wird die Stadt von teilweise bewaldeten Hügeln begrenzt.

Sehenswürdigkeiten in der Umgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Safranbolu, Kleinstadt 9 Kilometer nördlich mit Gebäuden aus osmanischer Zeit
  • Su Kemeri, byzantinisches Aquädukt etwa 16 Kilometer nördlich
  • Hadrianapolis, Ausgrabungen einer antiken Stadt mit Mosaiken und Felsgräbern, etwa 35 Kilometer südlich nahe Eskipazar

Klimatabelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karabük (485 m)
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
48
 
8
0
 
 
37
 
10
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15
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53
 
20
7
 
 
49
 
26
10
 
 
54
 
29
14
 
 
33
 
33
17
 
 
30
 
33
17
 
 
30
 
28
13
 
 
42
 
22
9
 
 
32
 
14
4
 
 
44
 
9
1
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Staatliches Meteorologisches Amt der Türkischen Republik, Normalperiode 1981-2010
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Karabük (485 m)
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 7,6 10,2 14,5 20,3 25,6 29,2 32,6 32,8 28,3 22,0 14,1 9,1 Ø 20,6
Min. Temperatur (°C) -0,1 0,2 2,6 6,6 10,4 13,8 16,6 16,7 13,0 9,2 3,6 1,1 Ø 7,8
Temperatur (°C) 3,1 4,4 7,7 12,5 17,3 21,0 24,0 24,0 19,3 14,2 8,0 4,6 Ø 13,4
Niederschlag (mm) 48,4 37,1 45,6 53,0 49,4 53,8 32,5 30,3 29,9 41,6 31,8 43,6 Σ 497
Regentage (d) 11,5 11,4 12,0 11,4 10,8 9,4 5,9 4,7 6,4 8,8 9,6 11,3 Σ 113,2
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
7,6
-0,1
10,2
0,2
14,5
2,6
20,3
6,6
25,6
10,4
29,2
13,8
32,6
16,6
32,8
16,7
28,3
13,0
22,0
9,2
14,1
3,6
9,1
1,1
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
i
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d
e
r
s
c
h
l
a
g
48,4
37,1
45,6
53,0
49,4
53,8
32,5
30,3
29,9
41,6
31,8
43,6
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karabük – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Nufusune.com, abgerufen am 15. April 2019
  2. Central Dissemination System/Merkezi Dağıtım Sistemi (MEDAS) des TÜIK, abgerufen am 5. Mai 2019