Karl von Schrader

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Karl Ernst Adolf Freiherr von Schrader (* 30. September 1848 in Bliestorf; † 11. April 1896 in Potsdam) war ein deutscher Rittergutsbesitzer und Hofbeamter.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karl von Schrader wurde geboren als Sohn des Landrats und lauenburgischen Landtagsabgeordneten August Louis Detlev von Schrader und der Adolfine Friederike geb. von Beulwitz. Er studierte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Er wurde Mitglied des Corps Saxo-Borussia Heidelberg, schied dort jedoch als Brandfuchs aus und schloss sich 1869 dem Corps Borussia Bonn an.[1] Er wurde Rittergutsbesitzer auf Bliestorf, Glienau und Kastorf.

Von Schrader war Königlicher preußischer Kammerherr und Zeremonienmeister. Er war verheiratet mit Alide Jonkvrouw de Villiers de Pité. Im Zuge der Kotze-Affäre starb er im Pistolenduell mit Leberecht von Kotze.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Karl Devens: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1827-1902. Düsseldorf, 1902, S. 175
  • G. G. Winkel: Biographisches Corpsalbum der Borussia zu Bonn 1821-1928. Aschaffenburg 1928, S. 169
  • Tobias C. Bringmann: Reichstag und Zweikampf. Die Duellfrage als innenpolitischer Konflikt des Kaiserreichs 1871–1918. Freiburg 1996, ISBN 3-8107-2249-9
  • Fritz Friedmann: Der deutsche Kaiser und die Hofkamarilla. Schmidt, Zürich 1896
  • John Röhl: Die Kotze-Affäre, in: Wilhelm II. Der Aufbau der persönlichen Monarchie C. H. Beck, München 2001, S. 741 ff.
  • Wolfgang Wippermann: Skandal im Jagdschloss Grunewald. Männlichkeit und Ehre im deutschen Kaiserreich. Primus Verlag, Darmstadt 2010. ISBN 3-89678-810-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korpslisten 1910, 19, 458