Lauteninstrument

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Als Lauteninstrument bezeichnet man alle Saiteninstrumente, die wie die europäische Laute aus einem Resonanzkörper und einem untrennbar damit verbundenen Saitenträger, der meist als Hals über den Korpus hinausragt, zusammengesetzt sind und deren Saiten parallel zur Decke liegen. Zu den Lauteninstrumenten gehören alle Zupfinstrumente und Streichinstrumente mit Ausnahme der Harfen und Zithern.

Einteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Systematik der Lauteninstrumente

Nach der Hornbostel-Sachs-Systematik können die Lauteninstrumente unterteilt werden in:

  • Bogenlauten, auch Pluriarc, bei denen jeweils eine Saite am Ende von mehreren gebogenen Saitenträgern befestigt wird.
  • Jochlauten (Leiern), bei denen die Saiten an einem Ende an einem Resonanzkasten und am anderen Ende an einem zwischen zwei Armen aufgehängten Joch befestigt werden. Antike Leiern: Kithara, Lyra. Ostafrikanische Leiern: Krar, Beganna, Endongo, Nyatiti, Tom. Arabische Leiern: Tanbura, Simsimiyya.
  • Stiellauten, bei denen ein Spieß oder Hals an einem Korpus befestigt wird.

Die Stiellauten sind die größte und vielfältigste Gruppe und unterteilen sich in:

Eine andere Klassifizierung berücksichtigt das Verhältnis der Längen von Korpus und Hals:

Bei den Knickhalslauten (europäische Laute, Oud) ist der Wirbelkasten nach hinten geknickt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eric Charry: Plucked Lutes in West Africa: an Historical Overview. In: The Galpin Society Journal, Vol. 49, März 1996, S. 3–37
  • Andreas Schlegel, Joachim Lüdtke: Die Laute in Europa 2 / The Lute in Europe 2: Lauten, Gitarren, Mandolinen und Cistern / Lutes, Guitars, Mandolins, and Citterns. The Lute Corner, Menziken 2011
  • Harvey Turnbull: The Origin of the Long-Necked Lute. In: The Galpin Society Journal, Vol. 25, Juli 1972, S. 58–66
  • Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente. Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz, Berlin 1984 (= Veröffentlichungen des Museums für Völkerkunde Berlin, Neue Folge 41, Abteilung Musikethnologie, V), ISBN 388609-117-1, S. 82–158 und 230–264.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]