Karl-Heinz Singer

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Karl-Heinz Singer
Personalia
Geburtstag 15. März 1928
Geburtsort Lauter/Sa.Deutschland
Sterbedatum 26. März 2005
Sterbeort RostockDeutschland
Position Verteidiger
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
bis 10/1954 Empor Lauter 28 (0)
11/1954–1960 Empor Rostock 129 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Karl-Heinz Singer (* 15. März 1928 in Lauter/Sa.; † 26. März 2005 in Rostock) war ein Fußballspieler aus der DDR.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Linksverteidiger spielte bis 1954 für die BSG Empor Lauter. Mit ihnen stieg er 1952 in die DDR-Oberliga auf.

Als im November 1954 die Spieler des Empor Lauter zum neu gegründeten SC Empor Rostock delegiert wurden, ging er als einer von zwölf Empor-Spielern aus dem Erzgebirge mit an die Ostseeküste und folgte dem Versprechen in Rostock doppeltes Gehalt, eine schöne neue Wohnung in der City, einem Garten an der Küste und Ferienplätze am Meer zu erhalten. Im ersten Oberliga-Punktspiel von Empor Rostock stand er am 14. November 1954 gegen Chemie Karl-Marx-Stadt (0:0) im Ostseestadion unter Empor-Trainer Oswald Pfau in der Startelf.[1] Singer stand auch in der 3. Runde im FDGB-Pokal gegen Empor Wurzen (4:1) auf dem Platz und war somit am ersten Pflichtspielsieg des neuen Clubs aus dem Bezirk Rostock beteiligt.[2] Nachdem Empor in der Oberliga bis einschließlich des 15. Spieltags kein einziges Punktspiel gewinnen konnte und lediglich ein Unentschieden einfuhr, somit in der Tabelle vom ersten auf den zwölften Platz abfiel und sich in Abstiegsgefahr begab – Singer bestritt bis dorthin jedes Pflichtspiel für Rostock –, folgte am 16. Spieltag der Oberliga-Saison 1954/55 gegen die BSG Motor Zwickau (3:0) der erste Oberliga-Sieg in der noch jungen Vereinshistorie, an dem er seinen Anteil hatte.[3] Wenige Tage vor diesem Sieg stellte sich das Oberliga-Kollektiv auf Anregung der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft (DSF) im Haus der Freundschaft der Kritik Rostocker Werktätiger, die Gründe für die Sieglosserie seit der Gründung des Clubs erfahren wollten.[4]

Für Empor Rostock spielte er bis 1960, absolvierte 104 Oberliga- und 25 Ligaspiele, ein Tor gelang ihm dabei nicht. In der Saison 1956 stieg er mit Empor Rostock als Tabellenletzter aus der Oberliga ab und schaffte im Folgejahr den direkten Wiederaufstieg.

Während seiner Zeit in Rostock erreichte Singer dreimal das Finale des FDGB-Pokals (1955, 1957 und 1960). 1955 verlor Empor gegen den SC Wismut Karl-Marx-Stadt mit 2:3 nach Verlängerung und 1957 gegen den SC Lokomotive Leipzig 1:2 ebenfalls nach Verlängerung. Beide Finalspiele spielte Singer über die volle Distanz. Bei der 2:3-Finalniederlage 1960 gegen SC Motor Jena kam er nicht zum Einsatz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die neue Fußballwoche (Fuwo), 1954, Nr. 46, S. 5: In die Herzen der Rostocker hineingespielt! Empor-Elf kampfstark wie nie zuvor, aber diesmal noch keine Tore / 17000 Zuschauer feierten Zapf-Elf, 16. November 1954, abgerufen am 25. August 2021
  2. Die neue Fußballwoche (Fuwo), 1954, Nr. 50, S. 5: So löste sich Rostocks Tor-Alpdruck: wirbeln und schießen. 10000 umjubelten 5 Prachttreffer / Entdeckung: Minuth, Zedel, Walter / Empor Rostock–Empor Wurzen 4.1 (3:1) , 14. Dezember 1954, abgerufen am 9. September 2021
  3. Die neue Fußballwoche (Fuwo), 1955, Nr. 5, S. 4: Der entscheidende Umschwung im Sturm. Vielgerühmter Unger diesmal von Holtfreter genarrt / Zapf stand eisern, 1. Februar 1955, abgerufen am 6. September 2021
  4. Die neue Fußballwoche (Fuwo), 1955, Nr. 5, S. 4: Rostocker Oberliga-Elf beantwortet Fragen. Öffentliche Versammlung des SC Empor / Leber: Wir fühlen uns wohl!, 1. Februar 1955, abgerufen am 8. September 2021