Karin Friedrich (Journalistin)

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Karin Friedrich (1946)

Karin Friedrich (* 18. Februar 1925 in Marburg; † 27. November 2015) war eine deutsche Journalistin und Autorin.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karin Friedrich war die Tochter von Ruth Andreas-Friedrich und Otto A. Friedrich, dem späteren Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Sie gehörte wie ihre Mutter und deren Lebensgefährte Leo Borchard während der Zeit des Nationalsozialismus der Widerstandsgruppe Onkel Emil an.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war sie zunächst über fünf Jahre als Schauspielerin am Berliner Hebbeltheater engagiert. 1950 verlagerte sie ihren beruflichen Schwerpunkt nach München auf den Journalismus und setzte sich in diesem Bereich vor allem mit sozialpolitischen Themen auseinander. Nach einer Anstellung bei der Zeitschrift Echo der Woche sowie einem Volontariat bei der Südpost arbeitete sie von 1953 bis zu ihrem Ruhestand 1992 als Reporterin und Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung.

Darüber hinaus engagierte sich Karin Friedrich in der Weiße Rose Stiftung und dem Helferkreis Miteinander leben – ProAsyl. Im Jahr 2004 wurde sie von der Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt.[1]

Sie lebte später in Gauting und starb in der Nacht zum 27. November 2015.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wege ins gelobte Land, zehn Lebensgeschichten aus Israel. Metropol, Berlin 1994, ISBN 3-926893-74-5.
  • Zeitfunken. Biographie einer Familie. Beck, München 2000, ISBN 3-406-45868-8.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kürschners deutscher Sachbuch-Kalender. 2. Jahrgang, 2003/2004, ZDB-ID 2064430-9, S. 201.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karin Friedrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerechte unter den Völkern: Deutschland (PDF; 271 kB)
  2. Christian Krügel:Stimme für die Benachteiligten, in Sueddeutsche.de vom 27. November 2015.