Karthane

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Karthane
Karthane bei Glöwen im Winter 1954

Karthane bei Glöwen im Winter 1954

Daten
Gewässerkennzahl DE: 5912
Lage Deutschland, Brandenburg, Prignitz
Flusssystem Elbe
Abfluss über Stepenitz → Elbe → Nordsee
Quelle Groß Pankow
Mündung in Wittenberge in die StepenitzKoordinaten: 52° 59′ 15″ N, 11° 45′ 50″ O
52° 59′ 15″ N, 11° 45′ 50″ O

Länge 48 km
Einzugsgebiet 436,8 km²
Abfluss am Pegel Bad Wilsnack[1]
AEo: 285 km²
Lage: 17,6 km oberhalb der Mündung
NNQ (3. September 1989)
MNQ 1976–2014
MQ 1976–2014
Mq 1976–2014
MHQ 1976–2014
HHQ (23. Januar 2008)
10 l/s
171 l/s
1,21 m³/s
4,2 l/(s km²)
5,85 m³/s
11,6 m³/s
Abfluss MQ
1,8 m³/s
Linke Nebenflüsse Jäglitz
Rechte Nebenflüsse Cederbach, Penningsgraben

Die Karthane ist ein linker Nebenfluss der Stepenitz im Landkreis Prignitz. Ihre Lauflänge beträgt 48 Kilometer, sie verfügt über Zuflüsse wie den Cederbach und eine Reihe von kleineren Bächen und Wiesengräben. Das Einzugsgebiet der Karthane umfasst 436,8 km².[2]

Quellgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Quellbereich der Karthane (Kehrberger Karthane) liegt im Gebiet nördlich von Klein Woltersdorf in der Gemeinde Groß Pankow, nahe der Ortslage Seefeld zwischen dem 128 Meter hohen Butterberg und dem 120 Meter hohen Wahrberg.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Quellgebiet fließt die Karthane, die mit der Stepenitz und Löcknitz zu den besterhaltenen Fließgewässersystemen in Brandenburg zählt, zunächst südlich, durch das Vehliner Luch und dann westlich durch die Teichlandschaft Plattenburg. Von dort schlängelt sie sich weiter leicht nordwestlich bis Bad Wilsnack, dort erreicht sie eine Höchstbreite von 10 Metern und eine Wassertiefe von 0,6–1,5 Meter. Die Karthane bildet in diesem Bereich Kolk genannte Vertiefungen im Kurvenbereich, in denen Karpfen Verstecke finden. Besonderheit ist das Vorkommen des Hasels, eine Fischart, die es in keinem anderen Gewässer der Prignitz gibt. Nördlich von Bad Wilsnack durchfließt die Karthane das nach ihr benannte Revier Karthan. In diesem FFH-Gebiet brüten unter anderem Seeadler (stark gefährdet), Schwarzstorch (vom Aussterben bedroht) und Kranich (gefährdet).[3] Hinter Bad Wilsnack fließt die Karthane in weiten Bögen erst in südlicher und dann in nordwestlicher Richtung weiter durch die Elbtalaue, hier erreicht sie 18 bis 25 Meter Breite, wenige Kilometer vor der Mündung gibt es nahe der Ortschaft Klein Lüben einen etwa 800 Meter langen und 70 Meter breiten Bereich, der Breite Karthane genannt wird.

Mündung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Karthane mündet kurz vor Wittenberge am Schöpfwerk Garsedow in die Stepenitz, welche unmittelbar danach bei Kilometer 454,9 rechtsseitig in die Elbe mündet.

Zusammenfluss von Stepenitz (links) und Karthane (rechts) in Wittenberge

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Karthane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Elbegebiet, Teil III 2013. ISSN 0949-3654. Freie und Hansestadt Hamburg, Hamburg Port Authority, S. 131, abgerufen am 4. Oktober 2017 (PDF, deutsch, Auf: dgj.de).
  2. Gewässerentwicklungskonzept (GEK) Karthane. Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz Brandenburg, abgerufen am 7. Juni 2013 (PDF; 263 kB).
  3. Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes im EZG der Karthane