Katja Kean

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Katja Kean (2006)

Katja Kean (* 7. Februar 1968 in Frederiksberg, Dänemark, bürgerlich Sussi La Cour Jakobsen, weitere Künstlernamen Katja K, Katia Kean und Katie Kean) ist eine ehemalige dänische Pornodarstellerin.

Leben[Bearbeiten]

Über ihre Vergangenheit vor ihrem Debüt als Pornodarstellerin ist nur bekannt, dass sie in der Hotellerie arbeitete und sich 1996 Brustimplantate einsetzen ließ. Im selben Jahr feierte sie auch ihre Hochzeit.

Die Schauspielerin startete ihre Karriere 1997 im Alter von 29 Jahren.[1] Auch Katja Keans ältere Schwester, Jeanette La Cour, arbeitete bereits als Fotomodell, allerdings nicht in der Hardcore-Szene. Besondere Popularität erlangte sie durch ihre Rollen in den feministischen Pornofilmen Constance und Pink Prison, die von der von Lars von Trier gegründeten Independant-Produktionsfirma Zentropa nach dem von diesen aufgestellten Pussy-Power-Manifest gedreht wurden.[1]

Neben ihren Auftritten in einigen Pornofilmen spielte Kean auch in mehreren Folgen einer dänischen Sitcom namens Langt fra Las Vegas (dt. Fernab von Las Vegas) und diversen Spielfilmen mit, zudem arbeitete sie als Reizwäschedesignerin.[1] Auch ein Abstecher in die Musik ist zu verzeichnen: 2001 sang sie auf einem Album des dänischen Sängers Dario Campeotto ein Duett mit dem Künstler; es wurde auch live im Kopenhagener Vergnügungspark Tivoli aufgeführt.

Die Popularität Keans in Dänemark hatte vor Jahren eine dort ansässige Familie mit demselben Namen auf den Plan gerufen, welche 2002 Katja gerichtlich zwang, ihren Alias zu ändern. Seitdem lautet ihr offizieller Künstlername Katja K. Mit dem dänischen Journalisten Henrik List verfasste Katja Kean ihre Biografie Katja KXXX – Stjerne i syndens by (dt. „Star im Ort der Sünde“). KXXX ist eine Anspielung auf das Wort Sex, das im anglophonen Raum oft mit einem dreifachen X (Triple X) angedeutet wird.

Im Jahr 2004 gründete Kean eine Unterwäschefirma mit dem Label Katja K Underwear – based on a true story, und 2006 eröffnete sie den Dessous-Laden Katja K Studio in Kopenhagen. Das Geschäft ist derzeit geschlossen.[2]

Sussi La Cour outete sich im Jahre 2008, dass sie hinter dem Künstlernamen Katja K steckt, dieser blieb aber bis heute ihr Markennamen.[3] Im Jahre 2009 machte sie ihren Master of Business Administration an der Universität Roskilde. Sie gründete eine Beratungsgesellschaft mit Fokus auf berufliche Veränderungen im Privat- und Geschäftsleben.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Jahr 2000 war Kean für den AVN Award in der Kategorie Best New Starlet nominiert. Im Jahre 2003 wurde Katja Keans Hardcore-Streifen Pink Prison (dt. Titel: Hinter Gittern gevögelt), der schon 1999 unter der Schirmherrschaft ihres bekannten Landsmannes Lars von Trier entstand, mit dem Venus Award für den besten Film ausgezeichnet. Er gilt (wie auch schon sein Vorgänger Constance) als einer der wenigen wegweisend frauenfreundlichen Pornos und wird bevorzugt in Erotikläden für einen ausschließlich weiblichen Kundenstamm vertrieben.

Bücher[Bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1997: Private Solid Gold
  • 1998: Triple X Files 6: Do you know Katja Kean?
  • 1998: Fatal Orchid I & II
  • 1998: Constance
  • 1999: Pink Prison
  • 1999: Ritual
  • 1999: Pin Ups
  • 1999: Sara

Literatur[Bearbeiten]

  •  Knud Vilhelmsen: Katja har bukserne på. In: Morgenavisen Jyllands-Posten. Århus, 3. März 2001.
  •  Anne Witthøfft: Pornoprinsesse fik nok. In: Det Fri aktuelt. Kopenhagen, 24. Feb. 2001.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Erika Lust: X - Porno für Frauen. Wilhelm Heyne Verlag, München 2009, S. 185. ISBN 978-3-453-67572-8
  2. Peter Schiødt: Katja K åbner pikant butik. TV2, 11. Dezember 2006, abgerufen am 25. August 2015.
  3. Bo Norström Weile: Katja K: Nu hedder jeg Sussi. Berlingske Media, 19. September 2012, abgerufen am 25. August 2015.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Katja K – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma