Schrader (Adelsgeschlecht, 1708)

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Schrader ist der Name eines briefadeligen Geschlechts, das hauptsächlich im heutigen Niedersachsen, aber auch in Schleswig-Holstein ansässig war.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Diplom vom 19. Mai 1708 wurden Christoph Schrader (1641–1713), kurbraunschweig-lüneburgischer Hofrat und bevollmächtigter Gesandter beim Immerwährenden Reichstag in Regensburg, und sein Bruder Kilian Schrader (1650–1721), kurbraunschweig-lüneburgischer Hofrat in Celle, in den Reichsadelstand erhoben. Diese Erhebung in den Adelsstand wurde in Hannover am 19. April 1709 amtlich bekannt gemacht. Beide waren Söhne von Christoph Schrader (1601–1680 in Helmstedt), Professor der Rhetorik an der Universität Helmstedt.

Der Stamm blühte fort, erhielt 1747 in der Person des Regierungsrats Gottlieb Ludwig von Schrader (1695–1760) die Güter Meißendorf und Sunder im Lüneburgischen und wurde dem ritterschaftlichen Adel der lünebürgischen Landschaft inkorporiert.

Herzog Georg Wilhelm hatte Kilian Schrader schon am 10. September 1697 mit dem adeligen freien Gut Culpin (Kulpin) mit Göldenitz belehnt. 1728 erbte sein Sohn Christian Otto von Schrader Culpin, das bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts im Besitz der Familie blieb. So war die Familie auch Teil der Ritter- und Landschaft im Herzogtum Sachsen-Lauenburg. Weitere Güter, die die Familie im Lauenburgischen erwarb, waren Rondeshagen (1832), Kastorf und Bliestorf (1832) sowie Grienau (Grinau).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Silber einen schrägrechtern, blauen Balken, der mit drei untereinander stehenden, sechsstrahligen, goldenen Sternen belegt ist und oben von einer roten, golden besamten Rose, unten aber von einem querliegenden Ast beseitet wird, aus dem unten und links ein Zweig mit drei Eicheln emporwächst.

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Albrecht Klose, Klaus-Peter Rueß: Die Grabinschriften auf dem Gesandtenfriedhof in Regensburg. Texte, Übersetzungen, Biographien, Anmerkungen. Hrsg.: Stadtarchiv Regensburg (= Regensburger Studien. Band 22). Stadtarchiv Regensburg, Regensburg 2015, ISBN 978-3-943222-13-5, S. 84–88.