Karl Semper

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Karl Semper

Karl Gottfried Semper (* 6. Juli 1832 in Altona; † 29. Mai 1893 in Würzburg) war ein deutscher Naturforscher, Zoologe und Forschungsreisender. Er war der Neffe des berühmten Architekten Gottfried Semper.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Semper studierte an der Technischen Hochschule in Hannover, wo er 1852 Mitglied des Corps Visurgia wurde. Als Zoologe und Ethnograph bereiste er 1859/64 die Philippinen und die Palauinseln und kehrte 1865 über China und Ceylon nach Europa zurück. 1866 habilitierte er an der Universität Würzburg in Zoologie und wurde dort 1868 auch Professor der Zoologie und vergleichenden Anatomie. Verdient machte er sich namentlich durch zahlreiche Studien über die in den Tropen lebenden niederen Tiere, die er durch seinen langjährigen Aufenthalt in der Südsee kennengelernt hatte.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Semper war ab 1870 korrespondierendes Mitglied der Griechischen philologischen Gesellschaft in Konstantinopel. 1891 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen.[1]

Schriften und Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Reisen im Archipel der Philippinen. 1. Teil 1867; 2. Teil in 10 Bänden 1868–1906
  • Die Philippinen und ihre Bewohner, 1869 (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv)
  • Die Palauinseln, 1873
  • Die Verwandtschaftsbeziehungen der gegliederten Thiere, 1875
  • Der Haeckelismus in der Zoologie, 1876
  • Die natürlichen Existenzbedingungen der Thiere, 2 Teile, 1880

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The History of the Collections Contained in the Natural History Departments, herausgegeben vom Britischen Museum, 1906
  • Charles Coulston Gillispie: Dictionary of Scientific Biography, Verlag Charles Scribner's Sons, 1980
  • Wilhelm Heß: Semper, Karl. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 54, Duncker & Humblot, Leipzig 1908, S. 315 f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliedseintrag von Carl Semper bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 12. November 2015.