Kaspar Zeiler

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Epitaph für Kaspar Zeiler in der Moritzkirche in Augsburg

Kaspar Zeiler (* 1594 in Mainwangen; † 4. Juli 1681 in Augsburg) war Generalvikar und Weihbischof in Augsburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaspar Zeiler wurde als eines von sechs Kindern des Jakob Zeiler und seiner Frau Dorothea, geborene Schwarz, in Mainwangen – heute ein Ortsteil der baden-württembergischen Gemeinde Mühlingen – geboren.

Nach dem Besuch des Jesuitenkollegs in Ingolstadt und einem Theologiestudium an der Universität Ingolstadt empfing Zeiler im Jahr 1621 die Priesterweihe. Am 30. Januar 1645 wurde er zum Titularbischof von Adramyttium ernannt und zum Weihbischof in Augsburg bestellt. Die Bischofsweihe spendete ihm am 5. März 1645 Johann Fiernhammer, Weihbischof in Freising. Am 25. Juni 1646 wurde er zum Apostolischen Administrator der Augsburger Diözese ernannt. Nach dem Tod des Fürstbischofs Heinrich V. von Knöringen im Jahr 1646 übernahm er bis 1665 praktisch alle bischöflichen Funktionen, da der neue Fürstbischof Sigismund Franz weder die Priester- noch die Bischofsweihe besaß. Am 18. August 1665 resignierte Kaspar Zeiler. Er starb am 4. Juli 1681.

In der Kirche St. Moritz in Augsburg erinnert ein Epitaph an Kaspar Zeiler.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

D-BW-KN-Mühlingen-Mainwangen - Straßenschild 'Bischof-Zeiler-Weg'.png

In Mainwangen ist Zeiler zu Ehren die Verbindungsstraße zwischen Meßkircher Straße und Doktor-Karl-Ott-Straße als „Bischof-Zeiler-Weg“ benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gunther Gottlieb, Wolfram Baer, Josef Becker, Josef Bellot, Karl Filser, Pankraz Fried, Wolfgang Reinhard, Bernhard Schimmelpfennig (Hrsg.): Geschichte der Stadt Augsburg von der Römerzeit bis zur Gegenwart. Konrad Theiss, Stuttgart 1984, ISBN 3-8062-0283-4, S. 530 f.
  • Sibylle Probst-Lunitz: Bischof Kaspar Zeiler aus Mainwangen. In: Mühlingen, eine gemeinsame Ortsgeschichte der Madachdörfer Gallmannsweil, Mainwangen, Mühlingen, Schwackenreute und Zoznegg (= Hegau-Bibliothek. Band 135). MarkOrPlan Hegau-Bodensee, Singen (Hohentwiel) 2007, ISBN 978-3-933356-48-2, S. 391 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]