Liste der Provinzen der Türkei

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Die Republik Türkei ist in 81 Provinzen (Türkisch: İl) gegliedert.

Diese werden im Folgenden aufgeführt mit der Einwohnerzahl nach der Volkszählung 2000. Die Nummern entsprechen den Kfz-Kennzeichen und den ersten Ziffern der Postleitzahlen (die Nummerierung erfolgte ursprünglich streng alphabetisch, Abweichungen vom alphabetischen Prinzip ergeben sich durch Umbenennungen und Neuschaffungen). Die Provinzen sind in Bezirke (hin und wieder übersetzt auch mit Landkreise) (türk. İlçe) eingeteilt. Im Zuge von Gebietsreformen von den 1980er Jahren bis heute wurden 30 (Stand 2016) Provinzstädte zur Büyükşehir belediyesi erklärt, die dann die gesamte Provinz umfassen.


Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Name Fläche
(in km²)[1]
Einwohner[1] Einw./km² Hauptstadt Einwohner
d. Hauptst.
Büyükşehir
belediyesi seit
01 Adana 14.030 2.183.167 155,6 Adana 2.183.167 1986
02 Adıyaman 7.614 602.774 79,2 Adıyaman 178.538 -
03 Afyonkarahisar 14.230 709.015 49,8 Afyon 128.516 -
04 Ağrı 11.376 547.210 48,1 Ağrı 79.764 -
05 Amasya 5.520 322.167 58,4 Amasya 74.393 -
06 Ankara 25.706 5.270.575 202,6 Ankara 5.270.575 1984
07 Antalya 20.723 2.288.456 110,4 Antalya 2.288.456 1993
08 Artvin 7.436 168.370 22,6 Artvin 23.157 -
09 Aydın 8.007 1.053.506 131,6 Aydın 1.053.506 2012
10 Balıkesir 14.292 1.186.688 83,0 Balıkesir 1.186.688 2012
11 Bilecik 4.307 212.361 49,3 Bilecik 34.105 -
12 Bingöl 8.125 267.184 32,9 Bingöl 68.876 -
13 Bitlis 6.707 340.499 50,8 Bitlis 44.923 -
14 Bolu 7.410 291.095 39,3 Bolu 84.565 -
15 Burdur 6.887 258.339 37,5 Burdur 63.363 -
16 Bursa 11.043 2.842.547 257,4 Bursa 2.842.547 1986
17 Çanakkale 9.737 513.341 52,7 Çanakkale 75.810 -
18 Çankırı 7.388 180.945 24,5 Çankırı 62.508 -
19 Çorum 12.820 525.180 50,0 Çorum 161.321 -
20 Denizli 11.868 993.442 83,8 Denizli 993.442 2012
21 Diyarbakır 15.355 1.654.196 107,7 Diyarbakır 1.654.196 1993
22 Edirne 6.279 402.537 64,1 Edirne 119.298 -
23 Elazığ 9.153 574.374 62,7 Elazığ 266.495 -
24 Erzincan 11.909 222.918 18,7 Erzincan 107.175 -
25 Erzurum 25.066 762.321 30,4 Erzurum 762.321 1993
26 Eskişehir 13.652 826.716 60,6 Eskişehir 826.716 1993
27 Gaziantep 6.000 1.931.836 322,0 Gaziantep 1.931.836 1986
28 Giresun 6.934 426.686 61,5 Giresun 83.636 -
29 Gümüşhane 6.575 151.449 23,0 Gümüşhane 30.270 -
30 Hakkari 7.121 278.775 39,1 Hakkâri 58.145 -
31 Hatay 5.403 1.533.507 283,8 Antakya 1.533.507 2012
32 Isparta 8.993 421.766 46,9 Isparta 148.496 -
33 Mersin 15.853 1.745.221 110,1 Mersin 1.745.221 1993
34 İstanbul 5.196 14.657.434 2.820,9 Istanbul 14.657.434 1984
35 İzmir 11.973 4.168.415 348,2 İzmir 4.168.415 1984
36 Kars 9.587 292.660 30,5 Kars 78.473 -
37 Kastamonu 13.108 372.633 28,8 Kastamonu 64.606 -
38 Kayseri 16.917 1.341.056 79,3 Kayseri 1.341.056 1988
39 Kırklareli 6.550 346.973 53,0 Kırklareli 53.221 -
40 Kırşehir 6.570 225.562 34,3 Kırşehir 88.105 -
41 Kocaeli 3.626 1.780.055 490,9 İzmit 1.780.055 1993
42 Konya 38.257 2.130.544 55,7 Konya 2.130.544 1986
43 Kütahya 11.889 571.463 48,1 Kütahya 166.665 -
44 Malatya 12.313 772.905 62,8 Malatya 772.905 2012
45 Manisa 13.810 1.380.366 99,9 Manisa 1.380.366 2012
46 Kahramanmaraş 14.327 1.096.610 76,5 Kahramanmaraş 1.096.610 2012
47 Mardin 8.891 796.591 89,6 Mardin 796.591 2012
48 Muğla 13.338 998.887 74,9 Muğla 998.887 2012
49 Muş 8.196 408.728 49,9 Muş 67.927 -
50 Nevşehir 5.467 286.767 52,5 Nevşehir 67.864 -
51 Niğde 7.312 346.114 47,3 Niğde 78.088 -
52 Ordu 6.001 728.949 121,5 Ordu 728.949 2013
53 Rize 3.920 328.979 83,8 Rize 78.144 -
54 Sakarya 4.817 953.181 197,9 Adapazarı 953.181 2000
55 Samsun 9.579 1.279.884 133,6 Samsun 1.279.884 1993
56 Siirt 5.406 320.351 59,3 Siirt 98.281 -
57 Sinop 5.862 204.133 34,8 Sinop 30.502 -
58 Sivas 28.488 618.617 21,7 Sivas 251.776 -
59 Tekirdağ 6.218 937.910 150,8 Tekirdağ 937.910 2012
60 Tokat 9.959 593.990 59,6 Tokat 113.100 -
61 Trabzon 6.685 768.417 114,9 Trabzon 768.417 2012
62 Tunceli 7.774 86.076 11,1 Tunceli 25.041 -
63 Şanlıurfa 18.584 1.892.320 101,8 Şanlıurfa 1.892.320 2012
64 Uşak 5.341 353.048 66,1 Uşak 137.001 -
65 Van 19.069 1.096.397 57,5 Van 1.096.397 2012
66 Yozgat 14.123 419.440 29,7 Yozgat 73.930 -
67 Zonguldak 4.420 595.907 134,8 Zonguldak 112.369 -
68 Aksaray 7.626 386.514 50,7 Aksaray 129.949 -
69 Bayburt 3.652 78.550 21,5 Bayburt 32.285 -
70 Karaman 9.163 242.196 26,4 Karaman 105.384 -
71 Kırıkkale 4.365 270.271 61,9 Kırıkkale 205.078 -
72 Batman 4.694 566.633 120,7 Batman 246.678 -
73 Şırnak 7.172 490.184 68,3 Şırnak 52.743 -
74 Bartın 2.120 190.708 90,0 Bartın 35.992 -
75 Ardahan 5.661 99.265 17,5 Ardahan 17.274 -
76 Iğdır 3.593 192.435 53,6 Iğdır 59.880 -
77 Yalova 847 233.009 275,1 Yalova 70.118 -
78 Karabük 2.420 236.978 97,9 Karabük 100.749 -
79 Kilis 1.642 130.655 79,6 Kilis 70.670 -
80 Osmaniye 3.767 512.873 136,1 Osmaniye 173.977 -
81 Düzce 3.641 360.388 99,0 Düzce 56.649 -

Karten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Provinzen der Türkei
Nr. Name
Hauptstadt
Lage Wissenswertes
01 Adana

Adana
Adana in Turkey.svg Der Name ist abgeleitet von Adanos, dem Sohn des Kronos aus der griechischen Mythologie. 12 Kilometer östlich der Provinzhauptstadt liegt die Incirlik Air Base der NATO.
02 Adıyaman

Adıyaman
Adiyaman in Turkey.svg Adıyamans (kurdisch: Semsur) Bevölkerung besteht größtenteils aus Kurden, die Provinz ist sehr gebirgig, was besonders vom Berg Nemrut gekennzeichnet ist. In Kahta beginnt auch der Atatürk-Stausee, der wasserreichste Stausee der Türkei.
03 Afyonkarahisar

Afyon
Afyonkarahisar in Turkey.svg Die Provinz Afyonkarahisar befindet sich im Westen Kleinasiens und liegt größtenteils in der Ägäisregion. Die Provinz hat eine Gesamtfläche von 14.719 km².
04 Ağrı

Ağrı
Ağrı in Turkey.svg Die Provinzhauptstadt hieß zur Zeit der Osmanen Şarbulak, was „fließende Quelle“ bedeutet. 1927 wurde der Name in Karaköse geändert, was entweder auf den osmanischen Eroberer 1507 (Karagöz Bey), oder auf Kara Kilise, „schwarze Kirche“ zurückgeht. Seit 1938 tragen die Stadt und die Provinz ihren heutigen Namen nach dem Berg Ararat (Ağrı Dağı).
05 Amasya

Amasya
Amasya in Turkey.svg Die Geschichte der Provinzhauptstadt geht bis in die hethitische Zeit zurück, ihre wichtigste Bedeutung erlangt sie jedoch im Hellenismus: Von ca. 300 v. Chr. bis 183 v. Chr. war Amaseia Hauptstadt des Königreiches Pontos. Der griechische Historiker und Geograf Strabon beschrieb seine Heimatstadt in seinem Werk Geographika.
06 Ankara

Ankara
Ankara in Turkey.svg Ankara (früher Angora, antiker Name Ancyra) ist seit 1923 Hauptstadt der Türkei. Nach dem Untergang des Osmanischen Reichs wurde Ankara durch Gesetz unter Kemal Atatürk wegen seiner Lage in Zentralanatolien und in Abgrenzung zur osmanischen Hauptstadt İstanbul zur Hauptstadt der neu gegründeten türkischen Republik bestimmt.
07 Antalya

Antalya
Antalya in Turkey.svg Antalya ist Hauptort der fruchtbaren Küstenebene, die seit antiker Zeit als Pamphylien bezeichnet wird. Die Gegend um Antalya wird wegen ihrer langen Sandstrände auch „Türkische Riviera“ genannt. Antalya wurde wohl 158 v. Chr. von König Attalos II. von Pergamon gegründet. Nach ihm erhielt sie den Namen Attaleia.
08 Artvin

Artvin
Artvin in Turkey.svg Geografisch zählt Artvin sowohl zur Schwarzmeerregion als auch zu Ostanatolien. Die Bevölkerung besteht aus Türken, Lasen und Georgiern.
09 Aydın

Aydın
Aydin in Turkey.svg Der Name der Provinz rührt von der turkmenischen Dynastie der Aydın-Oğulları her, die Anfang des 14. Jahrhunderts ein Reich mit den Zentren in Ephesos (Ayasoluğ) und Birgi (Pyrgion) gründeten. Die Stadt Aydın beherrscht das breite Tal des Großen Mäander. Der Mäander (vom griech. Μαίανδρος), heute Großer Mäander (türk. Büyük Menderes) ist wegen seiner vielen Windungen (Mäander) sprichwörtlich geworden.
10 Balıkesir

Balıkesir
Balıkesir in Turkey.svg Balıkesir grenzt im Westen an das Ägäische Meer, im Norden an das Marmarameer. Der Name leitet sich von dem Wort Bal-ı-Kesr, persisch für „viel Honig“, ab. Die Gegend ist bekannt für den Gemüse- und Obstanbau. In der Umgebung ist der Berg Ida, von dem Zeus die Schlacht von Troja beobachtet haben soll.
11 Bilecik

Bilecik
Bilecik in Turkey.svg Die Siedlungsgeschichte der Stadt Bilecik (griech. Belikoma) reicht bis ins 2. Jahrtausend v. Chr. zurück. In der Provinz Bilecik wurde 1281 das osmanische Reich gegründet. Heute ist sie bekannt für die Seiden- und Keramikindustrie.
12 Bingöl

Bingöl
Bingöl in Turkey.svg Bingöl ist von Bergen mit Gletschern umgeben. Bingöl kam nacheinander unter die Herrschaft der verschiedensten Reiche. Im Ersten Weltkrieg wurde es von russischen Truppen besetzt. In den Anfangsjahren der Türkischen Republik lag Bingöl im Bereich der kurdischen Aufstände.
13 Bitlis

Bitlis
Bitlis in Turkey.svg Bitlis besteht zu 70 % aus Bergen, die in der Regel höher als 2.000 m sind. Die höchsten Berge sind der Süphan Dağı (4.058 m), der Vulkan Nemrut (3.050 m) und der Ziyaret Dağı (2.540 m). Der Vansee liegt zum Teil in Bitlis.
14 Bolu

Bolu
Bolu in Turkey.svg Bolu ist bekannt für seine Köche, die bereits am Osmanischen Serail begehrt waren und heute noch für viel Geld als Chefköche in die Touristenhotels geholt werden. In Mengen ist die berühmteste Kochschule der Türkei.
15 Burdur

Burdur
Burdur in Turkey.svg Die Provinz hat 256.803 Einwohner auf einer Fläche von 7.238 km². Die Einwohnerdichte beträgt 35,5 Einwohner/km².
16 Bursa

Bursa
Bursa in Turkey.svg Die grüne Landschaft (grünes „Yeşil Bursa“) beinhaltet einige heilkräftige Schwefelquellen. Mitten hindurch zieht sich das Uludağ-Gebirge. In der Antike wurde die Region Bithynien genannt. Dieses Königreich wurde vermutlich von König Prusias I. gegründet. Mit der Ausbreitung des Römischen Reiches begann König Nikomedes IV., das Gebiet stückweise den Römern zu übergeben.
17 Çanakkale

Çanakkale
Çanakkale in Turkey.svg Die Provinz erstreckt sich über das europäische Thrakien bis hin zum asiatischen Kleinasien, welche durch die Dardanellen (Çanakkale Boğazı) voneinander getrennt werden. In der Provinz liegen die Ruinen der antiken Städte Assos und Troja. Die Stadt wurde in osmanischer Zeit als Nachfolgeort des antiken Abydos gegründet.
18 Çankırı

Çankırı
Çankırı in Turkey.svg Çankırı war der Verschickungsort der ersten prominenten armenischen Verhafteten vom 24. April 1915. Die meisten der 235 Inhaftierten wurden umgebracht. Der Priester und Musikethnologe Komitas Vardapet gehörte zu einer Gruppe von fünf Geretteten, ebenso wie Bischof Krikor Balakian. Balakian berichtete ausführlich über die Vorgänge, die den Auftakt des Völkermordes an den Armeniern bildeten.
19 Çorum

Çorum
Çorum in Turkey.svg Vom Abbruch der diplomatischen Beziehungen der Türkei mit dem Deutschen Reich im August 1944 bis in das Jahr 1946 war Çorum eine der drei anatolischen Städte, die den deutschen Staatsangehörigen, die nicht nach Deutschland zurückkehren wollten oder konnten, als Zwangsaufenthalt zugewiesen wurden.
20 Denizli

Denizli
Denizli in Turkey.svg Denizli (von türkisch deniz, „Meer“) ist eine Provinz im westlichen Kleinasien. Die Provinz wird vom Tal des Großen Mäander (Büyük Menderes) dominiert, der bei Denizli eine markante Talgabelung mit drei Zuflüssen hat.
21 Diyarbakır

Diyarbakır
Diyarbakir in Turkey.svg Diyarbakır (kurdisch Amed) liegt geografisch gesehen in Nordmesopotamien und hat eine lange Geschichte. Die Mehrheit stellen die Kurden. Von den einst Zehntausenden christlichen Armeniern und Aramäer leben heute nur noch einige wenige Hunderte in der Provinz.
22 Edirne

Edirne
Edirne in Turkey.svg Edirne (Adrianopel, griech. Αδριανούπολις / Adrianoupolis, in der Antike Orestia, röm. Hadrianopulis) ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im europäischen Teil der Türkei. Insgesamt dreimal schlossen die Sultane des Osmanischen Reiches in Edirne / Adrianopel mit dem Heiligen Römischen Reich (1568) bzw. mit Russland (1713, 1829) Frieden.
23 Elazığ

Elazığ
Elazığ in Turkey.svg Elazığ (kurdisch Eleziz / Xarpêt). Die Bevölkerung besteht aus Zazas, Kurden und Türken. Zwischen Sunniten und Aleviten kam es in den 1970er Jahren zu Auseinandersetzungen am Ramadan, weil die Aleviten nicht fasteten. Bei diesen Auseinandersetzungen kamen mehr als 1.000 Menschen ums Leben. Elazığ liegt auf einer Höhe von 1060 m und hat eine Fläche von 9281 km². Davon sind allein 826 km² Wasserflächen, da in Elazığ viele Stauseen liegen.
24 Erzincan

Erzincan
Erzincan in Turkey.svg Erzincan liegt auf einer Höhe von 1.185 m in einem gefährdeten Erdbebengebiet. 1939 gab es ein großes Erdbeben, wobei die Stadt Erzincan komplett zerstört wurde. Das letzte große Beben gab es 1992 mit einer Stärke von 6,8 und etwa 650 Todesopfern.
25 Erzurum

Erzurum
Erzurum in Turkey.svg Die Plateaus der Provinz liegen im Mittel 2.000  m hoch, während die Berge um die 3.000 m hoch sind. Die Mescit-Berge sind an ihrer höchsten Stelle 3.239 m hoch. Ein Berg, der als Erholungsort und Skigebiet bekannt ist, ist mit 3.124 m der Palandöken Dağı.
26 Eskişehir

Eskişehir
Eskişehir in Turkey.svg Eskişehir (türkisch für „alte Stadt“, Dorylaion in der Antike) ist eine der größten Städte in Anatolien. Die Gegend ist hauptsächlich bekannt durch den Abbau von Sepiolith (Lületaş).
27 Gaziantep

Gaziantep
Gaziantep in Turkey.svg Gaziantep (kurdisch Dilok) ist eine Provinz im Südosten. Im Volksmund benutzt man weiterhin den alten Namen Antep. Die Provinz ist von alters her ein bedeutendes Handelszentrum und heute eines der wichtigsten Industriegebiete der Türkei. Die Provinzhauptstadt Gaziantep gilt als führende „anatolische Tigerstadt“.
28 Giresun

Giresun
Giresun in Turkey.svg Der Name der Stadt kommt möglicherweise vom griechischen Kerasus (deutsch „Kirsche“, türkisch Kiraz). Lucius Licinius Lucullus brachte ca. 70 v. Chr. die ersten Kirschen aus Giresun nach Europa. In Giresun befindet sich eine der größten Haselnussfabriken der Türkei, namens Fiskobirlik.
29 Gümüşhane

Gümüşhane
Gümüşhane in Turkey.svg Gümüşhane ist eine Provinz im Nordosten Anatoliens. Gümüşhane zählt zu den kleinsten und wirtschaftlich schwächsten Regionen. Wie die übrigen Städte aus der Schwarzmeerregion hat auch Gümüşhane eine große Gemeinschaft in Istanbul und Europa, insbesondere in Deutschland.
30 Hakkari

Hakkâri
Hakkari in Turkey.svg Hakkari (kurdisch Colemerg) liegt im gebirgigen südöstlichsten Punkt der Türkei und grenzt an den Iran und an den Irak. Es gibt mindestens 30 Berge, die über 3.000 m hoch sind. Der Name Hakkari taucht zum ersten Mal im 10. Jahrhundert bei dem arabischen Historiker und Geographen İn Havsal auf, der sagte, dass der Name von Her-kariyan abstammt. Her-kariyan soll „stark“ und „kämpferisch“ bedeuten.
31 Hatay

Antakya
Hatay in Turkey.svg Das Gebiet von Hatay, bis Ende der 1930er Jahre im Westen Sandschak Alexandrette genannt, bildet heute den südlichsten Teil der Türkei und liegt im nordwestlichen Grenzgebiet zu Syrien. Die Hauptstadt Antakya ist das frühere Antiochia.
32 Isparta

Isparta
Isparta in Turkey.svg Isparta ist bekannt für seine Rosen, Teppiche und seine „Süleyman Demirel Universität“, die von Studenten aus der ganzen Türkei besucht wird.
33 Mersin

Mersin
Mersin in Turkey.svg Mersin (früher: İçel) wird mit den Namen des heiligen Paulus aus Tarsus verbunden und damit, dass Marcus Antonius die Gebiete zwischen Alanya und Mersin Kleopatra zum Hochzeitsgeschenk machte.
34 İstanbul

İstanbul
Istanbul in Turkey.svg 2005 lebten in der Metropolregion Istanbul, deren Gebiet mit dem der Provinz Istanbul identisch ist, etwa 11,5 Millionen Menschen. Etwa 70 % der Bevölkerung Istanbuls sind in jüngerer Zeit aus Anatolien zugezogen.
35 İzmir

İzmir
Izmir in Turkey.svg Die Provinzhauptstadt İzmir wird auch als „Perle der Ägäis“ bezeichnet. Die Stadt war früher auch unter dem griechischen Namen Smyrna bekannt (neugr. Σμύρνη bzw. Smirni) und hat nach Istanbul den zweitgrößten Hafen des Landes.
36 Kars

Kars
Kars in Turkey.svg Kars gehörte mehrere Jahrzehnte zum armenischen Königreich. Als sich die zaristischen Truppen wegen der Oktoberrevolution zurückzogen, hatte sich der russische Distrikt Kars für unabhängig erklärt. Sie nannte sich Regierung der Republik Südwestkaukasiens. Dieser Staat überlebte nur 9 Monate und wurde nur seitens des Japanischen Kaiserreichs anerkannt.
37 Kastamonu

Kastamonu
Kastamonu in Turkey.svg Kastamonu (Castamuni, byzantinisch Kastumbul) ist eine Stadt in der gleichnamigen Provinz. Die Stadt liegt südlich des Gökırmak. Die Gegend ist bekannt für ihre Folklore, ihren Tabak und für Holzmöbel.
38 Kayseri

Kayseri
Kayseri in Turkey.svg Die Hauptstadt Kayseri (früher Mazaka und danach Caesarea) liegt 1.054 m über NN am Fuße des erloschenen Vulkans Erciyes, der mit seinen Ausbrüchen für die Tuffsteinschichten in Kappadokien verantwortlich war.
39 Kırklareli

Kırklareli
Kırklareli in Turkey.svg Kırklareli ist eıne Provinz im europäischen Teil und gehört damit zu Thrakien. Das Archäologische Institut der Universität İstanbul gräbt seit 1993 gemeinsam mit dem Deutschen Archäologischen Institut zwei vorgeschichtliche Siedlungen aus.
40 Kırşehir

Kırşehir
Kırşehir in Turkey.svg Nachdem die Stadt vom oströmischen Kaiser Justinian I. wiedererbaut wurde, hieß sie „Justinianopolis“. 1071 begann die Herrschaft der türkischen Stämme in Kırşehir. Sie erhielt wegen der Lage in der kargen Steppe den Namen „Kır şehri“ („Steppenstadt“). Vom Abbruch der diplomatischen Beziehungen der Türkei mit dem Deutschen Reich im August 1944 bis in das Jahr 1946 war Kırşehir eine der drei anatolischen Städte, die den deutschen Staatsangehörigen, die nicht nach Deutschland zurückkehren wollten oder konnten, als Zwangsaufenthalt zugewiesen wurden.
41 Kocaeli

İzmit
Kocaeli in Turkey.svg Die Provinzhauptstadt İzmit ist hochindustralisiert und hat pro Kopf das höchste Bruttosozialprodukt in der Türkei. İzmit (das antike Nikomedia) wurde vom bithynischen König Nikomedes I. 264 v. Chr. als Hauptstadt gegründet. 74 v. Chr. gelangte sie nach dem Tode König Nikomedes IV. testamentarisch ans römische Reich. 183 v. Chr. beging Hannibal in der Nähe von Nikomedia Selbstmord. Konstantin der Große starb 337 in einem Vorort von Nikomedia. Die heilige Barbara lebte im 3. Jahrhundert in Nikomedia.
42 Konya

Konya
Konya in Turkey.svg Die Provinz Konya (griechisch Ikonion) ist die flächenmäßig größte Provinz der Türkei. Südöstlich von Konya befindet sich Çatalhöyük, eine der ältesten Siedlungen der Menschheit.
43 Kütahya

Kütahya
Kütahya in Turkey.svg Bekannt ist Kütahya für farbenprächtig verzierte Keramik. Kütahya ist Sitz der 1992 begründeten Dumlupınar-Universität.
44 Malatya

Malatya
Malatya in Turkey.svg Die sehr frühe Besiedlung von Malatya zeigt sich an der spätjungsteinzeitlichen Stadt Arslantepe. Arslantepe ist das Melid der Hethiter. Der Name Malatya selber kommt vom hethithischen Melid für Honig.
45 Manisa

Manisa
Manisa in Turkey.svg Die Stadt ist ein Zentrum für Rosinenhandel und geht zurück auf das antike lydische Magnesia am Sipylos.
46 Kahramanmaraş

Kahramanmaraş
Kahramanmaraş in Turkey.svg Kahramanmaraş (kurdisch Gurgum oder Mereş) hieß bis zum Ende des türkischen Unabhängigkeitskrieges Maraş. Als Anerkennung für ihren Widerstand aber erhielt sie den Beinamen Kahraman („Held“) und hieß von dort an Kahramanmaraş („Heldenstadt von Maraş“).
47 Mardin

Mardin
Mardin in Turkey.svg Der Name Mardin stammt aus dem syrischen Merde und bedeutet „Burg“. Das Gebiet war von alters her die Verbindung zwischen den mesopotamischen und den anatolischen Kulturen.
48 Muğla

Muğla
Muğla in Turkey.svg Die Provinz Muğla liegt im äußersten Südwesten von Kleinasien. Sie stellt das Kernland des antiken Karien dar.

Sie bildet einen Streifen von etwa 50 × 250 km entlang der Küste vor Rhodos. Von Bedeutung sind die Teppich-Manufakturen, zahlreiche antike Stätten bzw. Museen.

49 Muş

Muş
Muş in Turkey.svg Die Bevölkerung besteht hauptsächlich aus sunnitischen Kurden. Bis zu den Vertreibungen im Jahre 1915 war die Stadt armenischer Bischofssitz. Die Stadt liegt am Oberlauf des östlichen Euphrat, der hier Murat heißt. Das Tal des wasserreichen Stromes liegt hier noch über 1.000 Meter hoch.
50 Nevşehir

Nevşehir
Nevşehir in Turkey.svg Der Name Nevşehir leitet sich vom persischen Nau (Nev) für Neu und Schahr (Şehir) für Stadt ab und bedeutet damit Neustadt. Die Provinz umfasst den Hauptteil der Region Kappadokien. Göreme ist Zentrum des Nationalparks Göreme, der zusammen mit anderen Felsendenkmälern von Kappadokien seit 1985 zum UNESCO Weltkultur- und Naturerbe gehört.
51 Niğde

Niğde
Niğde in Turkey.svg Die Einwohnerdichte beträgt 47,6 Einwohner/km².
52 Ordu

Ordu
Ordu in Turkey.svg "Ordu" bedeutet "Armee".

Der Legende nach sollen die Argonauten hier gelandet sein um das Goldene Vlies zu suchen. Bis 1800 war Ordu ein kleiner Hafen, der bis zu den Griechenverfolgungen im Osmanischen Reich 1914–1923 hauptsächlich von Pontos-Griechen bewohnt war. Heute besteht die Bevölkerung aus ethnischen Türken, Kaukasiern (von den Türken allgemein als Georgier, bezeichnet), einigen muslimischen Armeniern und einer kleinen Gemeinschaft von Nachkommen der Griechen, welche sich weigerten die Region zu verlassen.

53 Rize

Rize
Rize in Turkey.svg Der Name könnte sich vom griechischen ριζά - rizá = „unter dem Berg“ herleiten. Heute ist die Umgebung der Provinzhauptstadt Zentrum des türkischen Tee- und Kiwianbaus. Über 60 % der nicht unbeträchtlichen türkischen Gesamtteeernte (immerhin 6 % der Weltteeproduktion) wird in diesem Gebiet erzielt.
54 Sakarya

Adapazarı
Sakarya in Turkey.svg Ihren Namen trägt die Provinz nach dem Fluss Sakarya. Die Provinzhauptstadt Adapazarı profitiert von der Nähe zu den Industriestädten Istanbul, Bursa oder Izmit sowie von den fruchtbaren Böden im Umkreis und ist in der Türkei für seine großen Kartoffeln berühmt.
55 Samsun

Samsun
Samsun in Turkey.svg Samsun ist die größte türkische Stadt am Schwarzen Meer. Mit Atatürk erlangte die Stadt an Bedeutung, als dieser am 19. Mai 1919 von Samsun aus zum Befreiungskampf gegen die Besetzung und Teilung des Landes nach dem Ersten Weltkrieg aufrief.
56 Siirt

Siirt
Siirt in Turkey.svg Siirt liegt zwischen 600 und 1.600 m hoch. Siirts Geschichte reicht sehr weit zurück. Siirt gehörte den Assyrern, den Babyloniern und danach den Medern und den Persern. Auch die Römer, die Parther und die Sassaniden herrschten hier.
57 Sinop

Sinop
Sinop in Turkey.svg Der Badeort Sinop (griech. Σινώπη / Sinṓpē) hat etwa 25.000 Einwohner, in den Sommermonaten jedoch bis zu 50.000. Sinop war die erste Schwarzmeerkolonie der Stadt Milet. In Sinop geboren wurde der Philosoph Diogenes von Sinope (Diogenes in der Tonne).
58 Sivas

Sivas
Sivas in Turkey.svg Sivas ist nach Konya die zweitgrößte Provinz. Dort fand 1993 der Brandanschlag von Sivas statt. Bei einem alevitischen Kulturfestival erklärte der Schriftsteller Aziz Nesin öffentlich, er halte einen Großteil der türkischen Bevölkerung für „feige und dumm“, da sie nicht den Mut hätten, für die Demokratie einzutreten. Daraufhin versammelte sich eine Menschenmasse vor seinem Hotel. Aus der Menschenmenge wurden Brandsätze gegen das Hotel geworfen. Da das Hotel aus Holz gebaut war, breitete sich das Feuer schnell aus. Dabei verbrannten 37 Menschen.
59 Tekirdağ

Tekirdağ
Tekirdağ in Turkey.svg Tekirdağ (bulg. Родосто / Rodosto, griechisch Ραιδεστός) wurde schon bei Herodot erwähnt. Tekirdağ ist heute hauptsächlich wegen seiner Köfte-Lokale und Anisschnapsproduktion (Rakı) bekannt. Als die Türken die Stadt eroberten, nannten sie sie erst Rodosçuk und ab dem 18. Jahrhundert Tekfur Dağı. Das Tekfur stammt vom armenischen Wort tagovar ab, was „die Kreuz tragenden“ bedeutet. Damit bezeichneten die Türken die christlichen Herrscher. Aus Tekfur wurde dann Tekir.
60 Tokat

Tokat
Tokat in Turkey.svg Tokat, das antike Eudoxia spielte im Altertum keine große Rolle, wichtig war nur seine Festung. Vom 11. bis 13. Jahrhundert erreichte Tokat als Handelsstadt seine größte Zeit. Der allmähliche politische und wirtschaftliche Niedergang begann im 19. Jahrhundert zugunsten der Nachbarstadt Sivas. Bis in das 20. Jahrhundert wanderten viele Bewohner nach Amerika oder Europa aus.
61 Trabzon

Trabzon
Trabzon in Turkey.svg Trabzon (früher Trapezunt), griechisch Τραπεζούντα, ist Umschlagplatz für den Export von Nahrungsmitteln. Das Kaiserreich Trapezunt (Trabzon Rum İmparatorluğu) war einer der Nachfolgestaaten des Byzantinischen Reichs und bestand von 1204 bis 1461. Es wurde 1204 von der Herrscherdynastie der Komnenen gegründet, welche bereits vor der Eroberung Konstantinopels durch die Ritter des Vierten Kreuzzugs aus der Hauptstadt geflohen waren.
62 Tunceli

Tunceli
Dersim in Turkey.svg Tunceli (Dersim) ist die bevölkerungsmäßig kleinste Provinz der Türkei. Hier leben überwiegend Zaza. In Dersim haben die Meder Spuren hinterlassen. In dieser Phase wurde die Bevölkerung von der Religion Zarathustras stark beeinflusst. So haben große Teile der Bevölkerung bis heute die Traditionen lebendig gehalten.
63 Şanlıurfa

Şanlıurfa
Şanlıurfa in Turkey.svg Şanlıurfa (kurdisch Riha) grenzt im Süden an Syrien. In der Provinz lebten einst sehr viele Jesiden.

1983 wurde der Provinz, die bis dahin lediglich Urfa hieß, der Titel şanlı (dt. „ruhmreich“) verliehen. Er soll an den Widerstand gegen die französische Besatzung im türkischen Befreiungskrieg erinnern. Şanlıurfa ist auch unter dem antiken Namen Edessa bekannt. Als Gründer der Stadt nennt Ephraim der Syrer den assyrischen König Nimrod. Jakob von Edessa setzte Nimrod dann mit Ninos, dem Sohn des Belos gleich, der bei Diodor als der Gründer Ninivehs erwähnt wird.

64 Uşak

Uşak
Uşak in Turkey.svg In der Region wird jährlich das Erdbeer-Festival veranstaltet. Uşak besitzt die erste Zuckerfabrik der Türkei und darüber hinaus ist die Lederwarenindustrie und die Keramikherstellung eine der bedeutendsten der Türkei. Die wohl bekanntesten Relikte sind die Schätze von Krösus, der sprichwörtlich als der reichste Mann der Welt gilt und das Geld erfunden haben soll. Diese Schätze werden im archäologischen Museum Uşaks ausgestellt.
65 Van

Van
Van in Turkey.svg (kurdisch Wan) liegt am Ostufer des Vansees.

In früherer Zeit trug die Provinzhauptstadt Van den Namen Tušpa und war im 9. Jahrhundert v. Chr. die Hauptstadt des Urartäischen Königreichs. Die damalige Bevölkerung nannte sich selbst Nairi. Van ist auch für seine Katzen bekannt. Die halblanghaarige Van-Katze hat häufig zwei verschiedenfarbige Augen und ist weltweit gefragt.

66 Yozgat

Yozgat
Yozgat in Turkey.svg In Yozgat gibt es Yimpaş, das bis in die späten 1990er Jahre eines der führenden Kaufhausunternehmen der Türkei war und auch in Deutschland Filialen eröffnete. Yozgat ist bekannt geworden durch das so genannte Yozgat-Verfahren. Es war nach dem Völkermord an den Armeniern der erste Prozess des Kriegsgerichtshofes, der in 18 Sitzungen Anfang 1919 stattfand. Vom Abbruch der diplomatischen Beziehungen der Türkei mit dem Deutschen Reich im August 1944 bis in das Jahr 1946 war Yozgat eine der drei anatolischen Städte, die den deutschen Staatsangehörigen, die nicht nach Deutschland zurückkehren wollten oder konnten, als Zwangsaufenthalt zugewiesen wurden.
67 Zonguldak

Zonguldak
Zonguldak in Turkey.svg Zonguldak ist das Schwarzkohlezentrum der Türkei. Aber auch die Erdbeeren aus dieser Gegend sind berühmt. Östlich von Ereğli liegt die Cehennemağzı-Höhle („Höllenrachenhöhle“), wo der Mythologie nach der Halbgott Herkules den dreiköpfigen Höllenhund Kerberos getötet hat. Rund 30 % der ursprünglichen Einwohner leben im Ausland. Die meisten davon im Ruhrgebiet.
68 Aksaray

Aksaray
Aksaray in Turkey.svg Das junge Christentum breitete sich im 2. und 3. Jahrhundert in Kappadokien, zu der auch das Gebiet von Aksaray gehört, sehr schnell und früh aus. Angriffe und Vertreibungen waren der Grund dafür, dass viele unterirdische Städte und Kirchen angelegt wurden. 3.000 bis heute entdeckte Kirchen in der Region, zeugen noch heute von dieser Geschichte. Das Gebiet von Kappadokien wurde 1985 außerdem von der UNESCO zum Weltkulturerbe und Weltnaturerbe erklärt.
69 Bayburt

Bayburt
Bayburt in Turkey.svg Schon in frühester Zeit nahm Bayburt, aufgrund der Lage auf der Seidenstraße zwischen Europa und Asien, eine bedeutende Rolle ein. Berühmtester Gast der Stadt Bayburt war Marco Polo, der auf seiner Reise nach China in Bayburt verweilte. Die Provinz leidet stark an der hohen Emigration und hat eine der höchsten Auswanderungsquoten in der Türkei.
70 Karaman

Karaman
Karaman in Turkey.svg Karaman ist eine Stadt in Kleinasien. Die Karamanlı (türkisch Karamanlılar) sind eine christlich-orthodoxe Volksgruppe. Sie sprachen ein Türkisch mit griechischen Lehnwörtern und mit sehr vielen alttürkischen Wörtern. Beim Bevölkerungsaustausch zwischen Griechenland und der Türkei mussten etwa 60.000 Karamanlı nach Griechenland umsiedeln. So haben zum Beispiel die Vorfahren von Konstantinos Karamanlis auch in Karaman gelebt.
71 Kırıkkale

Kırıkkale
Kırıkkale in Turkey.svg Kırıkkale liegt im nördlichen Zentralanatolien, etwa 80 km östlich von Ankara. Die an wichtigen Straßen- und Eisenbahnverbindungen gelegene Stadt erlebte im 20. Jahrhundert eine dynamische Entwicklung hin zu einem wichtigen Industriezentrum (u. a. Rüstung, Chemie und Holzverarbeitung). Seit 1992 ist Kırıkkale auch Universitätsstadt.
72 Batman

Batman
Batman in Turkey.svg Batman (kurdisch Elih) ist nach dem Fluss Batman benannt. Die Zuwachsrate dieser Region ist sehr hoch. Die einheimische Bevölkerung besteht ausschließlich aus Kurden. Batman ist außerdem Heimatort vieler in Deutschland lebender Jesiden. In Batman leben nur noch einige Hundert meist ältere Jesiden.
73 Şırnak

Şırnak
Sirnak in Turkey.svg Şırnak ist eine Provinz an der Grenze zum Irak und Syrien. Sie ist die wärmste Provinz; es wurden hier Spitzenwerte von 50 °C gemessen. Der Name Şırnak soll sich angeblich vom Wort Şehr-i Nuh ableiten, was übersetzt „Noachs Stadt“ heißt. Daraus wurde dann Şerneh und dann Şırnak. Denn der Cudi-Berg gilt als Anlegeort der Arche Noah.
74 Bartın

Bartın
Bartın in Turkey.svg Bartın ist eine Provinz am Schwarzen Meer. Ihr wurde erst 1991 der Provinzstatus gewährt, vorher war sie ein Landkreis der Provinz Zonguldak.
75 Ardahan

Ardahan
Ardahan in Turkey.svg Ardahan ist eine Provinz an der Grenze zu Georgien und ist erstes Ziel für georgische und armenische Gastarbeiter. Nach dem Ersten Weltkrieg, geriet dieses Gebiet zusammen mit Kars kurzzeitig an die UdSSR. Allerdings gab die Sowjetunion mit dem Friedensvertrag von Brest-Litowsk dieses Gebiet an die Türkei ab. Ardahan wurde mit Kars zu einer Provinz vereint, aber 1992 als eigene Provinz wiederhergestellt.
76 Iğdır

Iğdır
Iğdır in Turkey.svg Iğdır grenzt an Armenien, die aserbaidschanische Exklave Naxçıvan und den Iran und ist damit die einzige Provinz, die an drei Staaten grenzt. Der Name Iğdır kommt vom Stamme der Iğdıroğlu und bedeutet gut, groß, erhaben, tapfer. Wegen der Vegetation wird Iğdır auch Yeşil Iğdır (Grünes Iğdır) genannt. Der Berg Ararat liegt größtenteils innerhalb der Grenzen Iğdırs. Die Gipfel liegen allerdings in der Provinz Ağrı.
77 Yalova

Yalova
Yalova in Turkey.svg Yalova (in der Antike Pylai) liegt am südöstlichen Teil des Marmarameeres, nur 24 Seemeilen von Istanbul entfernt.

Yalova ist ein beliebter Ferienort mit hohem Lokaltourismus. Viele Besucher kommen aus Istanbul aber auch aus arabischen Ländern. Meistens aus Kuwait, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Saudi-Arabien. Die Thermalbäder wurden wohl schon in hellenistischer Zeit benutzt. Wegen der Heilwirkung wurden sie von Konstantin dem Großen oder Kemal Atatürk aufgesucht.

78 Karabük

Karabük
Karabük in Turkey.svg Karabük ist durch das große Stahlwerk geprägt. Traditionell gab es in der Region viele kleine Stahlkocher und Schmiede, von denen heute nur noch ein paar auf den Tourismus ausgelegte Werkstätten in Safranbolu übrig geblieben sind. Ein Großteil der Bevölkerung wanderte ab.
79 Kilis

Kilis
Kilis in Turkey.svg Kilis liegt an der Grenze zu Syrien und gehört zum türkischen Teil des Kurd Dagh. Kurd Dagh („Berg der Kurden“). Der Kurd Dagh gehört zu den drei „ethnischen“ Bergen Syriens. Die Namen der anderen beiden lauten Jabal an-Nusayriyah („Berg der Nusairier“) und Jabal ad-Duruz („Berg der Drusen“).
80 Osmaniye

Osmaniye
Osmaniye in Turkey.svg Osmaniye hat 458.782 Einwohner auf einer Fläche von 3.189 km².
81 Düzce

Düzce
Düzce in Turkey.svg Düzce ist die westlichste Schwarzmeerprovinz. Aus der Küstenstadt Akcakoca („Bodrum des Nordens“) kommen die Haselnüsse für Nutella her - die Sorte Levantiner gilt als Weltnorm für Haselnüsse. Nach dem Erdbeben von 1999 erlangte Düzce Provinzstatus, zuvor war es der Provinz Bolu angegliedert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Yerelnet abgerufen 15. Januar 2017